Hallo Gemeinde!
Es ist Zeit für einen kleinen weiteren Bericht. Mein Renny hat mittlerweile über 6000 km runter und die erste längere Reise (Berlin und zurück) hinter sich.
Wie ich ja bereits an anderer Stelle schrieb, hat er auch eine erste kleinere "Schönheits OP" hinter sich: Ich habe die Dachholme schwarz folieren, einen "destroyed army star" an der C-Säule anbringen und den "Upland" Motorhaubenaufkleber aufkleben lassen.
Was kann ich als kleines Zwischenfazit bis hierher festhalten?
Grundsätzlich erst einmal Folgendes:
Ich bin nach wie vor begeistert! der Renegade hat mich auf ganzer Linie überzeugt und begeistert mich tagtäglich aufs Neue.
Vielleicht ist es übersichtlicher, wenn ich meinen Zwischenbericht in On- und Off-Road aufteile.
Fangen wir mit Off-Road an:
Beim Kauf lag ja hier bereits mein besonderes Augenmerk drauf - die Besonderheiten des "Upland" habe ich ja schon oben erwähnt und ich wage es einfach mal zu behaupten, dass ich ich den Wagen schon sehr, sehr häufig "artgerecht" nutze.
Alles, was ich von einem Wagen dieser Kategorie erwarte, hat er in der Regel (über-)erfüllt!
Sei es das "normale" Befahren schlechter Waldwege, knapp 50 cm tiefe Wasserdurchfahrten, sandige (Brandenburger) Steigungen, schlammige Feldwege oder steile Bergauf- und -Abfahrten. Alles hat der Kleine problemlos und klaglos bewältigt. Immer hatte er die richtige (technische) Antwort in Form vom 4WD Lock oder 4WD LOW oder einem der Offroad-Modi parat.
Ich habe bis dato, dank der rechtzeitigen Wahl eines der verschiedenen Helferleins, auch nur ganz selten ein durchdrehendes Rad oder auch nur im Ansatz das Gefühl gehabt, dass es nicht weitergehen könnte.
Auch die Bodenfreiheit ist beim Upland sehr gut. Hatte ich doch beim 75th Anniversary Model häufiger das schabende Geräusch am Unterboden vernommen...
Noch ein paar Erfahrungen zu den Offroad-Modi:
- Mud: Dieser Modus wird auch bei feuchtem Gras etc. empfohlen. Ich nutze diesen Modus relativ häufig, weil er auch höhere Geschwindigkeiten (+ 20 km/h) zulässt, weil er hochschaltet.
- Sand: Wirklich ein Tipp in feinen, losen (märkischen) Sand. Der Motor dreht hier relativ hoch und der Wagen schaltet offenbar nicht in den zweiten Gang (im Gegensatz zum Mud Mode).
- 4 WD Lock: Ist immer drin, wenn es von bad-road zu off-road wird.
- 4 WD Low: Nutze ich relativ selten in Kombi mit 4 WD Lock. Dann schon eher in Kombi mit einem der anderen Modi. Ist aber gut zu wissen, dass da noch "mehr geht".
Sicherlich werde ich Stück für Stück die Grenzen des Machbaren im Gelände weiter austesten, doch für den alltäglichen Einsatz (auch zum Beispiel im Jagdrevier) abseits der befestigten Wege ist er bisher ohne Einschränkungen zu Empfehlen.
Kommen wir nun zu dem Bereich On-Road:
Ich bin auch hier schlichtweg begeistert, wie selbstverständlich dieser Wagen sich im einen Moment durch knöcheltiefen Schlamm frisst und im nächsten Moment mit sehr hohem Reisekomfort über die Autobahn fährt und sich auch in dichtem Statdgetümmel und auf dem Ku-Damm absolut wohl fühlt. Und mit ihm ich als Fahrer.
Er ist handlich und übersichtlich. Man sitzt hoch und fühlt sich am Steuer eines kleinen Panzers, obwohl er immer noch klein genug ist um in Parkhäusern und Parklücken zu passen. Ich habe ihn als Langstrecken- und als Stadtauto schätzen und lieben gelernt.
Auch das TomTom Navi hat mich begeistert! Es gab mehrfach die Situation, dass ich dachte "Wie jetzt? - Da ist doch nix!" Aber das Navi hatte schon längst eine Störung, bevor das iM radio kam oder erkennbar war. Auch während Sturm Xavier hatte es die Sperrungen quasi in Echtzeit parat!
Was mich insgesamt sehr begeistert hat, ist die Kombination aus allen Bereichen. Ist es doch häufig so, dass ein Kriterium ein anderes ausschließt, nur eben nicht beim Renegade!!
Ein schnell gefahrenes Stück Autobahn und die Abkürzung übers Feld/durch den Wald. Alles erfüllt der Renny mit Bravour.
Eventuell fühlt er sich ein klein wenig wohler ohne Asphalt und den Reifen. Aber ich hatte das Gefühl das Flanieren auf den großen Boulevards fand er auch ganz spannend...
Was gibt es sonst noch zu sagen?
Verbrauch: Im Gesamtschnitt liegt er bei 7,1 Liter/100km. Bei der Hinfahrt nach Berlin hab ich mit Tempomat auf 125 km/h einen Schnitt von 6,1 Liter erreicht. Mit etwas Bleifuß oder bei langen (+40 km) Offroadpasagen können es auch mal 7,8 bis 8,1 Liter werden...
Meckerecke- auch das muss sein:
- Die Drehregler für die Belüftung in der Mitte des Armaturenbrette sind silbern-glänzend ausgeführt. Das führt manchmal zu kleinen Lichtreflexionen, die ich al störend empfinde, weil ich immer wieder denke, das leuchtet was.
- Das Laden der Karte beim Navi bzw. die Aktualisierung des Telefonbuches dauert relativ lange und erfolgt jedesmal nach dem Motorstart.
- Die Menüfelder Radio und Nachrichten im EVIC. Die hätte man durchaus weglassen bzw. Den Radio-Menüpunkt etwas "mehr" Inhalt/Einstelloptionen/Anzeigen spendieren können.
- Der Momentanverbrauch auf der Skalaanzeige ist schlecht zu erkennen. Hier wäre eine schlichter Zahlenangabe einfacher abzulesen.
- Wasser von der Windschutzscheibe läuft über die Seitenscheiben nach hinten. Doof wenn man gerne mit offenem Seitenfenster fährt und die Scheibenwischwaschanlage nutzt...
- Ein "Hecheln" des Diesels im Leerlauf bzw. beim Ausrollen kurz vor dem Stand. Scheint bei allen 2,0 l / 140 PS MJ so zu sein - klingt aber nicht schön.
So viel erstmal als Zwischenbericht. Ihr seht, ich musste schon echt suchen, um was zu meckern zu finden!
Alles in Allem ist der Renny nach wie vor DAS Auto für meine Zwecke!
Und wie immer: Bei Fragen einfach ne PN!