Hätte zum Thema "Radschrauben" auch noch was beizusteuern:
Neulich wollte ich mal wieder die Bremsen am Cherokee inspizieren und dazu die Räder abnehmen.
Es kam wie es irgendwann kommen musste, bei der letzten Radschraube war wohl die Nuss vom Schlagschrauber nicht tief genug
angesetzt und zack war der Schraubenkopf rund gedreht.
Also mit einer Ausdrehnuss SW19 versucht den Schraubenkopf zu greifen. Nach mehreren Ansätzen zeigte sich dann Erstaunliches.
Nachdem die Chromfolie abgeblättert war kam darunter ein Schraubenkopf zu Tage, der allerdings nur aus 2mm Rand bestand
und in der Mitte hohl ist (Bei Schraubenköpfen war mir dieses bisher völlig unbekannt
).
Nun erklärt sich auch warum sich die Jeep-Schrauben am vorderen Ende so schnell abnutzen. Die "Chromfolie" ist etwas länger als der Hohlkopf, sodass darunter auf den ersten Millimetern keinerlei Material ist.
Nach dieser Erfahrung empfiehlt es sich also bei rund gedrehten verchromten Jeep-Schrauben zunächst die Umhüllung abzuschälen,
am besten mit einem Schraubenausdreher ein oder zwei Nummern größer (also SW20, 21) und dann mit einer 18er Stecknuss den Rest der Schraube
rauszudrehen. Wenn der Hohlkopf dann auch noch bröckelt dann Gute Nacht. Dann hilft wohl nur noch ausbohren.
Unglaublich. Was ein Pfusch. 


ps: Ich habe inzwischen alle Radschrauben durch Stahlschrauben von SCC ersetzt.