Man mag natürlich anderer Meinung sein.
Ich für meinen Teil finde aber, dass es einigermaßen unerheblich ist, wie man einen Wrangler nennt: Geländewagen, SUV, PKW, Nutzfahrzeug ... usw.
Ebenso sekundär empfinde ich, ob man meint, der Wrangler wäre ja nicht für die Strasse gedacht oder konstruiert.
Der Wrangler wurde - wie andere Fahrzeuge jedweder Zuordnung auch - einem genormten Crashtest unterzogen.
Und dabei hat er - auch im Vergleich zu den allermeisten anderen Fahrzeugen, die man höchst unterschiedlich in Kategorien einsortieren mag - relativ und absolut schlecht abgeschnitten.
Ist so.
Ich unterstelle auch weiterhin, dass niemand Jeep oder dem Wrangler etwas "böses" will. Nur wenn etwas schlecht ist, darf man es auch genau so benennen. Auch in einem Jeep-Forum. Auch gegenüber Mitgliedern, die "zufällig" einen solchen Wrangler besitzen.
Und wenn es so ist, dass jemand das schlechte Abschneiden auf einen - wie man schreibt - überproportional gewichteten Fußgängerschutz schiebt. Dann bitteschön. Meine eigene Meinung ist es nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht an mich alleine denke, sondern auch mal an Fußgänger. Ist nichts verkehrtes daran, wenn die Chancen dass der Fußgänger beim Zusammenprall mit einem anderen Fahrzeug größere Überlebenschancen hat. Sehe ich für mich so.
Das der Wrangler sicher kein typisches Vertreter-Auto ist und überwiegend auf (Fern-)straßen anzutreffen ist. Logo. Geschenkt.
Das der Wrangler, den ich auch als Geländewagen kategorisiere, aber - in hiesigen Breiten (und vermutlich auch über diese hinaus) primär abseits befestigter Straßen anzutreffen ist, verneine ich hingegen entschieden.
Von derjenigen Klientel, die sich in hiesigen Breiten einen Wrangler anschafft, tut dies bestenfalls nur zu einem kleinen Bruchteil deswegen, weil sie sich damit überwiegend im Gelände bewegen möchte oder gar muß.
Das Gros der hiesigen Kundschaft kauft sich den Wrangler aus sehr ähnlichen Gründen, wie auch ein "normales" SUV:
Chic, kerniges Image, hohe Sitzposition, Zugfahrzeug, besseres/längeres Vorwärtskommen unter winterlichen Bedingungen oder auf Feldwegen.
Die beim Wrangler durchaus signifikanten Geländefähigkeiten nimmt man dabei in den meisten Fällen sehr gerne "on top" auch noch mit. Man könnte, wenn es denn mal tatsächlich notwendig werden sollte. Gebraucht (im klassischen Sinn) werden sie aber nur in den allerwenigsten Fällen. Soviel Gelände gibt es bei uns gar nicht, dass man legal befahren dürfte. Und auf Truppenübungsplätzen oder Geländeparcours wird man den Wrangler zwar vergleichsweise öfter, hingegen aber auch zu 98% aus Hobby-und Spass-Gründen, denn aus einer Notwendigkeit heraus finden.
Somit bewegt sich der Wrangler weitaus überwiegend im normalen Straßenverkehr. Zusammen, mit Fahrzeugen jedweder Gattung. Zusammen auch mit Fußgängern. Konsequenterweise muß er sich dann auch gefallen lassen, mit (beispielweise) "normalen" SUV's verglichen zu werden. Ergebnis nunmehr wirklich hinlänglich besprochen, diskutiert und bekannt.