Infiziert wurde ich eigentlich schon 2002, als ich mit einem Landy durch Island gegurkt bin, über üble Pisten und Flüße. Vorallem die angenehm hohe Sitzposition blieb in Erinnerung und so wurde es zu Haus zunächst mal etwas Van-artiges, weil ich es satt hatte jedesmal aus dem BMW zu kriechen. SUV habe ich mich erstmal gar nicht getraut (und wollte es auch nicht bezahlen) und der SEAT Altea hatte je bereits die eine oder andere gewünschte Eigenschaft. Irgendwann wurde es dann doch ein Skoda Yeti und Allrad und mehr Platz unterm Kiel kamen dazu, was auf dem gelegentlichen Feldweg oder Wiese natürlich manchmal hilfreich ist. Haupargument ist allerdings der Winter, auch wenn die Klimaerwärmung manchmal weniger Schnee bringt haben wir hier immer noch genug und das ist bei unseren Bergen hier manchmal schon ein Faktor, wenn der Räumdienst nicht hinterher kommt. Wenn dann mal wieder der Verkehr auf der Autobahn zusammenbricht und man großräumig über 600m hohe Steigungen mit 15% ausweichen muß, weiß man wofür Allrad da ist. Ebenso wenn der ach so tolle ÖPNV mal wieder eingestellt wird, weil die Busse die Berge nicht hochkommen und man die bessere Hälfte mal wieder von und zum Bahnhof kutschieren darf.
Das es jetzt ein Jeep ist, ist eher Zufall, der Renegade war seinerzeit das attraktivste was an kleinen SUVs so da war. Und dank der Jeep-Community findet er auch dann und wann den Weg ins Gelände. Und sobald man da einmal Spaß dran gefunden hat schielt man wohl automatisch zum Wrangler. Der, neben den Offroad-Qualitäten, einfach auch nicht so rundgelutscht aussieht wie die aktuelle SUV-Klonarmee, die mittlerweile über die Straßen rollt. Da frage ich mich echt was die Leute reitet einen SUV mit Zweifüßler-Antrieb und tiefergelegt zu kaufen.
"Brauch" man nun so ein geländegäniges Fahrzeug? Sicher nicht (Förster und Jäger mal ausgenommen), aber manche Sachen sind zumindest auch im Alltag teilweise nützlich (Stichwort: Winter, hohe Bordsteine, von irren Verkehrsplanern aufgestellte Geschwindigkeitspoller, Feldwege ... Dinge die Ökomüslis in Städten mit subventioniertem ÖPNV nicht kennen).
Macht es Spaß? Auf jeden Fall! 