Die Geländefähigkeiten eines Autos kommen nicht von Schild vorne dran, sondern von harten Fakten wie Bodenfreiheit, Böschungswinkel und anderen Dingen. Von daher kommt jedes Auto genau soweit, wie es diese Parameter erlauben, und sei es ein Dacia Duster.
Jeep packt da je nach Modell und Ausführung vielleicht ein klein wenig mehr drauf als andere Hersteller vergleichbarer Modelle der gleichen Klasse und kommt da vielleicht ein paar Meterchen weiter. So hat beim SUV-Offroadtrainig mein Renegade des Gelumpe aus Opel Mokka und wie sie alle hießen klar übertroffen, mußte sich aber andererseits den anwesenden VW Amarok und Audi Q7 (mit Luftfederung) geschlagen geben, da die einfach höher vom Boden kommen. So what?
Jeep positioniert sich wie Landrover als Offroad-Profis, gibt seinen Fahrzeugen entsprechende Gene mit und bewirbt das auch so, also wird auch beim Verkäufer eine gewisse Erwartungshaltung geweckt, während der Audi entweder primär Potenzersatz auf der Autobahn bzw. Mamataxi suggeriert. Dementsprechend traut sich diese Klientel durchschnittlich weniger in den Matsch als der gemeine Jeep-Fahrer, unabhängig davon was das Auto tatsächlich kann. Und vielleicht hat ein Jeep auch ein paar durchdachte Details mehr an Bord als die Konkurrenz, weil sie genau das im Blick hatten. Aber das macht natürlich keinen Wrangler aus einem Renegade.
Davon abgesehen wissen die meisten gar nicht was ihr Fahrzeug kann, weil sie schon Schweißausbrüche bekommen sobald sie den Teer verlassen. Aber auch das ist markenunabhängig und viele wundern sich was tatsächlich geht. Auch ohne Allrad. Der gemeine Jeepler ist da nur vielleicht etwas forscher weil er mehr Vertrauen in sein Auto hat.
Ansonsten empfehle ich dem rauchenden Bär mal ein paar Promovideos von Jeep, wo sie (Grand) Cherokees und Renegades am Rubicon-Trail trietzen, es muß nicht immer ein Wrangler sein im Gelände (auch wenn der natürlich einiges einfacher macht).