Nachdem ich nun den ganzen Thread mehrfach gelesen habe möchte ich die Gelegenheit nutzen auch meinen "Senf" dazu zu geben.
Zuerst einmal freut es mich sehr, dass Frank das jetzt in einem separaten Thread macht - so müssen nicht andere Threads unnötig abdriften! ![]()
Dennoch ist mir bis jetzt nicht so 100%ig klar, um was es hier eigentlich geht. Das Thema lautet: "Jeep = Geländewagen? / Bin ich ein Ketzer?"
Dazu müsste zuerst geklärt werden, was ein Geländewagen denn nun eigentlich ist, bzw. ausmacht. Das ist aber irgendwie auch nicht so richtig erwünscht...
Die eigentliche Fragestellung scheint sich hieraus zu erklären:
Alles anzeigenEs gibt ein paar Threads (bspw. new-jeep-forum.de/thread/807-f…?postID=151656#post151656), bei denen - für mich - deutlich wird, dass es eine Vielzahl von Forenmitgliedern gibt, die - nur weil Sie das Jeep-Batch auf der Motorhaube haben - der Meinung sind, dass ihre jeweiligen Fahrzeuge - und sei es auch "nur" ein 4x2 - die ganz großen Geländegänger sind.
Dazu sage ich:
Das ist ziemlicher Quatsch. Oder, etwas gelinder ausgedrückt, das ist ziemlich vermessen.
Abgesehen vom kurzen Wrangler Rubicon und - leicht eingeschänkt - dem Rest der Wrangler-Familie, gehört die Mehrheit der restlichen Jeep-Familie der Gattung SUV an, wobei die Trailhawk-Versionen zugegebenermaßen mit - für ein SUV - überdurchschnittlichen Geländefähigkeiten herausstechen.
In der Gesamtheit sind es also nur relativ wenige Jeeps, bei denen eine gute Geländegängigkeit im Vordergrund steht. Der Rest sind "normale" SUV's, wie bspw. auch ein VW Tiguan, ein Hyundai Tucson oder ein Audi Q5 (dergleichen gäbe es noch viel mehr zu nennen).
Also offensichtlich stößt Du Dich Frank, an der Einschätzung einiger Besitzer, weil diese offensichtlich "ihre" jeweiligen Jeeps für leistungsfähiger halten als die Kfz anderer Hersteller. Das mag sein, ist vermutlich bei jeder Art von Fans irgendeines Produkts so und ist, glaube ich, ganz normal und eigentlich doch auch völlig harmlos.
Da wird dann wohl auch mal ein Renegade über einen Tiguan gestellt oder über einen Tucson im Bereich der Offroad-Eigenschaften. So what?
Aber ist das jetzt das ganze Problem???
Ich glaube verstanden zu haben, dass das hier eher das Problem ist:
Alles anzeigenUnd es ist ja offensichtlich, dass es ganz deutlich wirkt, dieses Marketing. Es wirkt eben nicht nur bei Wrangler-Eignern, sondern auch beim Renegade 4x2 (von der Stange)-Eigner, der sich gedanklich ganz in der Nähe des Wranglers mit seinen unbestritten guten Eigenschaften im Gelände sieht.
Das ist nicht schlimm.
Aber es ist unrealistisch, vielleicht auch vermessen.
Und es nervt (mich), wenn es immer öfters Beiträge gibt, die auf diesen "Traum" abzielen. Denn im Grunde ist es das in vielen Fällen: leider lediglich ein Traum, der nicht zu realisieren ist (bzw. andersrum: der sich mit einem Opel Mokka ebenso darstellen würde).
Hier würde ICH mir ein wenig mehr Realismus wünschen.
Die "nerven" die Aussagen einiger Forenmitglieder.
Eigentlich könntest Du die Leute doch reden und denken lassen, was sie wollen. Wie heißt es hier im Rheinland: Jeder Jeck ist anders. Also seis drum!
Wenn es dich aufregt oder nervt könntest Du das ganze auch ignorieren. Man muss doch auch nicht zu allem etwas sagen. Hier war mal einer der hat seinen Jeep tiefer gelegt. Bitte - wem es gefällt. Da muss ich doch auch nichts zu sagen...
Dann sagst Du ebenfalls, dass Du gewisse Aussagen als unrealistisch oder vermessen empfindest. Sind sie es das denn wirklich?
Es gibt eine ganze Reihe von Berichten, Videos, Tests die eindrucksvoll belegen, was auch ein "normaler" 4x4 Renegade/Compass/Cherokee zu leisten im Stande ist. So etwas gibt es von etlichen anderen "Lifestyle_SUV´s" in der Menge und Qualität nicht.
Es hat hier auch meines Wissens nie einer gesagt, dass er mit einem Renegade jeden Wrangler blass aussehen lässt. Es gibt aber genug Berichte und Belege, dass die "Kleinen" ganz gut mithalten können. Schau Dir die Videos auf Youtube an, einige sind hier auch im Forum verlinkt. Ich meine, dass das, was da so gezeigt wird, durchaus als beachtlich geländetauglich bezeichnet werden kann.
Und nochmal: Das kann durchaus auch bei anderen Marken (Mokka z.B.) der Fall sein, nur trifft man diese eben so gut wie nie in Offroad-Parks und auch sonst nicht im Gelände.
Das Jeep bei der Konstruktion da ganz offensichtlich ne Menge Energie reingesteckt hat, um ihren Ruf zu wahren, ist kein Geheimnis. Auch gut erkennbar an dem direkten Vergleich des Renegade zum Konzernbruder 500X. Da liegen Welten zwischen.
Es gibt hier aber auch Berichte, wo Mitglieder ihren Fahrzeugen, gerade bei Gewässern, zu viel zugemutet haben...
Also ich empfinde hier die Meinungen als durchaus ausgewogen und auch realistisch.
Aber irgendwie haben Dich ja auch die Ausführungen der anderen Mitglieder zur Frage ob Jeep ein Geländewagen ist oder nicht, nicht erreicht oder wieso machst Du den nächsten Schauplatz auf?
Alles anzeigenMit dem Begriff "Flussdurchquerung" - so glaube ich - kann man problemlos etwas anderes assozieren, als mit seinem Fahrzeug (welcher Provenienz auch immer) ein wassergefülltes Schlagloch, eine Pfütze oder vielleicht einen kleinen Bachlauf zu durchqueren. Meine ich.
Gehört es - hier im zivilisierten Deutschland - zu den Alltagskompetenzen auch eines Jeep, Flüsse zu durchqueren? Ich sage - ohne mich dabei allzuweit aus dem Fenster zu lehnen - nein.
Natürlich gibt es Leute, die ihr Fahrzeug für derartige "Abenteuer" entsprechend einkaufen und entsprechend aufrüsten. Wenn ich den Begriff "Abenteuer" dabei verwende, dann soll das nur assozieren, das dies - und das ist natürlich okay - zumeist absolut unnötig, aber dennoch durchaus gewollt ist (Stichwort: Offroad-Park). In den vergleichsweise wenigsten Fällen ist das eine Notwendigkeit, weil es (z.B.) der Beruf mit sich bringt.
Und - das schreibe ich jetzt als Naturliebhaber - laßt uns doch froh und glücklich sein, wenn Natur (abseits von ausgewiesenen Offroad-Parks) noch natürlich bleibt und man nicht auf Spaziergängen und Wanderungen von Leuten in ihren 4x4 umgeben ist, die - nur so aus Spaß - durch die Botanik pflügen, um ihre und die Grenzen ihres Fahrzeuges zu ergründen.
Auch die Tierwelt wird es danken.
Jetzt also der Naturschutz. Echt jetzt? Das ist mir jetzt persönlich argumentativ etwas zu tief in Klischeekiste gegriffen.
Aber eine andere Frage kann ich Dir vielleicht beantworten: Es gehört tatsächlich zu den Kompetenzen (m)eines Jeeps Gewässer zu durchfahren. Da gibt es, wie Du weißt, sogar vom Hersteller für jedes Modell eine exakte Angabe der Wattiefe.
Das mein Wagen die Kompetenz (Fähigkeit) hat dies schadlos zu überstehen, ist übrigens kein Muss, das zu tun. Genauso wie dir Fähigkeit 190km/h zu fahren. Muss ich aber nicht machen. Schon gar nicht da, wo es nicht erlaubt ist. Da schließt sich für mich auch der Kreis zu dem Naturschutzargument...
Also alles in allem lässt mich die ganze Diskussion (zum ersten Teil Deiner Frage) etwas ratlos zurück. Alle wesentlichen Argumente zur Frage wurden von @Dilldappe und @FranklinFlyer schon genannt. Du scheinst aber auch wirklich nicht diese Argumente zu akzeptieren oder Dich ihnen auch nur ein stückweit zu öffnen.
Manchmal scheint es mir so, als geht es hier eher um das Diskutieren, als um die Fragestellung an sich.
Dann bleibt der zweite Teil Deiner Frage. Der ist vielleicht etwas leichter zu beantworten. Da es sich ja hier nicht um eine kirchliche Fragestellung handelt, geht es laut Wikipedia in übertragender Bedeutung um "... jede Art von intellektueller Dissidenz oder Opposition gegen eine herrschende Lehre oder Konvention ohne besonderen Bezug zur kirchlichen und religiösen Sphäre (...)".
Ich kann, auch auf Grund der nicht geklärten ersten Frage, auch das nicht sicher beantworten. Eine herrschende Meinung in Bezug auf die Fragestellung kann ich nicht erkennen. Selbst Du unterscheidest ja innerhalb der Marke auch selber nach unterschiedlichen Jeep Modellen und ihren Fähigkeiten.
Also von daher Wage ich mal die vorsichtige Antwort: Du bist KEIN Ketzer! ![]()
Obwohl mich das Gefühl beschleicht, Du wärst ganz gerne einer...
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