Jeep und seine Besitzer... Es ist ein ewiges Drama.
Das gehört offenbar zu Jeep, wie der Allrad Antrieb.
Als Willys-Overlands Hauptaktionär, der Börsenspekulant Ward Canaday, 1953 in einer dummen und preislich absurden Aktion, Willys an seinen Kumpel, den Chef von Kaiser Motors verkaufte, fing es spätestens an.
Kaiser wollte nur seine eigene Verlust machende Autosparte finanziell auffangen und Willys machte mit den Jeeps Gute Gewinne. Kaiser war es auch, die Willys in Kaiser-Jeep umbenannten. Der bekannte Willys Name war damit für immer weg.
Als das nicht funktionierte, wurde Jeep 1969, wieder zu einem Spottpreis, an AMC verkauft. Die wussten schon eher was damit anzufangen und steigerten das Wachstum um sagenhafte 700%
Aber auch hier sollte der Jeep Gewinn vor allem die Verluste von AMC auffangen.
Ging wieder in die Hose.
Dann kaufte Renault sich ein - und wollte doch nur eigene Autos in den USA verkaufen.
Als das nicht funktionierte, wurde Jeep 1987 endgültig an Chrysler verkauft, die am Anfang vor allem ihrer Marke Dodge mit umgelabelten Wranglern und Cherokees ausstatten wollten. Absurd.
Was dann folgte ist bekannt.
Die Fusion mit Daimler...
Jeep galt bei Mercedes als der Opa den man nicht raus werfen will, weil alle ihn lieben, der aber nervt.
Man zwang sie zu Entwürfen von stinknormalen Autos, die zum Glück nie gebaut wurden (Naja... Compass 1)
Dann
Weltwirtschaftskrise.
Rettung durch den amerikanischen Steuerzahler. Aufspaltung. Chrysler und Fiat "fusionieren".
Auch das wird keine ewige Ehe sein.
Jeep war durch die Jahre fast immer Erfolgreich, aber eben zu klein um allein zu bestehen. Es gab zum Beispiel fast immer eine höhere Nachfrage als Jeep sie befriedigen konnte (bei neuen Modellen).
Richtig auf eigenen Füßen stand Jeep nur zu Willys Overland Zeiten und war damit in der Nachkriegszeit der viert größte Hersteller in den USA.
Da müsste man vielleicht wieder hin.
Huch.... Das wurde ja ein aufsatz.