Händler sind nicht entzückt über das neue Jeep Margensystem
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Ich bin mal gespannt, ob die jemals noch mal Ruhe in die Hütte bringen. Die sind doch wirklich immer am Streiten mit den Händlern. Alle Nase lang werden da Führungsköpfe ausgetauscht und jedem muss ein neuer Blösinn einfallen, um sich zu profilieren. Das kann so nichts werden, da müsste einfach mal Kontinuität rein, aber das kapieren sie nicht.
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Auf den eingangs verlinkten Bericht sind auf der Webseite nun ein paar Kommentare von betroffenen Händlern zu lesen, die einen wirklich nachdenklich stimmen. Was treiben die da eigentlich?
ZitatBei der außerordentlichen Sitzung des Verbandes in Fulda haben alle anwesenden Händler ein klares "Nein " zum neuen Jeep Händlervertrag abgegeben ! Die Händler, die dort vor Ort waren, bestimmen mehr als 80% des Gesamtabsatzes in Deutschland. Es geht der FCA nicht mehr um Partnerschaft mit Ihren Händlern. Ziel ist es mit den neuen Verträgen den Händlern zukünftig die Fahrzeuge auf die "Höfe" zu stellen. Darum ist der Bonus an Faktura des Monats & Quartalsziele ausgelegt. Offenbar will der der Hersteller so wenig wie möglich für das "VUP" Vertriebsunterstüzungsprorogramm ausgeben, jedoch der Druck aus Turin, Fahrzeuge zu Fakturien, geht halt nur mit der Änderung des bestehenden Vertrages. Alle Vertragshändler hoffen auf den baldigen Verkauf der FCA ,damit es mit der einst so legendären Marke "JEEP" wieder aufwärts geht. Das jetztige Desaster liegt zum großen Teil an Misswirtschaft von Managern der FCA ! In einer Partnerschaft hätte der Konzern im letzten Jahr locker 3000 Fahrzeuge bei Jeep mehr verkauft. Hier liegt nicht alles am Dieselkandal! Es wird jetzt schon mit Kündigungen gedroht, wenn der Händler die neuen Verträge nicht unterschreibt. Der Bericht verharmrlost die wirkliche Situation im Handel. So wird der Hersteller keine Steigerung von 13.390 Jeep auf über 24.000 schaffen !
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Meine große Hoffnung, mal wieder einen JEEP zu fahren, liegt ja auch darin das die Marke nicht mehr zu FCA gehört.
Zwar liegt das noch weit weg und wer es dann wird ist ja auch offen, aber FCA mit Kunden und Werkstätten in Deutschland umgeht ist nach meinen Erfahrungen unter aller Sau. -
Meine große Hoffnung, mal wieder einen JEEP zu fahren, liegt ja auch darin das die Marke nicht mehr zu FCA gehört.
Die Hoffnung wird man begraben können. S. M. hat erst vergangene Woche in Detroit klargestellt, dass die Marke Jeep nicht von FCA losgelöst wird. Wenn, dann müsste ein möglicher Investor FCA als Ganzes kaufen.
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Ja, ich weiß aktuell ist nichts erkennbar.
Umgekehrt ist leider auch nichts erkennbar, trotz angeblicher Zufriedenheitsoffensiven. -
Jeep und seine Besitzer... Es ist ein ewiges Drama.
Das gehört offenbar zu Jeep, wie der Allrad Antrieb.Als Willys-Overlands Hauptaktionär, der Börsenspekulant Ward Canaday, 1953 in einer dummen und preislich absurden Aktion, Willys an seinen Kumpel, den Chef von Kaiser Motors verkaufte, fing es spätestens an.
Kaiser wollte nur seine eigene Verlust machende Autosparte finanziell auffangen und Willys machte mit den Jeeps Gute Gewinne. Kaiser war es auch, die Willys in Kaiser-Jeep umbenannten. Der bekannte Willys Name war damit für immer weg.Als das nicht funktionierte, wurde Jeep 1969, wieder zu einem Spottpreis, an AMC verkauft. Die wussten schon eher was damit anzufangen und steigerten das Wachstum um sagenhafte 700%
Aber auch hier sollte der Jeep Gewinn vor allem die Verluste von AMC auffangen.
Ging wieder in die Hose.Dann kaufte Renault sich ein - und wollte doch nur eigene Autos in den USA verkaufen.
Als das nicht funktionierte, wurde Jeep 1987 endgültig an Chrysler verkauft, die am Anfang vor allem ihrer Marke Dodge mit umgelabelten Wranglern und Cherokees ausstatten wollten. Absurd.
Was dann folgte ist bekannt.
Die Fusion mit Daimler...Jeep galt bei Mercedes als der Opa den man nicht raus werfen will, weil alle ihn lieben, der aber nervt.
Man zwang sie zu Entwürfen von stinknormalen Autos, die zum Glück nie gebaut wurden (Naja... Compass 1)
Dann
Weltwirtschaftskrise.
Rettung durch den amerikanischen Steuerzahler. Aufspaltung. Chrysler und Fiat "fusionieren".
Auch das wird keine ewige Ehe sein.Jeep war durch die Jahre fast immer Erfolgreich, aber eben zu klein um allein zu bestehen. Es gab zum Beispiel fast immer eine höhere Nachfrage als Jeep sie befriedigen konnte (bei neuen Modellen).
Richtig auf eigenen Füßen stand Jeep nur zu Willys Overland Zeiten und war damit in der Nachkriegszeit der viert größte Hersteller in den USA.
Da müsste man vielleicht wieder hin.Huch.... Das wurde ja ein aufsatz.
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Huch.... Das wurde ja ein aufsatz.
... aber ein interessanter und gut zu lesender Aufsatz... Danke

Gruß Pete
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Gute JEEP-Geschichte Zusammenfassung.
Könnte als Extrabeitrag an zentraler Stelle im Forum angepinnt sein. -
Das würde ich dann aber lieber nochmal ordentlich machen. Dann gern

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Ist genau die richtige Leselänge für ein Forum! Bei geweckten Interesse, mehr dann im Onlinelexikon.
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Hat er gut gemacht
den AufsatzSpontan würde mir BMW kauft Jeep einfallen.
Die haben den Mini immer noch und da fahren genug von herum.Bin zwar kein BMW Fan aber was macht man nicht alles für seinen Liebling.
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Nach so einem tollen Bericht könnte ich mich fast wieder an einen (neues Modell) von Jeep "gewöhnen".........!
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