Ein Kumpel von mir fährt mittlerweile einen Tesla Modell S.
Über die Kosten schweigen wir mal ...
Die Fahrleistungen sind schon beeindruckend, so ein E-Motor geht gut ab.
Das Design ist Geschmackssache, mein Fall ist es nicht, außerdem mal wieder ein Beispiel wie ein an sich riesiges Auto (fast 5m lang) verdammt klein sein kann. Aber gut, das ist ein anderes Thema und hat nichts mit E-Antrieben zu tun.
Die Reichweite bei Tesla ist ja mit die beste überhaupt bei E-Autos und eigentlich ziemlich ordentlich, damit kann man an sich arbeiten, wenn man nicht grade grüner Umweltminister ist.
Hauptknackpunkt ist eigentlich das Nachladen. Mein Kumpel mogelt sich durch, da er auf der Arbeit an den Stecker an und vor der Haustür einen Autohof einen Tesla Supercharger hat, wo er kostenlos den Akku vollmachen kann. Aber wenns mal in die Niederungen des Alltags geht seht es wieder mau aus. Da haben wir vor der Pizza, wo unser Stammtisch ist, gleich 2 öffentliche Ladestationen. Also denkt sich der Herr E-Fahrer "Prima, direkt einen Parkplatz und laden!". Pustekuchen! Der passende Stecker war in der Steckersammlung im Kofferraum zwar dabei, aber der Stromkasten kannte nicht den Stromanbieter von meinem Kumpel und das Freischalten per App klappte auch nach verzweifelten Versuchen nicht -> ergo: kein Strom für den Tesla.
Ähnliche Geschichten liest man auch von Testberichten von Stromautos. Und so lange man irgendwo außerhalb seines normalen Aktionsradius unterwegs sein muß mit der Angst eine freie Steckdose zu finden, an der man dann auch noch Strom bekommt, so lange ist das System einfach nicht praxistauglich. Bestenfalls als Zweitwagen kann ich mir das dann in die Garage stellen, aber bei den Preisen ist das doch völlig utopisch. Wenn mehr E-Autos politisch gewollt sind, dann bitte auch eine gescheite Infrastruktur einführen, notfalls per Regulierungszwang. Aber soviel Hirn sucht man ja in Regierungskreisen vergeblich ... wir schaffen das schon. 