Das mit den höheren Abgaben auf US-Autos als umgekehrt stimmt allerdings. Ich glaube aber auch, daß Trump nicht wirklich die Zölle will, sondern eine Drohkulisse um dann einen "Deal" auszuhandeln, den er publikumswirksam feiern kann. Siehe aktuell China oder Nordkorea, erst viel Tamtam und dann wird verhandelt und stolz etwas präsentiert. Ist die Frage was da die beste Gegen-Taktik ist.
Daß Autos mittlerweile nicht mehr in einem Land gebaut werden sondern von überall in der Welt Teile zugeliefert werden ist keine sonderlich neue Erkenntnis, von daher wäre ja der Freihandel ein Gewinn für alle. Trumps Aktionen wirken so, als ob er seine alten Buddies, die ihn sicherlich erst zum Präsidenten gemacht haben, jetzt bedienen möchte. Kohle, Öl, Stahl und nun Autos, klingt ganz nach der alten Garde. Die hippen Internetfirmen aus dem Silicon Valley dagegen können ja eher nicht mit ihm. Zuletzt hat El Presidente sich dran abgearbeitet, daß die US-Post höhere Zustellgebühren für Amazon verlangen soll ...
Daß Autos in Deutschland auf wundersame Weise teurer sind als im Rest von Europa und der Welt ist ebenfalls nicht neu, nicht umsonst ist ja Re-Import ein großes Thema. Den Deutschen kann man es ja aus der Tasche ziehen. Oder auch eher nicht, welcher Privatmann kann sich hierzulande schon einen Neuwagen leisten, gar einen von einem bekannten deutschen Hersteller? Aber das Firmenleasing machts eben. Btw. kann man eben da bei Jeep gut was machen, da die verstärkt in den Firmenmarkt wollen, wie mir damals der Händler sagte. 