Für die nähere Zukunft: Diesel - Benziner - Hybrid - Elektro

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  • Habt ihr die Kommentare auch gelesen?


    Da ist einer dabei, da musste ich echt lachen. Ist ja erlaubt. Er holt sich einen Oldtimer, v8 Benziner

  • Er holt sich einen Oldtimer, v8 Benziner


    Damit kann ich leider nicht dienen, aber unser Audi TT Roadster Quattro ist immerhin nun auch schon 15 Jahre alt und hat einen Vierzylinder Turbobenziner mit 225 PS. Das wird dann unser "Öko-Gefährt" sein, um in die verbotenen Städte für Diesel < €6 einzufahren.
    Wenn es nicht so traurig wäre (vor allem für diejenigen die keine Alternative haben), müsste ich echt laut über diesen Treppenwitz der Geschichte lachen.


    Mal im Ernst, wenn man ein Verbot für alte Stinkegurken bis zu einem bestimmten Baujahr oder Euro-Klasse aussprechen würde, z.B. für Euro 3 oder 4 und kleiner, dann könnte man das Ganze ja noch nachvollziehen, aber Autos zu verbannen, die 1-2 Jahre alt oder ein bisschen Älter sind und als leuchtende Beispiele für ihre Abgasreinigung gefeiert und/oder gar begünstigt wurden, ist echt ein Hohn und ein ganz schlechter Witz.

    2015er Cherokee Limited, Vollausstattung, PRIVAT VERKAUFT am 7.11.2021!
    Ich war immer top-zufrieden mit unserem Indianer und bin ausschließlich aus Vernunftsgründen (extrem viele Kurzstrecken) auf ein 4-WD-E-Mobil umgestiegen, zumal ich nur Euro V hatte und nicht mehr in jede größere Stadt fahren durfte.


    Unser Neuer: Škoda Enyaq iV 80x Sportline (Voll-Elektrisch mit 4WD, 265 PS)
    Wallbox 11 kW von Elvi (NL), gespeist von einer eigenen PV-Anlage mit 10 kWp

  • Auf alle Fälle müssen sie jetzt bei Jeep reagieren und für den Cherokee MY 2018 eine passable Benziner-Motorisierung bringen. Wie das aussehen kann sieht man beim Stelvio. Oder, was mich bei Fiat auch nicht wundern würde, sie geben den Cherokee kampflos auf. Wundern würde es mich nicht, das wäre nicht das erste mal.



    Der 4-Zylinder-Tubo-DI vom Stelvio würde - vielleicht - zu einen "normalen" Cherokee passen.


    Zu einem Trailhawk eher nicht. Der Trailhawk bräuchte schon einen Benziner ohne jegliches Turboloch, der sich ganz von unten heraus fein dosieren läßt. Dazu wäre das Stelvio-Derivat voraussichtlich nicht prädestiniert. Vielleicht einen auf 2,8l verkleinerten Pentastar, angereichert mit Direkteinspritzung und Softturbo. Das Ganze mit 285 - 290 PS und mindest. 360 Nm bei einer Drehzahl, die zumindest 500 U/min unterhalb der aktuellen Drehzahl liegt.


    Aber vielleicht läßt man ja zukünftig den Cherokee Trailhawk weg?

  • Verkleinerung der 6 Zylinder ist doch gar nicht erforderlich. Es gibt heute schon so viele Motorenhersteller - auch amerikanischer Firmen - die mit Zylinderabschaltung arbeiten. Damit steht bei Bedarf das Drehmoment eines großen Saugers zur Verfügung und wenn die Leistung nicht gefordert ist, segelt man in Verkehr mit ein paar weniger antreibenden Zylindern mit.


    Die Zulassungszahlen zeigen übrigens - der Diesel ist bestimmt noch eine gute Alternative!


    Gruß Pete

    gesendet von Pete

    My Omaha Orange
    new-jeep-forum.de/gallery/image/1065/
    Jeep Renegade Trailhawk 2,0 D mit 170 PS und 9 Gangstufen Automatik, Omaha Orange, ROLA Dachkorb Sandbleche + Bergegeschirr nach Lage. Trekfinder Federn (plus 3cm), Spurplatten 5mm, AT-Reifen 225/65 R 17, Zusatzscheinwerfer vorne / hinten am Dachkorb, Reserverad "on top".

  • Bei den derzeitigen Diskussionen über die NOx und Co2 Emissionen von Verbrennungsmotoren wird leider immer übersehen, dass man beim Kauf eines Elektroautos wie z.B. des Tesla S gut 20.000 € extra für Elektroschrott ausgibt. Denn nichts anders sind die verwendeten Speicherakkus nach Ablauf ihrer Lebenszeit, diese können dann nur für teures Geld entsorgt werden. Die derzeit angewandte Stromspeichertechnik ist sowohl was deren Produktion als auch deren Entsorgung anbetrifft auch stark umweltbelastend. Ein umweltschonendes Recycling hier vor Ort wird aus Kostengründen mit Sicherheit nicht erfolgen, stattdessen wird dann auch dieser Elektroschrott wie bereits jetzt bei anderen Geräten in den Staaten der sogenannten dritten Welt unter extremen gesundheitssschädlichen und umweltzerstörenden Bedingungen "aufgearbeitet". Die Umweltbelastung, die von dieser vermeintlich sauberen Techmologie ausgeht, wird einfach exportiert und das grüne Deutschland hat ein sauberes Gewissen, weil der Diesel ja hier nicht mehr in die Städte hinein darf.

  • Danke Doc Watson, da hast Du mir aus der Seele geschrieben. Und nicht zu vergessen, die Umweltbelastungen bei der Akku-Herstellung. Die Gesamt-Ökobilanz der Elektrofahrzeuge ist zur Zeit noch verheerend. Aber das spielt sich ja meistens weit weg von unseren schönen grünen Städten ab.

    2015er Cherokee Limited, Vollausstattung, PRIVAT VERKAUFT am 7.11.2021!
    Ich war immer top-zufrieden mit unserem Indianer und bin ausschließlich aus Vernunftsgründen (extrem viele Kurzstrecken) auf ein 4-WD-E-Mobil umgestiegen, zumal ich nur Euro V hatte und nicht mehr in jede größere Stadt fahren durfte.


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  • Bedingungen "aufgearbeitet"



    "aufgearbeitet".... Du meinst untergearbeitet, also unter die Erde. .... wenn überhaupt. Meist auf irgendeiner Halde deponiert für die Ewigkeit. (Oder trennen die da nun tatsächlich bereits unseren Giftmüll???? Das wäre eine Riesensauerei :cursing: )


    Daher warte ich noch etwas ab, was sich wohl durchsetzen wird. Ich baue darauf, dass erst mal alle die wollen und (finanziell) können, sich Akku-Autos kaufen. Und wenn diese ca. 10 % der Bevölkerung dann gesättigt sind, dann wünsche ich mir, dass die deutschen Automobilhersteller kommen und sagen "Eyyy, wir hatte da mal was ganz Tolles entwickelt - kannste nun kaufen" und die Brennstoffzelle als Lösung für die restlichen 90 % präsentieren. Also eine sequentielle Win-Win-Situation. Erst den Gewinn mit den einen machen, danach dann mit den anderen.


    (Da ich beim besten Willen nicht weiß, wie ich ein Akku-Auto laden kann, wäre für mich alleine die Brennstoffzelle eine praktikable Lösung. Alternativ müsste jemand das WLAN-Ladegerät erfinden, damit ich mein Auto auf einem 08/15 Stellplatz vor der Wohnanlage ohne Steckdose per Funk laden kann. Und dieses Problem haben Millionen Autofahrer, die kein eigenes Haus haben, bei dem sie selbst einfach mal etwas Strom in die Garage legen.)

  • Wie sagte doch schon ein weiser Techniker?
    Hybriiieeed is schiieeet!

    Nichts was Jemand vor dem Wort 'Aber' sagt zählt wirklich!
    Die zwei häufigsten Elemente im Universum sind Wasserstoff und Blödheit.
    Sic semper tyrannis
    Waffen für den Frieden ist wie Poppen für die Keuschheit!

    Glaube ist die Wissenschaft, die mit Wissen Leiden schafft!

  • Danke für den Beitrag. Die meisten vergessen diesen Ansatz der Gewinnung und Entsorgung von dem Elektro"Schrott". Zur Zeit kämpft die Dritte Welt doch schon mit unseren alten handy's. Gab mal einen Bericht auf ZDF. Erschreckend.


    Städte zu entlasten? Tja, sicherlich nicht mit Elektroautos. Denn hier kônnen die wenigsten ihr Auto komfortabel aufladen. Außer mit WLAN :rotfl:
    Peter, das ist eine Marktlücke.

  • Die Frage ist nicht wie "sauber" ist mein Elektrofahrzeug, sondern wie wird die Energie erzeugt die ich zum Betreiben eines solchen Fahrzeugs benötige!?


    Jede Form der Energieumwandlung, sei es aus Wasser- oder Windkraft/Photovoltaik/chemische Prozesse, beinhaltet einen Verlust (Wirkungsgrad).
    Wie effizient ist der Transport von der Erzeugung zum Verbraucher?
    Nutzt man eine zentrale oder dezentrale Energieerzeugung?


    Und bei Hybrid-Fahrzeugen muss man sich fragen:
    - Frisst das Mehrgewicht den Nutzen-/Wirkungsgrad wieder auf?
    - Ist das Mehr an Technik mehr Störquelle als nützlich?
    - Wie viel verteuert das Mehr an Technik das Fahrzeug?
    - Ist es nicht sinnvoller verschiedene, getrennte, Antriebskonzepte für die unterschiedlichen Entfernungen zu nutzen (Kurz-, Mittel- und Langstrecke)?


    Pauschal in den Raum zu werfen DAS ist jetzt DER Antrieb mit dem ich alles erschlage funktioniert nicht!

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  • Peter, das ist eine Marktlücke.


    Und seeeehr Nobelpreis verdächtig.

    2015er Cherokee Limited, Vollausstattung, PRIVAT VERKAUFT am 7.11.2021!
    Ich war immer top-zufrieden mit unserem Indianer und bin ausschließlich aus Vernunftsgründen (extrem viele Kurzstrecken) auf ein 4-WD-E-Mobil umgestiegen, zumal ich nur Euro V hatte und nicht mehr in jede größere Stadt fahren durfte.


    Unser Neuer: Škoda Enyaq iV 80x Sportline (Voll-Elektrisch mit 4WD, 265 PS)
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  • Naja, wie Viele wissen, haben wir bzw. meine Frau seit Ende Januar so ein Hybrid-Auto - konkret den Auris von Toyota.


    Also wir sind sehr zufrieden mit diesem Auto, denn die Frage der Antriebstechnik war uns gar nicht so wichtig.
    Wir wollten ein Fahrzeug haben, was vorwiegend im Stadt- und umliegenden Landkreis-Verkehr eingesetzt wird, dabei günstige Verbrauchswerte erzielt, richtig schick aussieht, mit einer sehr guten Ausstattung und vor allem auch mit einem guten Hauspreis angeboten wurde....!
    Zusätzlich sollte man unseren/ihren 12-Jahre alten 5er Golf gut in Zahlung nehmen.


    Alles hatte man uns bei Toyota geboten = eben so ein Fahrzeug, mit dem wir z.Z. im Schnitt bei 5,3 l vorwiegend Stadtverkehr liegen.
    Gegenüber den rund 10 l beim Golf ist das wirklich gut....!


    Also haben wir uns für einen Hybrid entschieden und glauben, eine gute Wahl getroffen zu haben.

    - seit 08/2012 SUV-Fahrer -
    - ab 06/2014 mehrere Jeeps (Cherokee und Grand Cherokee) in Folge -
    - seit Ende 06/2017 ein 280 PS-SUV von Alfa

  • Ist es nicht sinnvoller verschiedene, getrennte, Antriebskonzepte für die unterschiedlichen Entfernungen zu nutzen (Kurz-, Mittel- und Langstrecke)?

    Definitiv NEIN! Wenn ich mir irgendwann mal 3 Autos kaufen, um den Bedarf zu decken, den ich aktuell mit einem Auto schaffe, haben wir irgendwas ganz böse verkehrt gemacht. Schlechtreden, bzw. schreiben, kann man alles. Aber die Hybriden von Toyota sind definitiv nicht shit!

  • shit oder nicht shit ist eigentlich nicht die Frage.
    Es geht meiner Meinung darum, ob ein (jetzt gepriesener) Doppelantrieb = Hybrid eine zukunftsfähige Lösung darstellt. Ich sehe das nicht. Entweder die E-Mobilität kommt durchschlagend, wie es die Politik, wenn auch reichlich unwissend, propagiert, dann muß kein Benzinmotor mehr mitgeschleppt werden. Oder die E-Mobilität scheitert an der nötigen Infrastruktur, dann wird der Verbrennungsmotor weiter werkeln, mit Reinigungsmodifizierungen, bis etwas ganz anderes, siehe oben Brennstoffzelle, kommt.


    Fortbewegung ohne Umweltbelastung wird es nie geben. Selbst Pferdeäpfel waren nach heutigem Stand schädlich.


    Eine andere Frage ist, wie wir die erwähnten Kurz-, Mittel- und Langstrecken organisieren. Da ist noch Luft nach oben, Fahrrad/Pedelec, ÖPNV, Bahn, Carsharing.

    Renni räumt den Magen auf 8)
    JEEP Renegade MY 16 Limited 2.0l MultiJet 6MT (140 PS), Granite crystal metallic, Technologie-Paket, Sichtpaket, Uconnect Live 6,5", Alarmanlage, Heizdrähte Frontscheibe, Audio 9 + Subwoofer
    Rollwohnung LAIKA X595 R, Ducato MY 2013 MultiJet 130

  • Es ist m.E. absolut unsinnig auf der Langstrecke den gesamten unnützen Ballast, eines Hybridantriebs, mit mir rum zu schleppen.
    Egal ob das Toyota-Konzept funktioniert. oder nicht.


    Zu berücksichtigen ist auch die Wartungsanfälligkeit und der irrsinnige elektronische Aufwand den ich betreiben muss um zwei, oder mehrere Antriebskonzepte,
    unter einen Hut zu bekommen (ggf. potenzieren sich mögliche Fehlerquellen).
    Der Kunde will nat. immer ein ausgereiftes Produkt das für ihn im Hintergrund alles managed - und das dauerhaft und störungsfrei.


    Für die Mittelstrecke (50-100Km) sind Elektrofahrzeuge ganz sicher die beste Alternative und durchaus ausgereift, nur aber für den Kunden viel zu teuer.
    Und die Konzepte für die Stromspeicher lassen sich deutsche Auto-Monopolisten fürstlich bezahlen.


    Technisch gesehen ist es unsinnig aus einem Treibstoff mittels Verbrennungsmaschine eine lineare Bewegungsenergie zu erzeugen, diese wiederum in eine rotatorisch Bewegung
    und daraus elektrische Energie .... alles mit irrwitzigen Verlusten behaftet.


    Die Brennstoffzelle macht hier vieles Richtig, direkt aus einem Energieträger in die benötigte elektrische Energie zu wandeln.
    Allerdings spuckt das unserer monopolbehafteten Automobilindustrie in die Suppe, und darum haben die so gar kein Interesse daran irgend was zu ändern.
    Dann wird lieber mit Aktionismus Hybrid getrickt (ich meine jetzt nicht Toyota) um der Öffentlichkeit zu zeigen "wir könnten auch sauber".


    Aber ja, es gibt auch Hybrid-Antriebe (Diesel-Elektrisch) die funktionieren, aber eben in ganz anderen Größenordnungen (Schiffs- und Lokomotiv-Antriebe z.B.)
    Hier werden energetisch effiziente Antriebe gekoppelt und der maximal mögliche Wirkungsgrad ausgeschöpft - aber eben immer bei gleichbleibender Energieabgabe, immer im optimalen Wirkungsgrad.
    Das funktioniert bei Kraftfahrzeugen nur bedingt oder gar nicht.


    Darum ist Hybrid "unklug" und der völlig falsche Ansatz für Personenkraftwagen.

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  • Du magst sicher recht haben, will nichts davon in Abrede stellen....!


    Aber eine Sache ist auch fakt - wo ich z.B. gestern gegen 20 Uhr noch mal schnell zu unserer REWE musste, habe ich den Auris genommen.
    Es ist schon eine feine Sache, wenn ich nach dem Starten im Batteriemodus ganz leise aus der Garage rausgesummt bin.
    Erst danach hat er auf Otto umgeschalten und im bergabschüssigen Fahren mit dem Laden der Batterie begonnen.


    Das Fahren mit diesem Auto macht mir (und vor allem der Besitzerin = meine Frau) wirklich viel Spaß - und das war erst einmal das Hauptargument für die Anschaffung so eines Fahrzeuges.


    Und was auch entscheidend war, dass wir neben dem sehr guten Hauspreisangebot und der guten Inzahlungnahme unseres/ihres Golfs nochmals extra 3000 € Toyota-Hybrid-Prämie bekommen haben und 4 Jahre Garantie (wobei wir ein Jahr dazukaufen mussten).!

    - seit 08/2012 SUV-Fahrer -
    - ab 06/2014 mehrere Jeeps (Cherokee und Grand Cherokee) in Folge -
    - seit Ende 06/2017 ein 280 PS-SUV von Alfa

  • Ich will Euch Euren Spaß doch nicht nehmen, das würde mir niemals einfallen!


    Es geht ja hier um die zukünftige Betrachtungsweise, und da ist das Konzept Hybrid schlicht der falsche Weg.


    Wir müssten ganz weg von den Verbrennungsmaschinen, die eine lineare Bewegung erzeugen, welche dann in eine rotatorische gewandelt werden muss,
    dazwischen geschaltet ein mit Wirkungsgrad behafteten Getriebe, und all den kleinen Elementen, bis die Energie auf die Straße gelangt, die alle dazu beitragen das
    die Effizienz irgend wo bei 10-15% angekommen ist.


    Erst mal weg mit dem ganzen unnützen Verbrauchern (Getriebe, Vorgelege, Kupplung etc.) und übrig bleibt?
    Richtig, ein hoch effizienter Elektromotor!


    Was fehlt?
    Richtig, ein schnell ladefähiger Energiespeicher - oder ein Energiemedium was ich ungefährlich mit führen kann.


    So, die Rahmenbedingungen sind gesteckt - jetzt geht's an die Umsetzung.

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  • ein schnell ladefähiger Energiespeicher


    Diesen Speicher sehe ich im Wasserstoff für die Brennstoffzelle.
    In München gibt es sowas Ähnliches wie car2go von Linde (BeeZero) mit Brennstoffzellen-Hyundais i35. Irgendwann probier ich da mal einen aus.
    Es fehlen nur noch Tanksäulen in der Fläche. Der Tankvorgang selbst dauert wohl auch nur paar Minuten, wie mit Autogas.

  • Zitat

    Die Brennstoffzelle macht hier vieles Richtig, direkt aus einem Energieträger in die benötigte elektrische Energie zu wandeln.

    Grundsätzlich sehe ich das genauso. Fahrzeug mit Elektroantrieb sind nur sinnvoll und effizient, wenn die Stromerzeugung direkt im PKW mit einer Brennstofzelle erfolgt. Ein Weg, an dem Daimler über ein Jahrzehnt mit richtig viel Geld geforscht hat, aber leider ist daraus nie ein marktfähiges Fahrzeug entstanden. Vor allem auch, weil die Fahrzeuge ungefähr die gleiche Reichweite habenn wie die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren und daher die bestehende Tank- Infrastruktur nur ergänzt werden müsste. Aber wie bei den Akku-bestückten Elektroautos, macht auch die Brennstoffzelle nur einen Sinn, wenn zur Herstellung des Wasserstoffs der Strom nur aus regenerativen Quellen stammt.


    Hier einmal ein kleines Gedankenspiel, welches vielleicht aufzeigt,
    wie schwierig der Weg ist und dass so manche schnell gemachte Forderung im
    politischen (grünen) Raum einem Realitätscheck
    nicht immer standhalten kann.



    Ein mit einer Brennstoffzelle als Energieerzeuger
    ausgerüsteter PKW benötigt im Moment ca 1 kg Wasserstoff pro 100km (z.B. Hyundai
    ix 35 fuel cell ca 0,95 kg).



    Die Erzeugung von 1 Kg Wasserstoff benötigt im
    Elektrolyseverfahren ca 55kw/h (bei einem Wirkungsgrad von ca 70 %) (Quelle: cleanenergypartnership.de/faq)
    .



    Der PKW- Bestand in D beträgt (laut statista.com) 45,8 Mio,
    bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 14.000 km pro Jahr (Daten von
    2012) sind das gut 640 Mrd Kilometer die in D zugelassene PKW pro Jahr fahren.



    Für diese Fahrleistung würden dann ca 6,4 Mrd kg Wasserstoff
    benötigt werden.




    Zur Erzeugung dieser Menge benötigt man (s.o.) 352 Mrd KWh
    = 352 Mio MWh = 352 Terawattstunden (TWh) (6,4 Mrd kg Wasserstoff x
    55kw/H)



    Die Energieerzeugung in deutschen Windkraftanlagen betrug in 2015 knapp
    80 TWh (statista), die aus Photovoltaik ca 40 TWh (fraunhofer Institut), die aus
    Wasserkraft 5 TWh, die aus Biomasse 7 TWh also zusammen 132 TWh.



    Das bedeutet, dass der gegenwärtige Bestand an Anlagen zur
    Erzeugung regenerativer Energien noch um den Faktor 2,5 wachsen müsste, um allein
    den notwendigen Energiebedarf für die Erzeugung von Wasserstoff für die PKWs zu
    decken!


    Wer die bereits jetzt bestehenden Konflikte z.B. um den Bau von OnShore
    –Windkraftanlagen oder Wasserkraftanlagen kennt, weiß, dass dieses Ziel
    allenfalls langfristig erreichbar ist. Die besten und effizientesten Standorte
    sind längst in Nutzung, die Kritik der Menschen an der „Verspargelung“ der Landschaft allenthalben vorhanden. Und
    selbst wenn es gelingen sollte, dann liefe der PC, der Kühlschrank, der
    Fernseher wieder mit Strom aus Braunkohle und Tablet und Handy würden wieder
    mit Strom aus Kernkraftwerken betrieben. Denn der Anteil der regenerativen
    Energien am Gesamtstrombedarf betrug 2016 mit gut 130 TWh nur ca 32%!



    Übrigens gilt die Energieberechnung
    auch für die als Zukunftslösung angepriesenen mit Speicherakku betriebenen
    Elektrofahrzeuge, nur dass diese wegen der eher schlechten Effizienz noch einen
    wesentlich höheren Strombedarf hätten, der dazu führt, dass jedes Dach in D mit
    Solarzellen und jede halbwegs freie Fläche auf dem Berg oder im Tal mit
    Windkraftanlagen bebaut werden müsste.



    Selbst bei technischen basierten Effizienzgewinnen im
    Fahrzeugbau und im Energieanlagenbau
    oder konsequentem Repowering von Windkraftanlagen dürfte es noch ein langer Weg
    sein, bis der Energiebedarf durch regenerative Energien gedeckt werden kann,
    vor dem Jahr 2050 dürfte dies kaum möglich sein. In den nächsten 25 Jahren
    dürfte der klassische Verbrennungsmotor daher weiter eine zentrale Rolle in der
    individuellen Mobilität einnehmen, daran werden auch politische Beschlüsse zum
    Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030 nichts ändern.
    Meine Daten habe ich aus frei zugänglichen Quellen per Internetrecherche gewonnen, Mängel und Ungenauigkeiten sind nicht ausgeschlossen.

  • Klasse Recherche, Dr. Watson! :023:


    Ich denke auch, dass sehr viel in Sachen "Weg vom Verbrenner" auf absehbare Zeit noch Theorie und/oder Wunschdenken ist.


    Bedeutet nicht, dass mal Anfänge gemacht werden müssen, aber die Umsetzung wird noch viel, viel Zeit in Anspruch nehmen.


    Augenblicklich ist es noch - vergleichsweise - "leicht", E-Fahrzeuge mit immer besser werdenden Reichweiten auf den Markt zu bringen.


    Aber das komplette "Drumherum" (Infrastruktur, Energieerzeugung) wird ungleich mehr Gehirnschmalz und - vor allen Dingen - Zeit in Anspruch nehmen, bevor der Generalangriff auf den Verbrenner in nennenswertem Umfang glücken könnte.


    Das wird natürlich nicht "auf einen Schlag" passieren, sondern es wird ein langer Prozess sein.


    Dieser lange Prozess (30+ Jahre) würde es auch ermöglichen, dass sich die Industrie mit den entsprechenden Arbeitsplätzen daran anpassen könnte.


    In diesem Kontext halte ich auch reine E-Fahrzeuge (mit Speichermedium Batterie) als die "zweitbeste" Lösung. Mehr verspreche ich mir vom Thema Wasserstoff/Brennstoffzelle. Auch hier ist die Zukunft schon auf dem Markt erhältlich: Toyota Mirai.


    Während aber die Elektromobilität in aller Munde ist, hört man zum Thema Wasserstoff/Brenstoffzelle ungleich weniger.

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