Beiträge von Chief

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Feiertag?

    Ich werde den Wartungshinweis und somit Ausfall meines Totwinkelwarners monieren. Nahezu gleichzeitig fing auch mein Kilometerstand an zu blinken. Das muss in diesem Zusammenhang auch behoben werden, vielleicht hängt es ja auch miteinander zusammen?

    Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung für dieses Forum, Deine Vorstellung und Deine gute Bestellung. Als ehemaliger BMW-Fahrer können meine ersten Eindrücke für Dich von besonderem Interesse sein, da dies quasi meine Vergleichsfahrzeuge sind und Dein Neuer ist meinem bis auf die Farbe auch sehr ähnlich. Naja, sogar die Farbe ist ähnlich.
    Also, herzlich willkommen aus der Wetterau in Hessen, kurzweilige Wartezeit (ich empfehle hier unzählige Test- und Vorstellungsvideos auf YouTube sowie die Bedienungsanleitung als pdf um die Wartezeit zu überbrücken und sich bereits einzulesen) und viel Freude mit Deinem neuen Indianer, wenn er denn endlich da ist, sowie allzeit gute Fahrt.

    Naja, kommt scheinbar darauf an, wer näher bei der Kamera steht. ;)
    Ich hätte das Foto aber nicht vs. (versus = gegen) sondern "mit" unterschrieben.
    Wir sind doch hier zusammen - und nicht gegeneinander.
    Kleiner Scherz am Rande. Ich weiß ja, wie es gemeint ist.

    P.11 hat zu den gestellten Fragen eigentlich alles gesagt. Genau so ist es. Der Terrain-Select Schalter verändert (natürlich auch während der Fahrt, also im D-Modus) etliche Mappings bei Motor, Getriebe, dem Allradantrieb und den fahraktiven Assistenzsystemen; je nach Wahl.
    Abgesehen von den verschiedenen Allradmodi (bei BMW xDrive gibt es nur einen einzigen elektronisch geregelten) ist der Schalter so ähnlich, wie der Fahrerlebnisschalter bei BMW. Da gab es auch eine Sport-Stellung und das Auto wurde giftiger, aggressiver als im Normalmodus. Weiterhin gab es Komfort (das ist der Standard) und einen Öko-Modus.
    Beim Cherokee ist der Normalmodus in etwa so, wie es der Ökomodus (mit über 200 PS) aus Bayern war, zumindest wenn man mit dem Gaspedal sanft umgeht. Wer also den Cherokee, entgegen seiner eigentlichen Bestimmung, sportlicher herannehmen will, sollte generell etwas beherzter aufs Gas treten und /oder auf Sport stellen, wenn ihn der höhere Verbrauch nicht stört. Somit ist auch der TS-Button ein durchaus diese Bezeichnung verdienender Fahrerlebnisschalter. Ob auf der Bahn oder im Matsch. Das unterscheidet uns von den vielen Salon-SUV, die fast alle nur Straße können; mehr oder weniger gut.


    PS. Und herzlichen Dank schon einmal, für die positiven Bewertungen und Danke für meinen ErFAHRungsbericht. Und ich kann jedem schriftlich geben:
    Wenn es nicht so gewesen wäre, hätte ich es nicht (so positiv) geschrieben. Die Eindrücke meiner Frau, in diesem Fall als Beifahrerin, sind ebenso positiv,
    obwohl sie anfangs Bedenken wegen der fehlenden Lordosenstütze hatte. Auch das Fehlen der elektrischen Sitzverstellung hat sich relativiert. Ungeübte Beifahrer
    kommen mit der manuellen Verstellung wesentlich besser zurecht, als mit dem "Sitzcomputer" der elektr. Komfortsitze, wie wir sie vorher hatten. Also Memory-Sitz-
    Verstellung beim Beifahrersitz ist überflüssig wie ein Kropf. Es sei denn, der Fahrer hätte ständig welchselnde Mitfahrer(innen), die irgendwie trotzdem immer die
    Gleichen sind. Auch meine Frau, die sonst auf die Komfortsitze schwor, hat sich pudelwohl gefühlt.

    @ p.11 Den normalen Warnton für den Totwinkelassistenten hatte ich natürlich auch aus. Ich mag ebenfalls keine ständigen Geräusche im Auto. Den Warnton den ich meinte ist der, der entsteht, wenn etwas nicht stimmt. In diesem Fall mit dem Totwinkelassistenten. Der hat angeblich Wartungsbedarf; und das bei bereits ca. 500 km. ???
    Die Sensoren habe ich natürlich vorsorglich mal abgewischt, aber daran lag es nicht. Auch das Blinken des Kilometerstandes zeigt an, dass da wohl was mit der Elektronik nicht 100%ig ist.
    Und Danke für den Tipp mit dem ESP. Soweit habe ich gar nicht gedacht.

    Leider komme ich nicht mehr an den Ursprungsartikel dran, um etwas anzufügen. Deshalb einen weiteren Nachtrag.
    Das "Wobbeln" war auf unserer fast 1000 km Fahrt auch kein Thema. Ich habe zwei Mal dieses Gefühl in sehr milder Form gespürt. Immer nur beim Anfahren aus dem Stand. Ich kann es aber nicht eindeutig zuordnen, da ich es nicht vollends empfunden habe. Kann auch Einbildung sein. Also dieses deutliche Gefühl, das ich anfangs ein paar Mal beim Anfahren gespürt habe, war es nicht (mehr).

    Vielleicht noch eine Anmerkung zum Schaltverhalten. Wie beschrieben, gibt es über das Getriebe nichts zu klagen. Es läuft etwas untertouriger als ich das von BMW gewohnt war und auch die Kickdowns kommen nicht so heftig, wie ich das kannte. BMW hat ja auch noch die Besonderheit, dass man einen Widerstand überwinden muss, bevor man das Gas bei Eff. Dynamic Fahrzeugen durchtreten kann, was - je nach momentaner Drehzahl - ebenfalls noch mal ein Zurückschalten auslösen kann. Das gibt es bei Jeep natürlich so nicht. Man muss schon beherzt drauftreten, wenn man sicher sein will, dass das Auto auch zurückschaltet. Aber wenn ich "sportlich" unterwegs sein will, würde ich ohnehin die Sporteinstellung empfehlen, da dann auch mehr Kraft auf die Hinterachse geht und man dadurch noch ein sportlicheres Feeling bekommt.
    Dass dann der Verbrauch steigt ist ebenso normal, wie dass das ESP deaktiviert oder zumindest teil-deaktiviert wird. Das sollte man wissen.
    Aber das vielgelesene Phänomen, dass das Getriebe Gedenksekunden habe oder erst verschiedene Gänge gesucht bzw. ausprobiert hätte, kann ich absolut nicht bestätigen. Das mag vll. bei vorhergehenden Softwareversionen der Fall gewesen sein. Davon war jetzt aber absolut nichts zu spüren und ich konnte außer den beschriebenen keine nennenswerten Unterschiede zur 8-Gang-Variante in meinen BMWs feststellen. Alles gut - um nicht zu sagen: bestens!


    Diese beschriebenen Erfahrungen habe ich alle auf trockener oder feuchter, kurzzeitig auch richtig nasser, Fahrbahn gemacht. Im Gelände war ich mit dem Auto noch nicht und habe es freiwillig, außer auf befestigten Feld- und Waldwegen, auch nicht vor. Als Reise-SUV kann ich den Cherokee aber uneingeschränkt empfehlen. Vielleicht in diesem Zusammenhang noch der Hinweis, dass ich 1,86 m groß bin und gut dreistellig wiege (ohne richtig fett zu sein).
    Aber meine Ansprüche an Platz, Headroom und Sitze sind schon überdurchschnittlich und ich bin froh, da ich gerne auch etwas höher sitze, kein Panoramadach zu haben, da mir sonst vielleicht der Himmel auf den Kopf gefallen wäre.

    Hallo Leute, Mensch, ich muss echt auf die Euphoriebremse treten, um nicht unglaubwürdig zu werden.
    Wir sind zurück von unserem Pfingsttrip in den Süden der Republik. Zirka 1100 km am Stück unterwegs, davon rund 950 auf der Autobahn und ca. 150 auf Bundestraßen und im Stadtverkehr. Stand auf dem Tacho sind jetzt zirka 1.500 km. Sowohl Motor, als auch Getriebe sollten jetzt eingefahren sein.
    Um es vorweg zu nehmen: ich bin restlos begeistert.
    Meine letzten Autos zuvor waren ein X5 E53, ein X5 E70, ein 5er GT und eine 5er Limo, immer mit xDrive und bis auf den 525 D (2 l Diesel BiTurbo) alle 3 l Sechszylinder Diesel, die letzten beiden Autos mit dem ZF-Achtgangautomaten. Ich weiß also von was ich schreibe und ich war durchaus verwöhnt, da ich - Dank Geschäftsleasingsonderkonditionen - auch nie an der Ausstattung sparen musste.
    Wir sind also am Wochenende aus dem Hessischen über Nürnberg nach München gefahren, von dort aus dann rund 150 km quer rüber nach Bad Füssing. Von dort ging es dann über Passau, Regensburg, Nürnberg, Würzburg wieder zurück in die Heimat. Sowohl nach München als auch von BF nachhause gab es jeweils einen kurzen Stopp, der aber nichts mit dem Auto zu tun hatte.
    Auf dem Weg nach München bin ich anfangs noch sehr zurückhaltend gefahren, da das Auto noch keine 500 km auf der Uhr hatte. Es waren so um die 350. Im Auto saßen 4 Erwachsen und der Kofferaum war unter der Abdeckung relativ voll mit zwei kleinen Koffern, Kühltasche, Kosmetikkoffer, dickeren Jacken usw.
    Entsprechend zäh kam einem da auch das Beschleunigungsverhalten mit "gestreicheltem" Gaspedal vor. Zuletzt fuhr ich die Strecke mit zwei Personen und dem 5er BMW mit 218 PS. Das war jetzt natürlich ein Unterschied.
    Dennoch schwammen wir bereits von Anfang an gut mit. Auf Normal-Stellung zeigt der Motor bzw. das Getriebe einen Hang zum untertourigen, wie ja auch schon von anderen berichtet wurde, was wohl dem 9. Gang und dem Willen zum Spritsparen geschuldet ist. Dabei kann schon mal so eine Art Eigenresonanzfrequenz getroffen werden, was sich in leichten Vibrationen und einem etwas spürbareren Motorgeräusch äußern kann. Diesen Punkt gabs bei dem 4 Zylinder BMW auch, allerdings bei etwas höherer Drehzahl. Als VTwin Motorradfahrer empfand ich das aber nie störend und lässt sich durch einen leichten Tritt aufs Gaspedal oder die Sportstellung der TS sofort vermeiden.
    Insgesamt ist das Auto wohltuend leise und braucht keinen Vergleich mit meinen BMWs zu scheuen. Der Motor ist dezent vorhanden, aber nie unangenehm.
    Das Getriebe funktionierte ebenfalls ohne Fehl und Tadel. Bis auf den Gang mehr und die dadurch reduzierte Durchschnittdrehzahl konnte ich keinen Qualitätsverlust gegenüber den BMWs feststellen. Das gilt übrigens für das gesamte Fahrzeug, wenn man mal von dem billigeren Plastik unterhalb der Knie absieht.


    Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, mit meiner Familie in diesem Cherokee zu reisen. Die Sitze sind echt klasse. Hier war ich von den Komfortsitzen in den BMWs echt verwöhnt und noch auf der Hinfahrt musste ich mich an das neue Sitzverhalten gewöhnen. Aber irgendwie hat sich der Fahrersitz wohl an mich angepasst. Bereits auf der 150 km Tour nach BF saß ich wie in Abrahams Schoß, was sich auch auf dem fast 500 km Heimweg so bestätigt hat.
    Klima, kein Thema. Navi, kein Thema. Wen die Kartendarstellung stört, da angeblich antiquiert, kann ja das Display ausschalten. Uns hat nichts gestört und dennoch habe ich mal versuchsweise das Display ausgeschaltet und bin nur nach Ansage und EVIC gefahren. Ging tadellos. Also auch hier, nix zu meckern.
    Ab km-Stand 800 habe ich dem Wagen dann auch mal die Sporen gegeben. Voll beladen und bisher nur gestreichelt, hatte er anfangs Probleme über die 170 km/h zu kommen. Dies hat sich dann in Richtung 1000 km auf dem Tacho deutlich geändert und ich habe ihn dann auch mal richtig getreten. Spitzengeschwindigkeit bergab auf dem Tacho 205 km/h, und die Jeep-Tachos gehen je relativ genau. Reisegeschwindigkeiten zwischen160 und 185 waren die Regel, da ich (leider) immer noch etwas vom BMW-Virus befallen bin.
    Aber Leute, das Auto fährt sich für mich wirklich fast wie ein BMW. Super Straßenlage für einen SUV. Keine Hochgeschwindigkeitskurve auf der Bahn, die mich in Verlegenheit gebracht hätte. Das Auto ist absolut spurtreu, vergleichsweise wenig windanfällig und der Federungskomfort hervorragend. Wirklich eine gelungene Abstimmung zwischen bequem und sportlicher "Härte". Wobei ich hiermit nicht wirklich hart, sondern eher angenehm stramm meine. Nix Geschaukel, nix Ami-Kiste. Dieses Gefühl habe ich lediglich beim Grand-Cherokee anlässlich einer Probefahrt kennengelernt. Der kleine Chero läuft wie am Faden gezogen.
    Über fast 300 km hat uns ein alter X3 begleitet, den ich immer wieder überholt habe, und der mich dann in den Baustellen - da zuuu schnell - erst wieder eingeholt hat.
    Und der war alleine im Auto, während wir - wie beschrieben - ziemlich "voll" unterwegs waren.


    Ich konnte wirklich nicht anders und musste meine Frau mehrfach loben, die mir mein Grinsen ansah, dass sie mich auf dieses Auto gebracht hat, das an diesem Wochenende eine fast perfekten Auftritt hatte. Auf das "fast" gehe ich später noch mal kurz ein.


    Also, wie gesagt, Straßenlage, Komfort, Klima, Lenkung, Getriebe, Sitze, Geräusche, Platzverhältnisse, Navi, Fahrspaß - es gab selbst im Vergleich zu meinen deutlich teureren BMWs nicht nur nichts zu meckern, sondern es ist qualitativ alles absolut vergleichbar und ich habe absolut NICHTS vermisst, außer anfangs vielleicht ein paar PS mehr. Aber auch das hat sich zum Schluss relativiert. Das Auto ist für einen echten SUV auch vollbeladen wirklich schnell genug und im Sportmodus, wenn man Größe und Gewicht bedenkt, fast schon ein wenig giftig.
    Auf der gemäßigten Hinfahrt hatte ich den Verbrauch auf 7,9 Liter abgesenkt, nach der flotten Heimfahrt stieg er auf rund 10 an, was ja kein Wunder ist. Jetzt steht er bei 9,9 und wird sich wohl bei 8,3 bis 8,5 einpendeln und liegt damit auf dem Niveau meines zwei Liter BMW, der zwar etwas mehr PS und zwei Turbos hatte, dafür aber auch etwas leichter und niedriger sowie mit dem Efficient Dynamics Paket verbrauchsoptimiert war. Also auch hier gibt es an dem FIAT-Aggregat nichts auszusetzen.


    Der Spurhalteassi ist ne tolle Sache. Den habe ich immer eingestellt und er ist echt hilfreich, wenn man mit Familie unterwegs ist und vll. hin und wieder etwas abgelenkt ist oder müde wird. Mit Abstandstempomat und Spurhalteassi fährt das Auto ungelogen alleine und hält den Wagen zwischen den Linien. Lässt man das Lenkrad aber zu lange los, um das zu testen, gibt's gleich einen Anschiss von der Bordelektronik. Feine Sache. Funktioniert wirklich einwandfrei.
    Auch der Abstandstempomat gab keinen Grund zur Klage. Wegen der zeitweise hohen Verkehrsdichte und meinem Wunsch, das Auto nach 1000 km mal so richtig hart ranzunehmen, habe ich ihn aber nur zeitweise eingesetzt gehabt, ebenso wie den normalen Tempomaten.


    Jetzt noch zu dem "fast" perfekt. Bereits auf der Hinfahrt wurde mir Wartungsbedarf des Totwinkelassistenten angezeigt. Ziemlich penetrant mit mehrfachen Gongs und Anzeigen. Es war dann während der Fahrt auch nicht so einfach, das Teil abzustellen, was letztendlich aber gelang. Somit war Ruhe, aber der Assi deaktiviert bis zum Schluss, da ich mir das Gegonge nicht noch einmal antun wollte. Zuhause habe ich noch mal probiert, aber der Wartungshinweis besteht immer noch. Hier werde ich morgen mal meinen Händler anrufen, der Gott sei Dank nur ca. 15 km entfernt ist.
    Ob es mit dieser Meldung zusammenhängt weiß ich nicht, aber seit dem Auftanken in Bad Füssing blinkt jetzt auch mein Gesamt-Kilometerstand unten im EVIC, also oberhalb des Temperatur- und Tankanzeigers, sobald der Motor läuft. Das regt mich aber nicht auf, da ich ja Garantie habe und das Teil, das ich vorher ohnehin nicht kannte, vorübergehend durchaus entbehrlich ist.


    Fazit: ja, ich bin rundherum zufrieden mit dem Auto. Aber nicht nur in Form von: naja, für vergleichsweise kleines Geld muss man eben Kompromisse machen. Nein, das muss man nicht, wenn man von dem billigeren Plastik im Fußraum absieht. Alles andere ist absolut hochwertig und durchaus objektiv mit meinen vorhergehenden BMWs vergleichbar. Ich bin auch nicht anspruchslos. Ich reagiere sehr empfindlich auf störende Geräusche, schwammiges Fahrgefühl, schlechte Bestuhlung und schlappe Motoren.
    Aber auch vor dem Hintergrund dieser relativen Arroganz hat unser neuer Indianer die Feuertaufe mehr als mit Bravour bestanden.


    Ohne Wenn und Aber kann ich dieses Auto in der von uns gefahrenen Konfiguration empfehlen. Bleibt jetzt nur zu hoffen und abzuwarten, dass das so bleibt.
    Ich freue mich jedenfalls jetzt schon wieder auf unsere nächste Tour und werde keinem meiner BMWs eine Träne nachweinen.
    Das Preis-/Leistungsverhältnis unserer Cherokees scheint mir derzeit jedenfalls unschlagbar zu sein und ich hoffe, dass das, was die Haltbarkeit anbelangt, auch so bleibt.


    So, das war's fürs Erste. Falls mir noch etwas einfällt oder jemand Fragen hat, trage ich das hier gerne noch nach.


    Ach so, ich bin weder verwandt noch sonst etwas mit FCA, Händlern oder Werkstätten. Das ist mein erster Jeep überhaupt. Ich war einfach nur neugierig und bin froh und glücklich, dass meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in allen wichtigen Belangen zum Teil sogar deutlich übertroffen wurden.

    Danke Meisterfranzl.
    Eigentlich wollte ich vorhin gar nicht so viel schreiben, aber Du weißt ja: wess des Herz voll ist, dem läuft der Mund über.
    Ich versuche dennoch bei aller Euphorie objektiv und neutral zu bleiben und will mir nicht mein neues Auto selbst schönschreiben. Aber da ich hier selbst nach Informationen gelechzt habe und es für viele, die von sog. Premiummarken kommen, der erste Cheap, äh sorry ... Jeep ist, will man doch schnellstens wissen, woran man damit ist. Naja, und wenn man einen bescheidenen Beitrag dazu leisten kann, mache ich das gerne.
    Mit Stand heute kann ich nur sagen: Wenn alles so bleibt (mit Ausnahme der Fehlermeldung zum blind spot) bin ich wirklich sehr zufrieden.

    Nichts zu danken, gern geschehen. Nein, das Licht ist eher weiß, sieht nur auf den Fotos so aus. Bin auch noch nicht richtig in dunkler Nacht gefahren, was ich aber bisher gesehen habe, an ambienten Licht, sieht sehr schön aus.
    Auch die Fußräume, vorderen Türtaschen und das Vorfeld unter den Außenspiegeln sind beleuchtet, ebenso wie alle Tasten und die Mediaeingänge. Echt toll gemacht.
    Ich bin ja zur Zeit in München. Habe jetzt zirka 800 km drauf und bin vom Auto restlos begeistert. Autobahn war ein Genuss. Auf Sport geht er auch ganz gut ab, aber das Auto selbst vermittelt eher ein Gefühl der Entschleunigung.
    Auch am Getriebe gabs nix zu meckern. Schaltet so, wie ich es von BMW auch gewohnt war.
    Einziger Wermutstropfen war ein nervender Wartungshinweis für den Totwinkelwarner. Den haben wir dann erst mal ausgestellt. Wenn ich wieder daheim bin, werde ich mich darum kümmern, falls er den Hinweis weiterhin anzeigt.
    Morgen gehts über die Landstraße erst nach Bad Füssing, mehr als 100 km, und danach über Passau über die Autobahn heim. Ich werde danach hier weiter berichten.
    Ich kann aber schon jetzt sagen, dass ich keinen meiner BMWs vermisst habe, höchstens mal ein paar PS. Aber das ist wirklich nicht relevant und daran werde ich mich gewöhnen. Ansonsten bin ich rundum absolut zufrieden.
    Motor, Getriebe, Fahrwerk, Straßenlage, Sitze, Klima, Innengeräusche - alles 1A und wirklich nicht Premium 2. Klasse.
    Die Fahrt nach München (fast 500 km von uns aus) war ein Klacks und hat echt Spaß gemacht, trotz relativ viel Verkehr, aber ohne Stau. Eine kurze P-Pause, das war's.
    Immerhin sind wir mit 4 Erwachsenen und Gepäck unterwegs. Das Auto liegt schwer und satt auf der Straße, vermittelt aber ein gutes Gefühl der Sicherheit.
    Ich persönlich habe zu Anfang noch meine geliebten BMW Komfortsitze vermisst, aber auch das hat sich relativiert.
    Und von dem Spurhalteassistenten bin ich regelrecht begeistert. Sowas kannte ich ja vorher nicht.
    PS. Und ich habe noch immer KEINEN Jeep Cherokee in freier Wildbahn auf der Straße gesehen, außer meinem. Und das, obwohl ich durchs Frankenland gefahren bin. Wir sind ja sooooo exklusiv.

    Normalerweise wenn das Fahrlicht an ist. Mit dem Drehrädchen rechts neben dem Scheinwerferschalter (links neben dem Lenkrad) kann man allerdings das Ambientelicht und Armaturenbrett dimmen und auch ganz ausschalten. In die andere Richtung gedreht gehen die Deckenlampen an oder aus. Du musst dabei einen kleinen Widerstand überwinden und hörst einen kleinen Klick aus dem Dreh-Schalter.

    Dass ein kaltes Automatikgetriebe ruppiger schaltet als ein warmes, ist vollkommen normal. Das war bei meinen BMWs mit dem Achtganggetriebe von ZF ebenso. Früher fiel das nicht so auf, weil man entweder gar keinen Automaten hatte oder deutlich weniger Gänge, also auch weniger Schaltvorgänge - besonders im Stadtverkehr.
    Bin echt mal morgen auf meine München-Fahrt gespannt. Habe ja immer noch keine 400 km auf der Uhr, danach werden es ca. 1.500 sein. Dann müsste auch das Getriebe angepasst sein. Wenn ich mich recht erinnere, sollte dies ab ca. 800 km der Fall sein, falls nicht zwischendurch geresettet wurde.

    Ich schließe mich da gerne an. :023:
    In den Amitests weisen sie auch immer gerne darauf hin, dass der Cherokee der einzige mid-size SUV bei, für den es einen Sechszylinder Motor gibt (im Kontext mit den US- sowie japanischen und koreanischen Mitbewerbern) und eine sehr tief liegende Kardanwelle, so dass es keinen störenden Tunnel im Fahrzeugboden gibt. Das muss man ja auch alles bedenken.


    In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal das Wobbeln erwähnen. Für mich fühlt es sich wirklich so an, als ob da die Kardanwelle anspringen würde und am Anfang, bei einer bestimmten Drehzahl, eine Unwucht hätte. Ich fühle da ganz deutlich eine unrunde drehende Vibration von links nach rechts unter mir; wenn auch nur für max. 1-2 Sekunden.
    Grundsätzlich kann ich damit leben, aber falls dem eine mechanische Unzulänglichkeit zu Grunde liegen sollte, werde ich das in der Garantiezeit mal anmelden müssen.

    Sie werden doch nicht so kleine Silica Gel Säckchen reinlegen?
    Naja, wie auch immer: viel Erfolg. Vielleicht wird das Problem somit auch aus der Welt geschafft. Klingt ja so, als ob das etwas Grundsätzliches wäre. Ich hatte bis jetzt noch keine Probleme, bin aber auch noch nicht richtig im Regen gefahren. Und in der Waschanlage war ich auch noch nicht.

    So ist es. Ich denke, genau darin liegt auch das aktuelle Problem. Zum einen hatte Jeep Null Erfahrung mit diesem neuen Getriebe, relativ wenig Erfahrung mit SUVs mit europäischem Anforderungsprofil und im Vergleich zu Land- und Rangerover auch wenig bis keine Erfahrung im Bereich von 200 km/h und drüber, sowie dem Rasverhalten einiger Deutscher auf den letzten freien Autobahnstrecken. Auch ist das "Gezuckel" in den meisten deutschen Städten bei uns wesentlich kleinräumiger und intensiver, als in den Schachbrettstädten Amerikas.
    Die Rahmenbedingungen bei uns sind schon gänzlich anders, gerade auch für langstreckentaugliche Geländewagen. Da macht es schon Arbeit und bedarf längerer Erfahrungen und Abstimmungen, um da die richtigen Mappings zu adaptieren.
    Und dann muss das Getriebe ja auch noch mit dem jeweiligen Motor, seinem Drehzahl- und Durchzugsverhalten sowie der jeweiligen Höchstgeschwindigkeit harmonieren - und auch beim kleinsten Allradsystem noch einen brauchbaren ersten Gang als Kriechgang haben. Das klingt schon recht nach Eier legender Wollmilchsau.

    Von den Beschreibungen zu meinem ehemaligen BMW-8-Gangautomaten von ZF weiß ich, dass es wohl so ähnlich ist, wie Mcollie und Toy4ever schreiben. Zum Cherokeegetriebe habe ich gelesen, dass es "nur" 40 verschiedene Mappings beinhaltet, die Jeep übernommen hat, während das Getriebe von ZF-Seite her ca. 70 verschiedene Mappings könnte. Ich denke aber, als Nichtfachmann, dass das auch normal ist, da das Getriebe ja für alle Autokategorien entwickelt wurde und z.B. ein 3er BMW doch insgesamt ein anderes Fahr- und Nutzungsprofil hat, wie z.B. ein SUV.
    Auf alle Fälle weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das Getriebe ständig dazu- bzw. umlernt. Dass kalte Automaten immer etwas härter schalten, als warme und dass man auch diese Getriebe erst mal einfahren muss. Sowohl von der Software her, was das "Anlernen" betrifft, als auch das mechanische Zusammenspiel der vielen Zahnräder.

    Ich will da jetzt auch nix beschönigen, aber wenn in Toledo sogar die Werksferien abgesagt werden, weil die mit der Produktion nicht nachkommen, wird es mit den Erstzteilen vorerst bestimmt nicht besser werden. Ich denke doch, dass diese Originalteile auch dort gefertigt werden. Aber selbst wenn es um Zuliefererteile geht, wird es auch nicht besser sein, da die natürlich zuerst die unter Volllast laufenden Bänder bedienen müssen.

    So ist es. "Nimm was Du bekommen kannst", ist das betriebswirtschaftliche Credo, nach dem die Global Player seit Jahren schon arbeiten. Viele Autos sind so z.B. bei uns sogar günstiger, als z.B. in anderen europ. Nachbarländern, andere teurer. Es ist einfach so.
    Und das Verrückte daran: es funktioniert. Wir sind so blöd und zahlen die Preise. Und wenn nicht wir, dann die Scheichs oder die Chinesen. Aber die Premiumhersteller werden es irgendwann merken. Wenn man alleine sieht, wer hier von German Premium weggegangen ist ...