Also ich möchte hier einmal etwas relativieren. Einen 6Zylinder Benziner kauft man in der heutigen Zeit sicherlich mehr mit dem Bauch als mit dem Kopf. Und auch den Mehrpreis für die höhere Geländegängigkeit des Traili könnte man sich, im Lichte der Vernunft betrachtet, sicherlich außerhalb von Jagd, Forst und Landwirtschaft (ok, Bau-Ingenieurwesen geht auch noch) sparen, wenn man wollte.
Was den SUV aber an sich anbelangt, finde ich, allen Unkenrufen der Smart-Fahrer zum Trotz, dass es sich hierbei um sehr vernünftige Autos handelt, die einen hohen Nutzwert haben. Und da ist unser Indianer ganz weit vorne dabei. Klar, so Teile wie einen X5, Q7 oder Grand Cherokee benötigt höchstens eine 5 köpfige Familie mit ausreichend Kleingeld. Aber die sogenannten Midsize-SUV, wie der Cherokee, haben doch eine sozial-verträgliche Größe für Kleinfamilien oder (wie bei uns), wenn die Kinder aus dem Haus sind, schüren wenig Neidkomplexe, sind tolle Langstreckenkombis mit einem Plus an Sicherheit, haben eine verbesserte Winter- und Geländetauglichkeit sowie eine bessere Sicht auf das Verkehrsgeschehen. Außerdem fühlen sie sich für die Insassen - und das ist wissenschaftlich nachgewiesen- sicherer an und verleihen ein Gefühl der Erhaben- und Überlegenheit. Das sind nackte Tatsachen.
Und ich weiß, wovon ich schreibe. Nach 2 Reanault Espace (der letzte davon mit langem Radstand und 6Zylinder Benziner - aber mit Frontantrieb), 2 X5 (E53 und E70), sowie einem BMW 5er GT und einer 5er Limo (alle mit X-Drive, also 4WD) wollten meine Frau und ich unbedingt wieder einen SUV haben. Die modernere Antwort auf die früher so beliebten Family-Vans und natürlich (und für uns ausschließlich) mit Allradantrieb. Hier hatten uns die X5 eindeutig geprägt.
Wenn man sich die Summe dieser Vorteile einmal addiert und ins Verhältnis zu den Preisen setzt - insbesondere unter Beachtung des Preis-/Leistungsverhältnisses bei einem Jeep Cherokee (auch hier weiß ich von was ich schreibe, schließlich wollten wir ursprünglich eigentlich einen gut ausgestatteten Q5 kaufen) - dann kann die Anschaffung eines SUV (luxuriöse Limousine vorne, flexibler Kombi hinten, Geländewagen unten und Reisebusschen oben - und sogar noch mit Dachreling für alles mögliche) eine durchaus vernünftige und wohl überlegte Anschaffung sein, die zudem dem Sicherheitsaspekt in vielerlei Hinsicht noch zusätzlich in die Hände spielt.
Von daher denke ich, muss sich unser Rauchender Bär hier darüber grundsätzlich gar keine größeren Gedanken mehr machen, das habe ich ihm bereits abgenommen, sondern sich nur noch mit der Traili-/Motorenfrage beschäftigen, da es diesen Geländergänger ja leider (wie ich finde) bisher nur als Benziner gibt.
Smokeybear sollte hierbei allerdings bedenken, dass der große Sechszylinder unbestritten im Gelände Vorteile gegenüber einem Diesel bietet und schneller beschleunigt, auf der Autobahn allerdings bei einhundertpaarundachtzig km/h abgeregelt wird (vermutlich wegen des höher liegenden Geländefahrwerks und/oder der Reifen) und selbst mein 2.0 Diesel mit nur 170 PS in der Endgeschwindigkeit um einiges höher liegt. Hier sollte man einfach wissen, was man will und die entsprechenden Prioritäten setzen.
Egal ob das mit dem Bauch oder dem Verstand geschieht.
Über Geld ärgert man sich in der Regel nur einmal, über einen faulen Kompromiss oder gar eine Fehlentscheidung u.U. viele Jahre oder gar ein Leben lang.
In diesem Sinne - ein unbestreitbares Hoch auf die SUVs und viel Erfolg und Spaß bei und mit Deiner Entscheidung. Wie auch immer Du die treffen magst. Hauptsache Du hast soviel Spaß wie wir mit Deinem neuen Jeep.
Chief

