Vielleicht mit Ausnahme von GC Trackhawk oder 6,4 V8 SVR ist wohl kaum ein Jeep-Modell für's Schnellfahren konzipiert.
Es kommt natürlich darauf an, wie man Schnellfahren definiert. Nachdem ich 3 BMWs mit Sechszylinder Diesel und zuletzt den 525 D mit Vierzylinder und BiTurbo hatte, war ich schon höhere Geschwindigkeitsregionen auf der BAB gewohnt und habe mich letztendlich dann auch für den „kleinen“ Cherokee entschieden, obwohl mir der GC besser gefallen hat, weil mir der GC - im Vergleich zu zwei X5, die ich hatte - bei höheren Kurvengeschwindigkeiten ziemlich schwammig und unsicher vorgekommen ist. Auch ein KL Trailhawk kam für uns nicht in Frage, da dieser bereits bei 180 abgeregelt ist und wir die besseren Geländeeigenschaften nicht benötigen.
Unser KL Limited war dann der richtige Kompromiss, da er mich vom Fahrwerk her am ehesten an das von uns bevorzugte Standardfahrwerk bei BMW erinnerte.
Nicht zu hart und nicht zu weich und sportlich genug, auch mal mit 170 oder 180 km/h unterwegs zu sein.
In der Spitze habe ich - mit Rückenwind und Heimweh - mehrfach deutlich die 200 überschritten und mein „Rekord“ liegt bei ca. 215 km/h auf dem digitalen Tacho.
„Echte“ BMW-Fahrer werden darüber vielleicht müde lächeln, aber eine gewisse Sportlichkeit (inkl. Sportmodus bei der Getriebesteuerung) kann ich dem KL (Limited) wirklich nicht absprechen. Und ich denke, mit dem späteren 200 PS Diesel (ab MY 2016) und dem heutigen Benziner mit 250 PS braucht man sich erst Recht nicht verstecken, auch wenn schon klar ist, dass High-Speed nicht die Kernkompetenz von Jeep darstellt. Aber e bisserl was geht alleweil!

