Ich habe mich die ganze Zeit schon gewundert, weshalb unsere Renni-Freunde mit den Beats-Anlagen solche Probleme haben, die scheinbar auch nicht einfach so lösbar sind. Als ehemals sehr ambitionierter semi-professioneller Hobbymusiker weiß ich natürlich, dass Beats Schläge sind. In der Musik auch als Takt bezeichnet. Mit bpm werden z.B. die Schläge, also der Takt oder der Grundrhythmus pro Minute bemessen, der wiederum die Geschwindigkeit eines Liedes angibt, was besonders in den Hochzeiten des Techno eine Rolle gespielt hat.
Wenn man sich diesen Musikstil (die Fa. Beats wurde 2006 gegründet, der erste Kopfhörer, die eigentliche Domäne dieser Firma, kam aber erst 2008 auf den Markt) näher betrachtet, zeichnet er sich nicht durch Frequenzvielfalt sondern schnelle fast knallende Rhythmen (beats) und dominierende Bässe aus. Die Mitten und Höhen, die in der Klassik und Popularmusik die wesentlichen "Informationen" transportieren, werden dabei naturgemäß stark vernachlässigt.
Nach all dem, was ich hier im Forum als interessierter Leser gelesen und mir im Kopf so zusammengereimt habe, kam ich deshalb zu dem Eindruck, dass der Sound offensichtlich so (besch.....?) sein soll, wie er von den meisten Renni-Fahrern auch wahrgenommen wird, die zumindest hier im Forum mit Sicherheit nicht alle dieser Techno-Generation entstammen; was mich wiederum motiviert hat, mir diese Firma, die bisher nur auf Kopfhörer und Handylautsprecher spezialisiert war, etwas näher anzuschauen.
Und siehe da, bei Wikipedia wird man schnell fündig. Chrysler war der erste Autohersteller, der eine Beatsanlage in einem Auto verbauen ließ. Erfahrungen gleich Null.
Dann hat Stiftung Warentest im April 2014 20 Kopfhörer getestet, also ein Produkt aus dem Kerngeschäft von Beats by Dr. Dre.
Ergebnis: Drittletzter Platz. Eines der teuersten Modelle. Sound befriedigend, Falltest mangelhaft. Was soll man dazu sagen?
Nach all dem, was ich jetzt weiß, bin ich fest davon überzeugt, dass jüngere Renegade-Besitzer/innen mit dem Sound der Anlage eher zufrieden sein werden, als die 40 oder 50+ Generation, der auch ich angehöre, und die einen ganz anderen Musikstil bevorzugt, als der, für den diese Beatsanlage von ihren Komponenten und Grundeinstellungen her ausgelegt ist. Wenn dann noch fehlende Erfahrungen bei der Entwicklung und dem Bau von Kfz-Audioanlagen hinzukommen ... na, dann "gute Nacht Marie".
Da kann gar nichts anderes (besseres?) dabei herauskommen.
So, liebe Abtrünnigen, was meint Ihr dazu? Ich meine Nomen est Omen.
Schöne Grüße
Chief