Ich bin nach mehreren BMWs der 5er Klasse (X, GT und Limo) zu Jeep gekommen, weil die mir zu langweilig wurden. Eigentlich sollte es ein Grand Cherokee werden (den KL kannte ich zu diesem Zeitpunkt, Anfang 2015 noch gar nicht), der war meiner Frau aber zu groß, nachdem die Kinder aus dem Haus waren. Womit sie durchaus Recht hatte. Außerdem war mir da das Fahrwerk bei einer Probefahrt zu amerikanisch weich, während der KL da doch schon eher dem BMW-Standardfahrwerk näher kam.
Also wurde es ein 2015er KL 2.0 Diesel (gebaut noch im November 2014), den wir dann bis zu seinem Verkauf im November 2021 sehr gerne gefahren haben.
Ich glaube, wir hatten etwas über 60.000 km auf der Uhr.
Wir hatten keine nennenswerten Probleme, außer dem anfänglichen „Wobbeln“ als Garantiefall.
Wir waren, auch als verwöhnte BMW-Fahrer, sehr zufrieden mit dem Auto. Nichts hat gerappelt oder geklappert. Alles war sehr solide. Allerdings kam unser Modell auch noch aus dem amerikanischen Stammwerk.
Wir haben ihn dann relativ kurzfristig verkauft, weil wir nur Euro 5 hatten und in vielen Städten von Fahrverboten bedroht waren. Hinzu kam Corona. Durch viele Online-Veranstaltungen fehlten mir auf einmal - gerade im Winter - längere Strecken und ich bekam Probleme mit dem Rußpartikelfilter. So musste ich gelegentlich sinnlos auf der Autobahn „heizen“, um ihn wieder frei zu bekommen. Ein ökologischer und ökonomischer Irrsinn, aber ich habe nun mal nur 1,5 km ins Büro. Benötige das Auto dennoch, so dass Fahrrad und Mopped gerade im Winter keine Alternativen waren.
Als sich meine Frau dann im Fernsehen in den voll-elektrischen Skoda Enyaq schockverliebt hat, war es um den KL leider geschehen, obwohl wir ihn heute immer noch in höchsten Tönen loben und ohne den „alten“ Dieselmotor sicherlich immer noch fahren würden.
Der Cherokee KL ist ein sehr vielseitiges Auto in einer angemessenen Größe für 2-3 Personen und wir waren auch mit der (etwas rustikalen) Verarbeitung und der gebotenen Vollausstattung (mit damals schon sehr zeitgemäßen Assistenten) sowie dem Preis-/Leistungsverhältnis (gilt nicht für die Original-Ersatzteile) immer top zufrieden. In keinem unserer BMWs sahen z.B. die Ledersitze nach Jahren noch so gut aus, wie im Cherokee, wenngleich die Getriebeabstimmung bei den BMWs sicherlich insgesamt spürbar sanfter war.
Mit dem richtigen Motor würde ich den KL (selbst mit MY 2015) grundsätzlich jederzeit wieder fahren, wenngleich wir uns jetzt keinen Verbrenner mehr kaufen würden, nachdem wir uns mit unserem Enyaq 4x4 und dem „tanken“ mittels PV-Anlage vom Dach endgültig mit der E-Mobilität und deren vielen Vorteile angefreundet haben.