
Mit dem Verkauf des Mahindra Roxor in den USA hat der indische Konzern für Wirbel gesorgt. Fiat-Chrysler will die Vermarktung des Offroaders mit starken Anleihen an das klassische Jeep-Design jetzt verbieten lassen.
Mahindra soll es untersagt werden, den neuen Roxor „zu bewerben, zu verkaufen, zu vertreiben oder zu importieren“. Dass Mahindra genau dies vorhat, wusste man bei FCA freilich schon länger, 2017 wurde der Marktstart des Roxor in den USA angekündigt und nun, zum Sommer 2018, gestartet.
Der Roxor, das lässt sich schwerlich bestreiten, ist eine ziemlich eindeutige Kopie des alten Jeep CJ, wogegen FCA auch in Sachen Designschutz vorgeht – bis hin zu den außenliegenden Motorhaubenverschlüssen. Pikant wird die Angelegenheit jedoch dadurch, dass Willys-Overland, damaliger Hersteller des Jeep, im Jahr 1947 eine Lizenz an Mahindra vergab, den CJ-2A herzustellen. Was die Inder seitdem mit großer Freude wahrnehmen. Selbst in Deutschland waren diese Mahindra CJ in den 1990er Jahren über einen offiziellen Importeur zu haben, angetrieben von ebenso leistungsarmen wie unzerstörbaren Peugeot-Dieselmotoren, bis die Abgasnormen für ein Ende sorgten. Bis heute gibt es vereinzelte Gebrauchtwagenangebote von überlebenden Fahrzeugen.