Beiträge von Dilldappe

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Feiertag?

    Und noch ein Hinweis: die Insel ist eher klein, die Saison kurz (die Hochlandpisten sind nur von Juni bis September geöffnet) und es kommen jährlich Millionen von Touristen. D.h. man sollte seine Planung rechtzeitig beginnen und frühzeitig buchen, sonst wird es sehr eng. Unterkünfte auf dem Land (ganz besonders im Hochland) sind begrenzt, ebenso Mietwagen und Platz auf der Fähre. Wir hatten bereits Anfang Dezember unsere Kabine auf der Fähre gebucht für Ende Juni, diese Kategorie ist mittlerweile bereits nicht mehr buchbar, nur noch Luxus, Holzklasse oder Sklavenpferche unter Deck. 8|


    Wer sich nicht so recht auskennt und sich keine Planung zutraut: wir haben damals bei der ersten Fahrt eine Rundreise mit dem Auto bei einem Veranstalter (DER Tour) gebucht. Das ist recht praktisch, sie buchen einem die Unterkünfte entlang einer Route zu den Sehenswürdigkeiten und geben einem auch noch ein Roadbook mit, wo für jeden Tag Attraktionen entlang des Weges vorgeschlagen werden, die man sich ansehen oder es auch lassen kann. Grade für Anfänger sehr entspannend, man braucht nicht viel organisieren, wenn man den Mietwagen oder gar Flug gleich mit bucht ist quasi ab dem Flieger alles geregelt und man hat einen Ansprechpartner vor Ort. Haben wir in anderen Region dann auch so gehandhabt beim ersten Besuch, als Wiederholungstäter kennt man sich ja dann etwas aus und kann selber wühlen.

    Hallo liebe Gemeinde,


    gestern auf der Heimfahrt beschwerte sich der Renegade (2.0l Diesel) lautstark, daß er doch gerne einen Motorölwechsel haben möchte. Nun ist aber der nächste Termin laut Plan noch 5000km hin, d.h. es sind erst 15.000 seit der letzten (und ersten) Inspektion runter. Eigentlich sind doch 20.000km das Intervall? Beim ersten Mal hat er die 20k auch brav runter gefahren, der Vorgänger von 2017 hat seine 90.000 auch immer im 20.000 Intervall abgespult.
    Hat sich da was mit dem MY20 geändert? ?(
    Coronabedingt sind mehr Kurzstrecken dazugekommen, aber trotzdem gibt es regelmäßig mal längere Strecken vom 30,100 oder gar 200km. Alles sehr dubios ...

    Ob man Tiere einführen kann wage ich eh zu bezweifeln, wenn dann vermutlich mit Quarantäne. Ganz sicher darf man keine Pferde auf die Insel schaffen. Jedes Island-Pferd das die Insel verläßt darf nie mehr zurück kommen, man hat tierische Angst daß sonst Krankheiten eingeführt werden.


    Ja, Island ist teuer! Alkohol sowieso wegen der Steuer, ansonsten wächst dort nicht all zu viel, im Wesentlichen gibt es dort Schafe und Fisch als lokal produzierte Lebensmittel, alles andere muß importiert werden mit entsprechenden Kosten. Das ist wie auf allen Inseln, im Nordatlantik eben noch mehr. Auf der ganzen Insel leben nur um die 300.000 Menschen, davon über 100.000 in der Hauptstadt, entsprechend dünn besiedelt ist der Rest von Land. Große Supermärkte gibts schlicht weg nicht auf dem Land, nur kleinere Läden, die eben keine Aldi-Preise haben. Essen gehen wird auch schnell teuer wenn man Dinge bestellt, die nicht aus dem Land stammen, was auch schon für ein simples Schnitzel oder Steak gilt. Wie gesagt, das meistverbreitete Nutztier ist das Schaf, Kühe und andere Viecher gibt es nur mit einigem Aufwand im Südwesten, wo halbwegs nutzbare Landwirtschaftsflächen sind. Alles andere wurde da hin gekarrt. Wie die aktuellen Preise sind weiß ich nicht so genau, jedenfalls waren sie schon vor 20 Jahren ... stolz 8|


    Netzabdeckung war damals noch kein Thema, wie es heute aussieht kann ich nicht beantworten. Die Skandinavier sind ja bekanntlich weiter als hier im finsteren Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, wo die Inquisition noch auf Veranlassung des Dorfpfarrers diese neumodischen Masten verbrennen läßt, aber spätestens im Hochland wo niemand wohnt dürfte es eng werden. Es gibt einen 24h Notfalldienst, aber auch der muß erst mal anreisen. Der ADAC steht nicht hinter dem nächsten Busch und wartet ...

    Ok, dann noch mal ein kleiner Guide zum Thema Auto auf Island:


    Der Südwesten inkl. Reykjavík entspricht zivilisierten europäischen Verhältnissen, sprich: geteerte Straßen, etwas abseits gepflegte Schotterpisten auf gutem deutschen Feldwegeniveau. Das Gleiche gilt für die Ringstraße die entlang der Küste um die Insel führt. Dort fährt auch der Isländer an sich mit dem PKW durch die Gegend. Viele der bekannten touristischen Attraktionen liegen in diesem Bereich und sind dementsprechend einfach erreichbar, zumindest im Sommer.


    Weiter ins Landinnere gibt es dann die berüchtigten Hochlandpisten, erkennbar am F vor der Straßennummer. Diese sind unbefestigt und je nach Gegend mehr oder weniger gepflegt oder auch mal rauher. Einige bekannte Touriziele sind nur so erreichen, erfahrungsgemäß sind die Pisten dorthin befahrbar, jedenfalls für handelsübliche Jeeps mit Allrad. Es handelt sich hier immerhin noch um Wege für den Verkehr und nicht um Offroadparks mit Schikanen, mit etwas Bodenfreiheit und ggf. Allrad wenns matschig wird kommt man zurecht.
    Hauptschwierigkeit sind die nicht vorhandenen Brücken, d.h. Bäche und Flüsse muß man dann durchfahren von man vorwärts kommen will. Brücken gibts wenn überhaupt an den wirklich schlimmen Stellen, ansonsten sollte man sich mal zum Thema Wattiefe kundig machen, einen tieferen Bach vielleicht mal vorher erkunden und im Zweifel umdrehen. Um zum beliebten Ausflugsziel Þórsmörk zu kommen muß man z.B. den Fluß Krossá durchfahren, der schon mal mehr Wasser führen kann als einem lieb ist. Dort brauchts dann schon schwereres Gerät, da lohnt es sich im Zweifel eine Bustour zu buchen, das Internet ist voll von Videos mit Autos da absaufen ...


    Noch weiter abseits der ausgefahrenen Pfade wird es wohl beliebig wild, das ist dann irgendwann sicherlich nur noch was für Leute die ihren aufgemotzen Wrangler ausprobieren wollen. Wie im echten Leben gilt: ich muß nicht überall lang fahren ...


    Echtes Offroad fahren, sprich: off the road, abseits der Wege ist übrigens in Island verboten und die sind da auch sehr humorlos. Man soll sich sogar auf den Hochlandpisten nicht einfach am Wegrand ins Gelände stellen sondern dafür vorgesehene Haltebuchten benutzen!


    Da das Hochland im wahrsten Sinne des Worte menschenleer ist und das Land auch sonst eher dünn besiedelt sollte man den Tank immer möglichst voll halten und dann tanken wenn man kann, nicht wenn die Nadel bereits im roten Bereich ist.


    Wir sind damals einmal quer durchs Hochland die Piste F26 gefahren, sicherlich eine der spektakulärsten Fahren ever. Das Auto war ein Landrover Freelander 1, der spielt in etwa in der Liga Renegade/Compass. Wattiefe offiziell 40cm, ob wir das immer so beachtet haben ... öhm ... :whistling: :saint: . Jedenfalls sind wir überall hingekommen wo wir wollten, oder haben es eben gelassen. Und wie gesagt, die meisten Ziele auf der Rundreise sind mit normalen PKW erreichbar. Die Reiseveranstalter bieten Rundreisen mit dem Auto an die auch mal durchs Hochland führen, das würde sie sicherlich nicht tun wenn ein Rubicon Pflicht wäre.


    Da Mietwagen teuer sind (wir haben grade gesucht für die Planung, 14 Tage PKW 1000€, kleine SUVs schon um die 2000, richtige Geländewagen gerne auch mal 4000) wird die Reise mit dem eigenen Auto interessant.
    Bekannt sind mir zwei Möglichkeiten:
    1. (wie Jeep Experience das macht) das Auto in Rotterdam per Container verschiffen, das ist dann 14 Tage auf See und man fliegt hinterher nach Reykjavík wo man das Auto dann abholt, Kosten habe grade nicht zur Hand, dazu kommen auf jeden Fall noch die Flüge!
    2. mit der Fähre von Hirtshals, Dänemark in den Osten nach Seyðisfjörður, man befindet sich ca. 48h auf See für eine Strecke und kommt unterwegs auf den Faröer-Inseln vorbei. Kosten aktuell für einen kurzen Wrangler, 2 Personen in Doppelkabine außen inkl. vorgebuchtem Essen ca. 2100.


    Ob nun mit dem Mietwagen oder dem eigenen Auto: es ist auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis und man hat auch ohne einen höher gelegten Wrangler Rubicon genug zu sehen.

    Man sollte nicht außer Acht lassen daß der Elektroantrieb völlig neue Varianten des 4x4 ermöglicht, in dem z.B. jeder Achse oder gar jedes Rad von einem eigenen Motor angetrieben werden und dank der Leistungsentfaltung von Elektromotoren Dinge wie Untersetzung nicht mehr benötigt werden. Mit 4 einzelnen Motoren wird es möglich auf der Stelle zu drehen wie mit einem Panzer. Früher oder später werden wir Allradler sehen, die nicht mehr auf die herkömmliche Technik zurück greifen und es wird auch verbreiteter sein, schon heute haben einige Stromler je einen Motor vorne und hinten, da stellt sich die Frage 4x2 oder 4x4 gar nicht mehr, das gibt's dann einfach so.


    By the Way, Island mit Rennie ?( , ich hab gefragt, da raten mir alle Islandkenner von ab, zu niedrig,.. und Diesel ist in Island und Deutschland gleich,... :saint: aber auch gleicher,.. einige Rückkehrer hatten ca. 200 km nach der Fähre derbe Probleme.


    Deshalb ich miete dort ein Fahrzeug............ meine 5 Cent.

    Ach lass Dir doch keinen Bären aufbinden. Die Hochlandpisten sind immer noch Verkehrswege, richtig Offroad darfst du in Island überhaupt nicht fahren. Wir sind schon vor 20 Jahren mit einem Landrover Freelander 1, der in so ziemlich allem noch weniger kann als Dein höhergelegter Trailhawk mit AT Reifen quer durchs Hochland über die gängigen Pisten gefahren. Einzig die Furten erfordern etwas Aufmerksamkeit, nach starkem Regen oder wenn nach einem warmen Tag die Gletscherflüsse viel Wasser führen muß man sich mal genauer Gedanken über den Tiefgang machen, aber mit 48cm kommste schon weit. Für die gängigen Ziele reicht es alle mal, lediglich die extremen Sachen die nun wirklich abgelegen sind läßt man besser aus. Und der Großteil der touristischen Ziele liegt um die Ringstraße rum, sprich Teer und mal ne Schotterpiste.


    Mietwagen sind schweineteuer, schon ein popeliger SUV der meist noch schlechter ist als ein Trailhawk liegt für 14 Tage im mindestens 4 Stelligen Bereich, eher an die 2 vorne. Und wirklich schweres Gerät wie ein Toyota Landcruiser oder ein Defender liegt bei 14 Tagen um die 4.000 ... Euro, nicht isländische Kronen. Deswegen rentiert es sich ja auch allemal einen Wrangler zu verschiffen.


    Zum Thema Diesel kann ich nix sagen. Da die Isländer aber zum allergrößten Teil nicht im Hochland hausen sondern an geteerten Straßen und oft normale PKW oder handelsübliche SUV fahren glaube ich nicht, daß deren Sprit so viel schlechter als im Rest von Europa sein kann.

    By the way, ...was hat denn der Wrangler für eine Wattiefe (vom Werk aus) ?

    Der JL hat 76cm ab Werk.


    Planst du mit dem Renny nach Island zu fahren? Da wäre ich mal seeehr vorsichtig. Wir sind damals mit einem Landrover Freelander untewegs gewesen mit 40cm Wattiefe laut Werk und die waren schon grenzwertig, ich kann Landrover nur für die Toleranzen dabei danken. Und dabei haben wir noch nicht mal was sonderlich schlimmes angestellt. :/


    Die Wattiefe des Limited konnte ich noch nicht verbindlich in Erfahrung bringen, vom 20 cm (also Bodenfreiheit, haha) bis 30cm hab ich schon was gefunden. Wirklich offiziell sind wohl nur die 48cm des Trailhawk, drunter würde ichs heute nimmer machen. Wir waren halt jung und hatten kein Geld ... und keine Ahnung :wacko:

    Tatsächlich stelle ich beim Durchschauen der Videos von Matt's Offroad Recovery fest, das 2wd Pickup Trucks (oder ähnliche Vehikel) drüben eher die Regel als die Ausnahme sind. Sind wohl zuallererst mal günstige Transporter und keine Offroad Spielzeuge. Wäre ja auch ok, aber dann gibt es immer wieder Spaßvögel, die damit dann auf unbefestigten Wegen und an Sandstränden unterwegs sind und sich wundern, daß sie dann auf YouTube in Bergungsvideos auftauchen. :P
    Und auch die 4WD Kollegen finden sich da oft genug wieder, da sie meistens schwer sind und relativ leicht auf softem Untergrund aller Art stecken bleiben.


    Wrangler dagegen fahren sich eher an völlig unmöglichen Stellen fest und / oder reißen sich was ab :D


    Der Hammer war allerdings ein Prius an einer Stelle, wo ich mich schon mit einem Renegade nur unter Protest hingetraut hätte ... 8|

    Also der Hybrid-Renny vom Trailhawker hat sich in der Eifel ganz gut geschlagen, kein deut schlechter als der olle Traily vom Oli. Angetriebene Hinterachse ist angetriebene Hinterachse, egal ob nu elektisch oder sonst was. Warts ab, der nächste Wrangler wird auch Strom haben.

    Dieses Jahr sollen auch im Siegerland "Akkus" vorgestellt werden. Damit kann man dann eine Säge auch ohne Kabel betreiben . . .Neuland in Siegen, tausendfach bewährt im Rest von D.
    :saint: :saint: :saint:

    Tja, im Siegerland haben wir halt echten Wald mit echten Bäumen, da kommt man mit ner Handypowerbank nun mal nicht weit, da muß ein ordentliches Fichtenmopped ran. Aber klar, als Großstadtindianer von Rhein muß man eben maximal ein Ästchen vom Busch im Garten absägen. :P ;) :D

    Auf dem zweiten Gelände war ich mal zu einem Kurs. Das ist recht professionell mit Betonrampen und ähnliches, aber freies Fahren ist da nicht, das haben die abgeschafft weil sich mal wieder Leute nicht benehmen konnten. X(
    Gibt nur noch teure Kurse mit Trainer.