Hallo liebes Forum 
Erst einmal möchte ich mich für die Glückwünsche bedanken. Wie versprochen möchte ich ein paar Zeile über den GC schreiben. Mittlerweile habe ich mit dem Dicken die ersten 400 Kilometer hinter mich gebracht und möchte ein erstes Fazit loswerden:
Die Übergabe beim Händler lief reibungslos und absolut professionell. Sehr viel erklären musste er mir zum bzw. am Fahrzeug nicht. Das Uconnect kannte ich schon in und auswendig von meinem JC und hatte natürlich klare und genaue Vorstellungen, wie und was ich nach meine Präferenzen einstellen möchte. Mit der Auslieferung wurden die Navi-Karten noch auf Stand 03/2016 gehoben und die aktuelle Uconnect-Software (16.16.XX) mit Siri-Unterstützung installiert. Wirklich neu für mich war die Quadra-Luftfederung und einige wenige technische Detaildinge, wie zum Beispiel im DID die Informationen über die verschiedenen Gelände-Modi und erweiterte Informationen, die ich vom JC her nicht kannte. Als Beispiel kann man hier die Temperaturanzeige (Grandzahl) des Öles nennen.
Wenn ich schon beim Innenraum bin: Der GC ist vom Cockpit her -nach meinem Empfinden her- äußerst aufgeräumt und klar strukturiert. Sowohl beide Sitze als auch die Lenksäule sind elektrisch verstellbar und man findet sehr schnell seine optimale Sitzposition mit dem dazugehörigen Sichtfeld. Das ist auch sehr wichtig, da man die ersten 100-200 Kilometer mit einer "gefühlten Schrankwand" unterwegs ist. Dementsprechend hat man auch enorm viel Platz - Man merkt vom Innenraum her deutlich den unterschied zum JC. Sowohl von den Platzverhältnissen als auch teilweise durch die verbauten Materialien, die beim Overland schon recht anmutig sind. Trotzdem findet man hier und da noch ganz billiges Plastik, aber dieses befindet sich zumindest nicht mehr im unmittelbaren Sichtfeld. 
Die ersten Kilometer fuhr ich wie auf rohen Eiern, doch man gewöhnt sich relativ schnell an die Größe des GC. Beim ersten Tanken staunte ich nicht schlecht, wieviel Sprit doch in so einen 93 Liter Tank passt. Der 250 PS Diesel schnurrt im Fahrbetrieb recht unauffällig vor sich hin und ist recht durchzugsstark. Die 8-Gang-Automatik schaltet butterweich. Da war ich richtig erstaunt. Die Schaltvorgänge sind eine reine Freude. Ein so sanftes, so nahtloses Schalten bin ich von meinem JC nicht gewohnt gewesen und dabei hatte ich mit der 9-Gang-Automatik eher weniger Probleme mit den typischen Fehlern. Durch den permanenten Allradbetrieb bekommt der GC die Kraft ohne große Verzögerung auf die Straße. Trotz seiner 2,3 Tonnen Gewicht wird man ganz schon in den Sitz gedrückt, wenn man mal etwas fester auf das Gas tritt. Im Moment befinde ich mich noch in der "Einfahrphase", das heißt ich halte mich an die Einfahrregeln in der Betriebsanleitung, bin aber trotzdem kein "Verkehrshindernis" und mit aktivierten ECO-Modus bin ich derzeit bei einem Durchnittsverbrauch von 8,2 ltr/100km
Die verstellbare Luftfederung schluckt wahnsinnig viel weg und sorgt für den bestmöglichen Komfort - Man fühlt sich eher wie auf einem schwebenden Teppich, weil man so hoch und so sanft durch die Gegend gleitet, dem man aber auch mal gehörig die Sporen geben kann. Ein GC Overland ist schon eine tolle Reiselimousine.
Was mir allerdings nicht so gut gefällt ist der der "All-In-One"-Bedienhebel auf der linken Lenkradsäule. Normal ist man 2 Hebel gewohnt. Auf der linken Seite Blinker und Fernlichtsteuerung, auf der rechten Seite die Scheibenwischersteuerung. Beim GC ist das alles auf der linken Seite vereint und somit fallen technischbeding einige Funktionskombinationen weg. So muss man z.B. den Regensensor mit drehen am Hebel deaktivieren um den typischen "Nebel-Wischer" (einmaliges Betätigen der Wischer) auszulösen. Beim JC (und bei jedem Auto) ist das einfacher gelöst. Auch der Automatik-Wahlhebel ist etwas gewöhnungsbedürftig, komme aber damit gut zurecht. Trotzdem wurde dieser ab MY2016 abgeändert. Ansonsten ist das Fahrzeug TOP und das Konzept schlüssig. Ich habe den Umstieg nicht bereut.
Zwei Mängel habe ich allerdings, über die auch gerne Informiere:
1. Die Lüftersteuerung durch die Webasto Standheizung geht nicht, wenn der CAN-BUS sich im "Tiefschlaf" befindet. Dies passiert 30-60 Minuten nach abstellen des Fahrzeuges. Offenbar wurde im MY2015 die Programmierung durch Jeep geändert und die passt nicht zum Webasto-Modul. Bei Webasto ist das Problem bekannt und will Mitte Januar durch ein neuprogrammiertes Tool Abhilfe schaffen. Praktisch heißt dies, wenn ich in der Früh in ein Auto einsteige ist der Innenraum kalt - Der Motor allerdings warm.
2. Wenn ich bei laufendem Motor (an der Ampel) stehe, sind doch deutliche Vibrationen zu spüren. Hier muss (laut einem anderen Forum) die Leerlaufdrehzahl angepasst werden.
Ansonsten bin ich rundum zufrieden und das Beste ist: Ich darf weiterhin in diesem Forum bleiben.
Viele Grüße
mcollie