Hybrid ja oder nein ?

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  • Wenn man auf Probleme stößt, muss man die halt lösen. Als die erste Eisenbahn aus den Schienen gesprungen ist, standen die auch daneben und haben blöd geschaut. Damals gab es halt kein Facebook, wo man gegenseitig hochziehen konnte, wie bescheuert diese Eisenbahn denn ist. Man hat sich eben hingesetzt und Lösungen kreiert, wie man das Teil wegbekommt. Und genauso wird es mit den E-Autos auch laufen. In zwei Jahren interessiert das kein Schwein mehr, weil man die nötigen Hilfsmittel entwickelt hat.

  • Das liegt ja nun auch daran, daß ein brennender Tesla immer eine Schlagzeile wert ist, ein brennender Opel es aber maximal in die Lokalnachrichten schafft.


    Machen wir uns nix vor, zum Fahren braucht es gespeicherte Energie und die kann einem immer um die Ohren fliegen, egal in welcher Form. Daß Benzin brennbar ist hat sich rumgesprochen, daß Lithium-Akkus auch nicht ohne sind mußten schon Firmen wie Samsung, Apple oder auch Boeing feststellen, und eben auch Tesla. Wird man lernen müssen damit umzugehen, vor 100 Jahren war die Feuerwehr auch noch nicht auf 50l hochentzündliches Benzin in der Droschke eingestellt.

    "Im Rallye Sport wurde meine Vermutung bestätigt, dass ein Auto mit 2 angetriebenen Rädern nur eine Notlösung ist."


    "Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen."


    Walter Röhrl

  • Das liegt ja nun auch daran, daß ein brennender Tesla immer eine Schlagzeile wert ist, ein brennender Opel es aber maximal in die Lokalnachrichten schafft....

    ...und brennende BMW´s mittlerweile unter den Teppich gekehrt werden, weil es schlecht für das Image ist.

  • brennende BMW´s

    Stimmt - da sind die Meldungen verstummt ... wohl auch, weil BMW den Fehler für die häufigsten Brandmeldungen beseitigt hat. Das war nämlich eine fehlerhaft konstruierte Sitzheizung, soweit ich mich erinnere.


    Aber mal ehrlich - warum muss der Thread denn gleich wieder in eine Grundsatzdiskussion münden. Jeder weiß, dass ich kein großer Freund von Riesenbatterien in PKW bin. Die Ursprungsfrage bezieht sich doch aber mehr auf den elektrischen Antrieb im Gelände. E-Motoren sind alleine schon deshalb sehr vorteilhaft, weil sie sehr viel Drehmoment bei jeder Raddrehzahl bereitstellen können ... und zudem siend sie auch noch extrem fein dosierbar. Man hätte also diesbezüglich wohl deutliche Vorteile.


    Die aktuelle Lösung von Jeep ist ein Kompromiss zwischen herkömmlichen (Verbrenner-) Antrieb und der Nutzung von E-Motoren. Für die Hinterachse baut man - wenn ich das richtig verstanden habe - hinten einen zentralen E-Motor ein, der computergesteuert auf herkömmlichen Wege über Antriebswellen und Zahnräder Kraft an die beiden Hinterräder sendet. Flexibler und auch mit weniger mechanischen Teilen wären meines Erachtens zwei Nabenmotoren, zumal diese eine fast unbeschränkte Verschreänkung an der Hinterachse erlauben würden. Verspannungen durch den Antriebsstrang hinten wären damit passé. Interessant ist natürlich auch, dass die sehr solide und damit auch schwere Antriebswelle entfallen kann. Ob dieses bei dem Bedarf für den E-Motor und ein paar zusätzliche Batterie-Einheiten viel Gewicht einspart, wäre eine weitere Untersuchung wert.


    Meine Empfehlung für Jeeps zukünftige Geländegänger: Brennstoffzelle und 4 Radnabenmotoren - das wäre wohl das ideale Fahrzeug für den modernen "Offroader".....


    Gruß Pete

    gesendet von Pete

    My Omaha Orange
    new-jeep-forum.de/gallery/image/1065/
    Jeep Renegade Trailhawk 2,0 D mit 170 PS und 9 Gangstufen Automatik, Omaha Orange, ROLA Dachkorb Sandbleche + Bergegeschirr nach Lage. Trekfinder Federn (plus 3cm), Spurplatten 5mm, AT-Reifen 225/65 R 17, Zusatzscheinwerfer vorne / hinten am Dachkorb, Reserverad "on top".

  • Aber mal ehrlich - warum muss der Thread denn gleich wieder in eine Grundsatzdiskussion münden.

    Sehr gute Frage, würde mich auch interessieren. Wobei man eigentlich fast schon sagen müsste, nicht der Thread, sondern jeder Thread, wo es um Elektromobilität geht.


    Irgendwie scheint man immer noch vielerorts der Meinung zu sein, man kann das Thema Elektromobilität noch von sich wegreden. Das wird nicht funktionieren, egal ob der Thread, gleich das ganze Forum hier oder alle Automobli-Foren im Internet daran zerplatzen. Den Weg der Entwicklung wird keiner mehr aufhalten.

  • Hier der eine Fall, hat mein Arbeitskollege selbst miterlebt und auch fotografiert, er wohnt in der Straße, das Auto war einem Bekannten von der Autowerkstatt zur Überbrückung einer Reparatur des eigenen Wagens zur Verfügung gestellt worden.
    Die mussten den Container mit Wasser volllaufen lassen, um der Lage Herr zu werden.


    https://nahe-news.de/2019/07/2…uto-brannte-komplett-aus/


    desweiteren


    https://www.focus.de/regional/…-gesetzt_id_11350774.html


    https://www.focus.de/auto/elek…0-jahren_id_10620636.html


    usw., usw.


    Die ersten KFZ die fuhren waren ja auch lebensgefährlich (für Fahrer, sowie für andere Verkehrsteilnehmer), in England musste einer mit einer roten Fahne vorangehen um die anderen Verkehrsteilnehmer vor dem KFZ zu warnen, so ähnlich ist das mit den Elektroautos, sie stehen am Anfang ihrer Entwicklung, muss jeder selber wissen, ob er schon jetzt einsteigen will, oder noch etwas warten will, bis die Kinderkrankheiten überstanden sind.


    Wir haben auf der Arbeit schon das zweite Elektroauto, einen Renault Zoe, vorher hatten wir den BMW I30 od. E30, ich bin den BMW gerne gefahren und auch der kleine ZOE macht Spass.

  • Ich schieb noch kurz paar statistische Fakten hinterher, weil die hier ausgeblieben sind:


    "Trotz aller potenziellen Gefahren: Statistisch brennen E-Autos bei weitem seltener als Benziner und Diesel. Beim klassischen Auto gelten 90 Fahrzeugbrände pro eine Milliarde gefahrener Kilometer als normal. Laut einer Statistik der amerikanischen Autobahnfeuerwehr kommt Tesla nur zwei Brände pro einer Milliarde Kilometer. Eine andere Untersuchung von 2018 setzt die brennenden Stromer nicht ins Verhältnis zu den gefahrenen Kilometern, sondern zur Zahl der Autos insgesamt. Sie zählte 21 brennende Elektroautos; das waren 20 Mal weniger Brände als bei Benzin- und Dieselautos. Die Aussagefähigkeit solcher Statistiken ist zwar wegen der geringen Zahl der Brände bei E-Autos noch nicht sehr gut. Gefährlicher als Benziner scheinen sie aber keinesfalls zu sein, eher im Gegenteil."
    Wirtschaftswoche, September 2019

    https://www.wiwo.de/unternehme…enziner/24457024-all.html


  • Ob man dieser Statistik Glauben schenken darf?!
    Man muß ja Positives berichtet, sonst würden ja noch weniger gekauft.

  • Zumindest kommen die Freunde der Verschwörungstheorien mal wieder voll auf ihre Kosten......


    Hätte die gleiche Statistik das Gegenteil belegt, wären schon die Jubel-Raketen in den Himmel gestiegen.

  • Wir haben es hier halt mit einer immer noch recht neuen Verwendung der Energiespeichertechnik zu tun und es ist meines Erachtens schon klar, dass es noch einige ungelöste Probleme gibt. Bevor zum Beispiel Entsorgungsfragen der Akkus (insbesondere nach einem Brandunfall) nicht geklärt sind, bleibt man als Besitzer oder Annehmer eines Unfallwagens eventuell auf dem Problem sitzen.


    Tesla - Entsorgung in Österreich


    Ob der Link noch lange funktioniert, weiß ich nicht, aber es wird schon so ein ungelöstes Problem aufgezeigt. Trotzdem sind E-Motoren, was Leistungsfähigkeit und Drehmoment angeht die Zukunft. Die Herausforderung ist halt - wie immer - wo die (dann elektrische) Energie herkommt; Aus meiner Sicht bevorzugt nicht primär aus Akkus aktueller Technologie. Der Brennstoffzelle würde ich eine größere Zukunftschance zutrauen und damit wären die aktuellen Lösungen als Brückentechnologie zu betrachten. Den "Mildhybrid-Ansatz" von FCA sehe ich diesbezüglich durchaus als vertretbare Lösung an, weil auf sehr große und schwere Batterien verzichtet wird.


    Ob ich eine massentaugliche Technologie - wir sprechen hier ja von mehreren hundert Millionen Fahrzeugen weltweit - inklusive entsprechender einheitlicher Infrastruktur noch erleben werde, da bin ich mir gar nicht mehr so sicher.


    Gruß Pete

    gesendet von Pete

    My Omaha Orange
    new-jeep-forum.de/gallery/image/1065/
    Jeep Renegade Trailhawk 2,0 D mit 170 PS und 9 Gangstufen Automatik, Omaha Orange, ROLA Dachkorb Sandbleche + Bergegeschirr nach Lage. Trekfinder Federn (plus 3cm), Spurplatten 5mm, AT-Reifen 225/65 R 17, Zusatzscheinwerfer vorne / hinten am Dachkorb, Reserverad "on top".

  • Kommt aber auch darauf an, wie lange die elektrisch angetriebene Achse "Strom" hat. Das könnte bei größeren/längeren Geländefahrten sehr "problematisch" werden, wenn bspw. nach der 2. oder 3. "Übung" der Saft ausgeht und man als reiner Fronttriebler sich in eine Situation gebracht hat, aus der man als reiner Fronttriebler ohne fremde Hilfe dann nicht mehr raus kommt. Das wäre zumindest "blöd".


    Ergo:
    Da muß sich Jeep schon noch erklären und "Überzeugungsarbeit" leisten.

  • Kommt aber auch darauf an, wie lange die elektrisch angetriebene Achse "Strom" hat. Das könnte bei größeren/längeren Geländefahrten sehr "problematisch" werden, wenn bspw. nach der 2. oder 3. "Übung" der Saft ausgeht und man als reiner Fronttriebler sich in eine Situation gebracht hat, aus der man als reiner Fronttriebler ohne fremde Hilfe dann nicht mehr raus kommt. Das wäre zumindest "blöd".
    Ergo:
    Da muß sich Jeep schon noch erklären und "Überzeugungsarbeit" leisten.

    Ne klar, der Benziner kann ja auch nicht während der Fahrt Strom erzeugen.
    Halt, warte ... die Bahn fährt ja nur seit Jahrzehnten mit dieselelektischen Loks ... :rolleyes:

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    Walter Röhrl

  • Geländegängigkeit spielt im Eisenbahn-Verkehr eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.


    Darum geht es aber hier - beim Jeep - insbesondere.


    Wenn man von zwei Achsen eine hat, die Batterie-elektrisch angetrieben ist und dieser Batterie der Saft ausgeht, dann hat man zunächst mal einmal eine angetriebene Achse weniger. Im Gelände durchaus von Bedeutung.


    Auch wenn es theoretisch denkbar wäre, dass der Verbrennungsmotor auch den Strom zum Aufladen der Batterie mit erzeugt, so kann man definitiv nicht davon ausgehen, dass der dann notwendige Strom "unmittelbar" erzeugt ist, um sich damit aus der misslichen Situation kurzfristig zu befreien. Und - davon kann man ausgehen - insbes. Geländesituationen können sehr energieintensiv sein. Vielleicht bräuchte es dann 2 - 3 Stunden bei laufendem Verbrenner, damit wieder genug Strom erzeugt ist, um einen Versuch zu starten?


    Aber - wie schon gesagt - hier fehlen derzeit noch die Aussagen von Jeep.

  • Da muß sich Jeep schon noch erklären

    Das sehe ich auch so. Zumindest wäre es jetzt schon angebracht, im Vorfeld bis zur endgültigen Markteinführung Antworten zu liefern. Aus meiner Sicht geht FCA etwas zu lasch an das Thema heran. Wenn ich aber in meine Glaskugel schaue, sehe ich da zusätzlich durch die Fusion mit PSA sehr viele Fragezeichen, was durchaus der Grund für die aktuelle Funkstille sein könnte. Eigentlich bleibt FCA nichts anderes übrig, sofern die Fusion nicht doch noch abgeblasen wird, als den woher auch immer stammenden Hybrid-Antrieb zu verwerfen und alles umzubauen. PSA hat bereits ein Hybrid-System am Markt, das zum einen leistungsstärker ist und durch die zwei E-Motoren auch elektrisch 4x4 fahren kann. Käme bei FCA weiterhin der eigene Antrieb zum Einsatz, wäre ein Jeep Renegade oder Compass den beiden Konzern-Brüdern Grandland X und 3008 beim Antrieb technisch deutlich unterlegen. Was sich in Genf bei der Präsentation noch alles gut angehört hat, ist durch die neue Situation mit PSA schon wieder veraltet. Aktuell werden diesbezüglich wohl einige Köpfe bei FCA am rauchen sein, um das Projekt auf die richtige Spur zu bringen. Ich bin mal gespannt, was daraus wird. Aus dem Grund hab ich jetzt auch meine Planung umgeworfen und werde mir das vermutlich erst mal für weitere 3 Jahre aus der Entfernung ansehen.

  • Weist Du überhaupt woher so ein Hybrid seinen Strom kriegt, falls er mal nicht an der Steckdose hängt? Richtisch, der Verbrenner lädt den Akku auf. Riesige Muldenkipper mit 300t Gewischt und kilometer lange Güterzüge fahren mit Elektomotoren, die ein Generator mit Strom versorgt, der olle Ferdinand Porsche hat seinerzeit für die Wehrmacht einen Entwurf für den Tiger-Panzer eingereicht, der benzine-lektrisch lief. Da soll ein 170 PS Motor nicht genügend Strom für einen Renegade abwerfen?


    Nebenbei sagt Jeep selbst, daß die Elektronik den Akku nicht unter einen gewissen Ladezustand fallen lässt. Nebenbei bemerkt sind rein elektrische Hinterachsen bei den meisten Hybrid-SUVs Stand der Dinge, spart man sich doch so Kardanwelle und Mitteldifferential.

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