Ganz einfach, schaut Euch den ÖPNV-Markt an (öffentlicher Personennahverkehr), Zementherstellung, Telekommunikation, Trinkwasser in Flaschen, Süßwaren/Schokoladenprodukte, Rasierklingen, Luxusartikel, Zucker, Molkereiprodukte, Benzin/Diesel, Heizöl/Gas, Lebensmitteleinzelhandel, Branntwein-/Whisk(e)y-Markt, Brauereiprodukte, Nutzfahrzeuge usw. usw.
Die Großen haben die Kleinen gefressen. Was bleibt sind Oligopole (wenige, die den Markt beherrschen), die mit unzulässigen Preisabsprachen jegliche ernsthafte Konkurrenz ausspielen und somit Quasi-Monopole bilden. Dorfbrauereien sind hierbei völlig irrelevant, weil die für die nationalen und besonders die internationalen Märkte keine Bedeutung haben.
Schaut Euch nur die jüngsten Veröffentlichungen des Kartellamtes an. Nahezu wöchentlich werden hier neue Geschäftszweige öffentlich gemacht, wo man Markstellungen illegal ausnutzt.
Dass das Kaufverhalten (Supermarkt bietet mir mehr als der Tante Emma Laden) der Kunden noch mit hineinspielt ist unstrittig und befördert diese Entwicklung noch. Die Globalisierung, Liberalisierung der Märkte (z.B. durch Auschreibungsverpflichtungen der öffentlichen Hand, ab bestimmten Summen europaweit) und gnadenloses Ausnutzen machtbeherrschender Positionen sind die Hauptursachen, dass es in fast allen Lebensbereichen nur noch wenige Konkurrenten gibt, auch wenn uns die Markenvielfalt etwas anderes suggeriert. Aber schaut mal bei den einzelnen Produkten auf das Kleingedruckte ... Namen wie Unilever, L'Oreal, Nestle, InBev, Dr. Oetker usw. werden Euch dabei ständig über den Weg laufen. E gibt natürlich noch mehr Beispiele, aber das würde hier zu weit führen.
Um zurück zum Thema zu kommen, gibt es deutschlandweit nur noch wenige unabhängige Brauereien, die bundesweit oder darüber hinaus vermarkten. InBev, Interbrew (oder so ähnlich) und die Radeberger Gruppe teilen sich hier den Markt weitestgehend auf, weshalb ich "bierologische" Diskussionen für relativ überflüssig halte.
Der Rest ist reine Geschmackssache.

