Problem mit abfallender Drehzahl

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Problem mit abfallender Drehzahl

    Diese Werbung wird für New-Jeep-Forum.de Mitglieder nicht angezeigt, wenn Sie angemeldet sind!

    Hallo liebe Jeep-Freunde!

    Seit ca. einem Monat hab ich ein Problem mit meinem Renegade und wollte mal nachfragen, ob jemand etwas ähnliches kennt und/oder mir vielleicht weiterhelfen kann.

    Besitze einen 2015er Renegade, 2.0 Turbodiesel, Allrad und manuelle Schaltung.
    Lief jetzt 4 Jahre lang sehr gut, bis plötzlich mal bei einer Fahrt die Drehzahl absackte und dann wieder hochging.
    Nach viel probieren konnte ich folgendes Schema herausfinden: 4., 5. oder 6. Gang, ca. 1500 Umdrehungen und dann mal das Gaspedal durchtreten ... dann steigt die Drehzahl viel zu schnell an, der Motor heult kurz auf. Dann fühlt es sich an als wenn der Wagen merkt, dass die Leistung nicht auf die Räder geht, sie sackt deshalb ab (bis zu 400 Umdrehungen) und danach ganz normale Beschleunigung.

    Habe mir deshalb so ein OBD2-Gerät gekauft und die Daten aufgezeichnet. Rausgekommen ist der Anhang messung1.jpg


    Mein Jeep-Händler und -Werkstatt hat sich das Problem angeschaut und dann bei einer eigenen Fahrt auch gemessen: messung2.jpg


    Hier die Bilder in besserer Auflösung:
    ibb.co/2643K6d
    ibb.co/n0wmWv9

    Leider hat mich die Analyse der Werkstatt nicht begeistert. Da ich Laie bin kann ich nur grob wiedergeben, was mir gesagt wurde: Kupplung greift nicht.
    Nur hat der Wagen erst 55.000 km runter. Und dann schon die Kupplung hinüber? Warum nur in den höheren Gängen? Ansonsten fährt der Wagen 1a.

    Die typischen Ursachen wie mit schleifender Kupplung fahren hab ich nie gemacht. Parke auch nicht im Parkhaus oder so. Einzig dass der Wagen halt größtenteils Kurzstrecke fährt ist halt ein Nachteil.
    Erst dachte ich es wäre der Turbo, aber das wurde ausgeschlossen.
    Flüssigkeit an der Stelle, wo dort .. Dinge greifen .. oder so, wurde nicht festgestellt. Obwohl ich manchmal nach der Heimfahrt das Gefühl hatte, der Wagen riecht komisch. Für mich roch es wie verbrannter Gummi, aber kann es auch was mit einer anderen Flüssigkeit zu tun gehabt haben?

    Meint ihr, die Analyse des Autohauses ist korrekt? Ich hatte ihn zu jeder Inspektion dort, jedes Jahr Durchsicht nach Vorgabe des Herstellers.
    Leider ist eine neue Kupplung echt teuer und durch Allrad geht der Preis für Wechsel mal so richtig durch die Decke. Mag mich damit grad nicht abfinden ;)

    Schon mal danke und Grüße, Tippi

    Mein Renegade:

  • Ja das klingt nach kupplung.

    Im hohen gang ist auf der Getriebeseite der Widerstand viel höher als in kleinen Gängen, deshalb rutscht die kupplung und greift dann irgendwann, wenn sie Drehzahl runter geht.

    Allerdings sind 55tkm nicht gerade viel..... Klingt eher danach also ob die kupplung eventuell verölt ist.....uns nach etwas schleifen greift sie. Riecht es denn aktuell nach verbrannter kupplung?

    Mein Renegade: MY19 Longitude 1.0 T-GDI 999 ccm 120 ps 8.4 uconnect davor 1,6l TorQ Longitude MY 16

  • Chris1200 schrieb:

    Riecht es denn aktuell nach verbrannter kupplung?
    Gute Frage. Wie riecht denn eine verbrannte Kupplung? Hab sowas noch nie gehabt...

    Allerdings hatte ich mehrmals das Gefühl wenn der Wagen in der Garage geparkt wurde, dass es roch. So ein wenig wie verbrannt, bisschen Richtung verschmorter Gummi, ich hatte immer die Bremsen in Verdacht (trotz normaler Fahrweise). Trat immer mal wieder auf seit der Wagen neu war. Aber da gab es noch nie das (vermeintliche) Problem mit der Kupplung.

    Mein Renegade:

  • Moins.

    Yup, klingt nach Kupplung.

    Warum allerdings, das ist eine andere Frage. Fuer normalen Verschleiss ist das bei einer modernen Kupplung zu frueh (frueher waren 30-35 tkm durchaus nicht ungewoehnlich, dank anderem Antriebsstrang aber auch viel billiger). Reibscheiben oelig koennte sein. Einer der Simmerringe (Motorausgang oder Getriebeeingang) brauchen dafuer nur paar Tropfen durchlassen, wenn es bloed laeuft reicht das schon. Vielleicht sind aber auch die Federn muede, etwas zu warm geworden beim anlassen (Waermebehandlung) reicht das schon.

    Das nutzt aber alles nix, raus muss die. Vielleicht hilft ein Kulanzantrag, die Garantie ist um, gell?
    Gruss,

    Udo

    Mein Cherokee: Trailhawk 3.2 Ltr., full house

  • Die wahrscheinliche Ursache dürfte aus meiner Sicht ein undichter Zentralausrücker sein. Die Dinger sind leider immer wieder mal für sowas gut. Das kommt zwar nicht im großen Stil vor, aber es kommt vor. Kurbelwellen-Dichtring käme natürlich auch in Frage.

    Mein Compass: Limited 4WD MY18, 170 PS CRD; in Bestellung: Trailhawk 4xe mit allem außer Schiebedach

  • Danke für die ganzen Antworten. Wenn ich jetzt nur noch verstehen würde, was das alles bedeutet ...

    udowill schrieb:

    Moins.

    Reibscheiben oelig koennte sein. Einer der Simmerringe (Motorausgang oder Getriebeeingang) brauchen dafuer nur paar Tropfen durchlassen, wenn es bloed laeuft reicht das schon. Vielleicht sind aber auch die Federn muede, etwas zu warm geworden beim anlassen (Waermebehandlung) reicht das schon.


    Das nutzt aber alles nix, raus muss die. Vielleicht hilft ein Kulanzantrag, die Garantie ist um, gell?
    Wenn es sich um Flüssigkeiten handelt, die dort sind, wo sie nicht sein sollten: heißt das trotzdem, dass die Kupplung hinüber ist oder eigentlich nur etwas undicht, was dicht gemacht werden müsste, noch säubern und gut ist?

    Ja, Garantie ist um. Ist jetzt 4 Jahre und 3 Monate alt. Und damals gab es diese 2+2 Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung. Zufall?! :1f47f:

    Kulanz kann ich mal probieren, leider bin ich mir unsicher, wie sich mein Händler verhält. Er ist ja derjenige, der gegenüber Jeep bestätigen kann, dass der Wagen immer beim Service war und er kennt ja auch den Wagen besser als ich. Ob er sich aber für mich einsetzt? In der Vergangenheit hatte ich mal ein Elektronikproblem, was zum Glück dann doch noch unter Garantie fiel, aber mir wurde auch schon "angedroht", dass es teuer werden könnte. Einsatz für den Kunden sieht anders aus.

    Toy4ever schrieb:

    Die wahrscheinliche Ursache dürfte aus meiner Sicht ein undichter Zentralausrücker sein. Die Dinger sind leider immer wieder mal für sowas gut. Das kommt zwar nicht im großen Stil vor, aber es kommt vor. Kurbelwellen-Dichtring käme natürlich auch in Frage.
    Puh, so viele Fachbegriffe :1f606:
    Meinst du es lohnt sich, damit auf die Werkstatt zuzugehen?

    Entscheidend ist für mich die Fragen: besteht die Chance, auch ohne den Wagen zu zerlegen etwas zu bewirken, oder muss man an die Kupplung ran?
    Mir wurde ein Kostenvoranschlag von 1800 Euro gemacht. 9 Arbeitsstunden Aufwand, da Allrad. Die neue Kupplung ist in der Rechnung fast noch das günstigste :1f609:

    Auf dem Voranschlag stehen Achsmutter, Drucklager, Simmering, Kupplung und halt Bremsflüssigkeit ... da hatte ich auch mal was gelesen: Die Bremsflüssigkeit wird auch für die Kupplung verwendet. Wenn das zu niedrig ist -> doof. Könnte es vielleicht auch ein Wartungsfehler sein?

    Mein Renegade:

  • Das problem ist, egal was es ist, die Kupplung muss "aufgemacht" werden, und dann ist ein Tausch aller Teile sowieso sinnvoll.

    Im Falle des Verölens ist die Kupplung sowieso hinüber, da kannst du nichts Weg putzen... :1f601:

    Ich könnte mir aber vorstellen dass ein Teil der Kosten bei den wenigen Kilometern sehr wohl auf Kulanz übernommen werden, wenn alle Kundendienste gemacht wurden und der Händler sich ordentlich dahinter klemmt.

    Mein Renegade: MY19 Longitude 1.0 T-GDI 999 ccm 120 ps 8.4 uconnect davor 1,6l TorQ Longitude MY 16

  • Moins.

    Es gibt verschiedene Moeglichkeiten, die Pedalbewegung auf die Kupplung zu uebertragen, hydraulisch, also mit einer Fluessigkeit (Bremsfluessigkeit) ist eine davon. Zuwenig von dieser Fluessigkeit ist schlecht, passt aber nicht zu Deinem Fehlerbild.

    Wenn die Kupplung tatsaechlich veroelt ist, koennte man versuchen, sie auszuwaschen.. Dazu muesste sie aber auch aus- und wieder eingebaut werden. Und keiner wird garantieren, dass die Kupplung danach wieder ok ist. Wenn der Loewenanteil an der Reparatur nun die Materialkosten waeren, koennte man das ueberlegen. Es ist aber umgekehrt. In dem Moment, wo ich bei einem modernen Allradfahrzeug die Kupplung in der Hand habe, wechsel ich bei jedem Fehlerbild alles, was es da zu wechseln gibt, um zu verhindern, dass ich noch einmal alles zerlegen muss, das waere naemlich der Gau.

    Sorry, ich wuerde auch lieber sowas schreiben wie: „fuell Fluessigkeit nach und dreh die Schraube fest, alles wieder gut..“, aber so einfach ist es halt nicht.

    Frueher (Heckantrieb, grosses Auto, kleiner Motor) konnte man bissi Kleinkram wegbauen, Auspuff ab, Getriebe los und nach hinten damit, viola, die Kupplung. Heute geht das leider nicht mehr. Und bei nem Allrad schon ueberhaupt nicht. Das ist einfach ein Riesenaufwand, bis man die Kupplung ausgebaut hat. Da lohnt es nicht, ein paar Euro an den Teilen zu sparen, mit dem Risiko, die Arbeit wiederholen zu muessen.
    Gruss,

    Udo

    Mein Cherokee: Trailhawk 3.2 Ltr., full house

  • So, danke für eure ganzen Antworten.

    Mein Händler hat gesagt: Kulanz? Bei Jeep? Und dann noch bei einer Kupplung? Einem Verschleißteil? (da waren noch viel mehr Fragezeichen in der Stimme, aber ich wahre mal die Board-Sitte ;) )
    Da kümmert sich leider niemand. Darf die Rechnung jetzt selbst bezahlen.

    Wollte mich dann aber an Jeep selber wenden, und bevor ich am Telefon die Beherrschung verliere lieber über das Kontaktformular hier: jeep.de/kontakt
    Nur haben die einen Fehler in der Webseite (Bug im Javascript) und absenden klappte bei mir nicht. Ob das Absicht ist?

    Mein Renegade:

  • Das hört sich allerdings so an, als ob dein Händler es erst gar nicht versucht hat...

    So ist das natürlich sehr schlecht, wenn du einen hast der sich dahinter klemmt und auch ernsthaft versucht einen Kulanzantrag durchzuboxen hast du in jedem Fall mal bessere Karten (und sei es nur das zumindest ein Teil der Kosten übernommen wird).

    Ganz schwache Leistung vom Händler :thumbdown: .

    An deiner Stelle würde ich es auf jeden Fall auf dem direkten Weg mit FCA probieren oder aber doch mal einen anderen Höndler aufsuchen der evtl. mehr Antrieb hat dir auch tatsächlich zu helfen.
    Wer sich nicht schmutzig macht, ist nicht ganz sauber ;) :thumbsup: .

    Mein Compass: Trailhawk MY 19: Granite Crystal​, "volle Hütte", AHK, 'Cooper Discoverer AT3 4S' in 235/60 r17, Hundegitter. Mein Ex: Renegade Limited MY15

  • Tippi schrieb:

    Wollte mich dann aber an Jeep selber wenden, und bevor ich am Telefon die Beherrschung verliere lieber über das Kontaktformular hier: jeep.de/kontakt

    Nur haben die einen Fehler in der Webseite (Bug im Javascript) und absenden klappte bei mir nicht. Ob das Absicht ist?
    Absicht wohl nicht, bei mir funktioniert das soweit einwandfrei.
    Aber ruf doch einfach an, über das Kontaktformular gemeldet bekommst du auch einen Telefonanruf.
    Aber mit deinem eventuellen Garantieanspruch solltest du hartnäckig bleiben. Deinen Händler finde ich gruselig. ?(
    Gruß Wilfried
    1.6 E-torQ Schaltgetriebe Longitude/Komfortpaket Erstzulassung 07/2016+PIONEER-MEDIACENTER-F88DAB/NAVI/Rückfahrkamera

    Mein Renegade: MY19 Limited 1.3l T-GDI 110 kW(150 PS) 4x2 DDCT, Uconnect™ 8,4” NAVI

  • Das Auftreten von der Werkstatt halte ich auch für äußerst fragwürdig. Wenn sich beim Ausbau der herausstellt, dass die Kupplung als Folge eines Defekts eines anderen Bauteils zerstört wurde, wird da von FCA keiner was ablehnen. Aber das sieht man alles erst wenn das Getriebe ausgebaut ist.

    Anders sieht es aus, wenn die wirklich nur verschlissen sein sollte und/oder ein Motortuning im Spiel war. Aber die möglichen Szenarien man halt alles im Vorfeld mit dem Kunden in Ruhe besprechen. Dann gibt es auch keine Streitereien.

    Mein Compass: Limited 4WD MY18, 170 PS CRD; in Bestellung: Trailhawk 4xe mit allem außer Schiebedach

  • Hallo zusammen,

    will euch hier mal auf den aktuellen Stand bringen, wen es interessiert.

    Nachdem mein Autohaus bei Kulanz abgewiegelt hatte, bin ich selbst an Jeep herangetreten. Da kam die Rückmeldung: man nimmt den Case auf und kümmert sich.
    Dann kam Corona.
    Später ein Anruf, dass es dauert, weil ist halt grad schwierig. Okay. Ich hab betont, dass ich aktuell mit einem defekten Wagen rumfahre und erst reparieren lasse, wenn der Fall geklärt ist.
    Dann ewig nichts.
    Rückfruf meinerseits: es dauert, der Kundenmanager, der auch für Kulanz zuständig ist und hier vor Ort die Autohäuser betreut, der weiß Bescheid und will Rückmeldung geben und blabla. Mir war schon klar: Sein Auto hat keinen Kupplungsschaden! Ist ja nur der Kunde der Doofe!

    Irgendwann viel später ein Anruf vom Autohaus: gute Nachrichten, man hat meinen Kulanzantrag genehmigt. Mir war schon klar, dass da was nicht stimmt.

    Ende vom Lied: Jeep hat von den Reparaturleistungen 60% übernommen (davon 10% muss das Autohaus tragen), die restlichen 40% zahlte ich. Außerdem musste ich alle Teile zu 100% zahlen.
    Damit war die Reparatur der defekten Kupplung trotzdem im 4-stelligen Bereich.

    Zu viel für 55.000 km!

    Mein Autohaus hat noch relativ gut agiert und mir andere Dinge wie Leihwagen erlassen. Trotzdem hab ich denen eins klar gemacht: das war mein letzter Jeep. Ist ja nicht so, dass so ein Auto nicht eh schon viel Geld im Jahr kostet im Vergleich zu anderen Wagen.
    (Nur so als Vergleich: hatte vorher einen gebrauchten einer anderen Marke. 2 Jahre Jeep fahren hat mich mehr gekostet als der Gebrauchte in der Anschaffung und Werkstattleistungen. Egal, man zahlt was man fährt ;) )

    Später kam sogar noch eine Mail vom Kundensupport von Jeep, auch mit so Text "positive Nachricht, Kulanz positiv beurteilt" ... da ist mir fast die Halsschlagader geplatzt.

    Wie dem auch sei, ich hoffe ihr könnt bessere Erfahrungen machen.
    Für mich ist das Thema Jeep durch.

    Viele Grüße und allzeit gute Fahrt! :)
    Tippi

    PS: Nein, hab nie etwas an meinem Auto gemacht wie Tuning oder so. Auch immer zum Jeep-Autohaus gebracht. Und jetzt fahre ich 22 Jahre Auto und das ist das erste, was eine defekte Kupplung hat. Auch ein Grund, warum ich kaum an ein Fehlverhalten meinerseits glauben kann.

    Mein Renegade: