Ich hatte jetzt die Möglichkeit, mich ausführlich mit einem MY19 Cherokee zu befassen. Es fällt gleich auf den ersten Blick auf, dass die Spaltmaße für amerikanische Verhältnisse sensationell gleichmäßig sind. Das setzt sich auch im Innenraum weiter fort, sämtliche Einsätze und Blenden sitzen perfekt, die Ziernähte laufen schnurgerade und sind sauber ausgeführt. Der Cherokee hatte bis dato schon 18.000 Meilen gelaufen, trotzdem findet man kaum die bekannten Knautschfalten im Leder. Den optischen Qualitätseindruck könnte man fast in einer neuen Dimension einordnen, wenn nicht, ja wenn das bekannte Thema Tankklappe nicht wäre. Wie man die Tankklappe bündig zur Karosserie einbaut, das werden sie bei Chrysler wohl nicht mehr lernen.
Bei der Probefahrt gab es dann den nächsten Wow-Effekt: Das 9-Gang Getriebe ist in der 3. Generation nun endlich in der Lage, auch die Gänge 1-5 sauber und ohne zu bocken durchzuschalten. Gleiches gilt für die Hinterachse, auch hier ist nichts zu hören oder zu spüren. Ansonsten zeigt sich beim Fahren das gewohnte Wohnzimmer-Feeling, alles da, alles passt, die perfekte Ergonomie ist immer noch genauso vorhanden. Was ebenso positiv auffällt, es scheint so gut wie nirgends der Rotstift angesetzt worden zu sein. Was man einzig nicht mehr findet, ist der vormals viel gepriesene Cargo-Management Bügel im Kofferraum. Ab und zu war der ja mal ganz praktisch, um Einkauftüten daran zu hängen. Dafür bringen die neuen LED-Scheinwerfer einen riesen Mehrwert, das Licht ist hammermäßig gut.
Fazit: Der Haben-Will-Faktor ist bei mir wieder größer denn je. Gegen den neuen Cherokee fällt der Compass schon in allen belangen deutlich ab. Nun müsste es den Cherokee nur wieder für einen angemessenen Kurs zu leasen geben.......


Fummel Arbeit beim Auf und Zu machen...