Die paar, die noch arbeiten und alle anderen sozial auffangen, werden das nicht weiter schaffen.
Du weißt aber schon, dass wir derzeit nahezu Vollbeschäftigung haben und unser Problem weder die Flüchtlinge noch die Sozialhilfeempfänger sind, sondern der Fachkräftemangel (den im Übrigen auch nicht die Politik alleine zu verantworten hat).
Wir haben - trotz geschönter Arbeitslosenstatistiken - zur Zeit soviele Menschen in Lohn und Brot, wie seit 3 Jahrzehnten nicht mehr. Dass diese nicht alle genug verdienen, um gescheit wohnen und ihren Lebensabend bestreiten zu können ist allerdings ebenso ein Fakt, an dem gearbeitet werden muss. Das ist vollkommen richtig. Aber außer den Mindestlohn einzuführen, sind da politischen Einflüsse begrenzt, da die Löhne und Gehälter in erster Linie Aufgabe der Tarifpartner sind.
Auch die sogenannte Wohnungsnot ist doch hausgemacht. In den neuen Ländern, ja sogar bei uns im Ostteil des Wetteraukreises oder in Nordhessen stehen ganze Häuser leer, während es jeden Volljährigen in die Städte zieht, solange er es sich (bereits) leisten kann.
Wir sind ja nicht viel mehr Einwohner als 1990, aber unsere Ansprüche sind hier deutlich gewachsen und die großen Städte betreiben aktive Abwerbung, junge Gutverdiener und Familien, die es sich leisten können, in die Ballungsräume zu holen, während in den ländlichen Regionen bald die letzten Lichter ausgehen werden.