Beiträge von Chief

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Feiertag?

    Aber, um wieder auf das Ausgangsthema zurückzukommen:


    Trotz anfänglicher Überlegungen in diese Richtung (nach Ablauf der Garantie) habe ich das Thema Chiptuning für mich abgehakt.
    Der Cherokee läuft problemlos 180-190 km/h und wenn er richtig in Fahrt ist, knacke ich auch des Öfteren die 200 auf dem Tacho. Mehr muss für einen SUV eigentlich wirklich nicht sein.
    Und wenn ich mal fast 250 fahren will, haben wir ja noch unseren Audi TT.
    Aber man wird ja älter und ruhiger ... ;)

    Aufgrund von Empfehlungen im MT-BMW-X5-Forum habe ich selbst in der Werkstatt angeregt, einen Getriebeölwechsel durchzuführen, nachdem das Getriebe anfing, komische Geräusche zu machen.
    Die Antwort war: kostet nur Geld und bringt nichts.
    Das Ergebnis war: wenige Wochen später hatte ich den Getriebe-Totalschaden.


    Jetzt kann sich jeder seinen Reim darauf machen.
    Hätte, hätte Fahrradkette ... Wäre, wäre Heidelbeere ...!


    Meine Reaktionen darauf waren:


    1. (nach Ablehnung des Kulanzantrages) das Getriebe von einer reinen Fachfirma für den halben Preis den BMW genannt hatte reparieren lassen.


    2. Das Auto verkaufen.


    3. Meine weiteren BMWS nur noch mit Firmenrabatten geleast, nie mehr einen gekauft.


    4. Als dann auch noch die Finanzgerichte in Bayern und der BFH Berufskollegen von mir Schwierigkeiten wegen der Versteuerung dieses Rabattes gemacht haben, haben wir uns nach Ablauf des letzten Leasingvertrages von BMW verabschiedet und den Jeep KL gekauft.


    Und ich kann mich nur wiederholen: auch nach 3 Jahren habe ich den Umstieg nicht bereut, auch wenn ich mich anfänglich an die Optik des Armaturenbrettes erst gewöhnen musste. Da ist BMW schon spitze. Aber für Jeep-Verhältnisse ist man mit dem KL schon sehr luxuriös und komfortabel aufgestellt und außer ein paar PS (habe leider noch den alten 170 PS Diesel) fehlt mir nix im Vergleich zu BMW. Im Gegenteil, soviel an Luxus und Assistenzsystemen hätte ich mir bei BMW trotz Rabatten nicht gegönnt, da unverhältnismäßig teuer.

    Eigentlich seid "ihr Jeep-Fahrer" ja prädestiniert das richtig einzuschätzen, weil es im Jeep ja noch beide Varianten gibt, also man kann manches sowohl über feste Schalter als auch übers Touchscreen bedienen. Was ist besser? Was meint ihr?

    Am besten sind die automatischen Komfortfunktionen, bei denen sich z.B. je nach Temperatur die Sitzheizungen oder Sitzbelüftungen von alleine aktivieren oder die Seitenspiegel mit dem Rückwärtsgang nach unten klappen. Da muss man gar nichts selbst schalten.


    Ne, Spaß beiseite. Ich genieße den Komfort, sowohl ein Menü auf einem Display als auch noch reale Schalter für wichtige Funktionen nutzen zu können. Je nach dem, was mir im Moment sinnvoll erscheint. Wobei seit dem letzten Uconnectupdate die Menübedienung am Touchscreen auch bei den älteren Modellen noch wesentlich freundlicher und effektiver geworden ist.
    Die Seite mit den "Apps" ist jetzt meine Standardseite, so dass ich neben den realen Knöpfen und Schaltern auch noch gleich alle virtuellen auf einen Blick vor mir habe, ohne erst in ein Menü "eintauchen" zu müssen.
    Ich finde das vorbildlich geregelt.


    Auch das anfänglich etwas verwirrende "on" oder "off" der realen Schalter für die verschiedenen Assistenzsysteme hat sich im Nachhinein als sehr sinnvoll, ergonomisch und logisch erwiesen.
    Einmal die jeweiligen Parameter im Uconnect individualisiert und der Rest funktioniert einfach über die Tasten unter dem Display.


    Auch dass man mit einem echten Knopf in der Mittelkonsole im Display scrollen und klicken kann macht das Handling auch während der Fahrt sehr angenehm.

    Jetzt hatte es mich/uns auch erwischt. Erst hat die beste Ehefrau von allen in einer Baustelle den rechten Spiegel an einem saublöd aufgestellten Verkehrsschild angekratzt und dann habe ich auf einer Parkplatzausfahrt einen Felsbrocken geküsst, weil ich (wegen zwei quatschender Weiber in der Einfahrt) zu weit rechts von diesem Parkplatz herunter fahren wollte und dort dieser Stein zum Schutz der Begrenzungsmauer lag. Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe diesen sch... Stein nicht gesehen und er hat mir die hintere Türe rechts mit einem riesigen tiefen Kratzer "verziert". Es hat richtig eklig geknirscht - und so sah es dann auch aus.


    (Zwischenanmerkung: Das Auto ist jetzt 3,5 Jahre alt, wir haben es seit etwas über 3 Jahren und habe 36.000 km auf der Uhr. Kurz vor den hier geschilderten Ereignissen haben wir noch gemeinsam festgestellt, dass wir seit vielen Jahren - gemeint sind ausschließlich BMWs der Fünfer-Klasse - keine Autos mehr hatten, die nach 3 Jahren noch so makelfrei und neuwertig aussahen, wie unser Cherokee.
    Manchmal ist es einfach besser, die Klappe zu halten ...!)


    Meine Frau hat dann innerhalb von 2 Tagen einen Termin bei der Firma bekommen, die hin und wieder Ihren Audi TT aufarbeitet (Bj. 2002) und mit der wir sehr zufrieden sind. Die bereiten fast alle Neuwagen für BMW und Audi in unserer Gegend auf und haben einen guten Ruf, Leasingrücknahmen wieder "frisch" zu machen.
    Die Beseitigung dieses wirklich fast handbreiten und tiefen Kratzers inkl. Beule nach Innen, der bestimmt 30-40 cm lang war, sowie ein neuer lackierter Spiegeldeckel sollte ca. 440 € kosten. Und hat es letztendlich auch gekostet.
    Mit neuer Tür hätte man mindestens 1.200 € rechnen müssen. Was hier meine Jeep-Werkstatt aufgerufen hätte, will ich erst gar nicht wissen. Sehr wahrscheinlich 1.500 Euronen plus X ?


    Fakt ist, die Jungs haben das wieder toll hinbekommen. Man sieht definitiv nichts mehr. Ok, ein Profi vielleicht und nachmessen wird man die Reparatur auch können, aber mit dem bloßen Auge ist nichts mehr zu erkennen und der Spiegel ist eh wie neu.
    Im Anschluss an diese Reparatur haben die das Auto (im Preis inbegriffen) noch Innen und Außen vom Feinsten geputzt und offensichtlich mit einer Versiegelung versehen, da mein Indianer seit dem aussieht wie neu und auch der kleinste Regen das Auto wieder wunderbar vom Staub befreit.


    Natürlich habe ich mich über meine eigene Dämlichkeit wahnsinnig geärgert, aber für vergleichsweise kleines Geld habe ich optisch wieder einen Neuwagen vor der Garage stehen.
    Kann ich nur jedem empfehlen, dem ein ähnliches Missgeschick passiert. Mein Ärger ist wieder dem Besitzerstolz gewichen.
    Dann kann es auch egal sein, was Jeep hier für Preise aufgerufen hätte.
    Wir haben das Auto freitags früh hingebracht und am Montag Nachmittag fertig wieder holen können. Granite-crystal war nicht das geringste Problem. Es ist wirklich kein Unterschied zu erkennen und das Auto strahlt wie neu.


    Und selbst die neidische Nachbarschaft hat es nicht mal bemerkt. ;)

    Dafür bekommt ja schon fast einen Jeep Grand Cherokee

    Genau! Genau deshalb sind wir von Audi zu Jeep gefahren. Eigentlich wollten wir mal nach einem Q5 schauen. Utopisch was die da aufrufen, wenn man ein wenig Luxus und moderne Technik haben möchte. Dafür war locker ein GC zu schießen. Den KL kannten wir bis dahin nicht. Beim Jeep-Händler angekommen hat sich meine Frau sofort in den damals ganz neuen Cherokee verliebt. Naja, und da wir nur noch zu zweit unterwegs sind ...!
    Der Rest ist bekannt.
    Ich kanns nur noch mal betonen. Hinsichtlich Sitze und Fahrwerk vermisse ich im Vergleich zu meinen vorherigen BMWs absolut nichts. Im Gegenteil, die Komfortsitze haben bei BMW ein Heidengeld gekostet, jetzt genieße ich den gekühlten und beheizten Nappa-Luxus inklusive.

    Overland (was unterscheidet den eigentlich vom Limited?)

    Limited mit Vollausstattung, alle Assistenzsysteme und Panoramadach inklusive, Lenkrad teilweise aus Holz (naja) und die ganzen Schürzen und Seitenplanken in Wagenfarbe lackiert. Das gefällt mir persönlich sehr gut, ist aber an sich eher Jeep untypisch "anti-Offroad". Sieht aber wirklich edel aus.

    Nachtrag: unser erster X5 hatte Sportfahrwerk und die dicksten Serienwalzen plus Sportsitzen.
    Das war uns definitiv zu hart und wir haben uns regelmäßig auf die weicheren Winterreifen gefreut.
    Danach haben wir nur noch BMWs mit Standardfahrwerk und Standardreifen sowie den Komfortsitzen (schweineteuer) genommen. Das hat uns gut gefallen.
    Und ich behaupte jetzt freiweg, dass der Cherokee (Limited) mit diese Konfiguration sehr gut verglichen werden kann. Hat meine Frau ebenso wahrgenommen. Gegen das KL-Fahrwerk kann man m.E. nichts sagen. Komfortabel und dennoch relativ sportlich (für einen Ami).

    Vielleicht kann sich unser Boss Toy4ever mal dazu äußern. Er hatte einen Cherokee und hat jetzt einen Compass. Ich erinnere mich an ein Post von ihm, wonach man so nach und nach doch den Preisunterschied zwischen den beiden merken würde.
    Ich denke auch, dass der Cherokee nicht nur 20 cm größer ist, sondern insgesamt auch luxuriöser daherkommt.
    Als Wechsler von BMW (5er, GT, X5) zum Cherokee ist mir außer dem billigeren Plastik bisher nichts wesentlich schlechter vorgekommen. Klar sind die Motoren spitze und das 8-Gang-ZF-Getriebe ist ausgereifter als unser Neunender, aber ich werde mir definitiv eher wieder einen Jeep kaufen, als einen maßlos überteuerten BMW.

    Ein Mitarbeiter von mir hat auch gerade seinen Renault Megane in der Werkstatt. Zum wiederholten Male. Das "Steckertuning" haben sie ihm dort sogar verpasst, und seit dem hat die Karre Probleme im oberen Drehzahlbereich.


    Ich selbst habe von Chips auch die Nase voll. Mein erster (gebrauchter, aber über BMW gekaufter) X5 hatte bereits beim Kauf einen Chip drin. Als dann bei ca. 110.000 km das GM-Automatikgetriebe in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist, hatte ich von BMW null Kulanz zu erwarten (und auch bekommen). Keinen Cent und ein Schaden zwischen 5 und 6 T€.
    Ob es einen technischen Zusammenhang gab wurde nie bewiesen, aber eine bessere Steilvorlage Garantieansprüche oder gar Kulanz abzulehnen gibt es für einen Autohersteller nicht.
    Meine Meinung!
    Habe meine Ideen auch begraben, nach Ablauf der Garantieverlängerung meinen Cherokee chippen zu lassen. Der ist für einen Jeep eigentlich flott genug unterwegs. Und man wird ja älter und ruhiger.

    Hi Wendy, in der Zeit zwischen den Oster- und Sommerferien tanzt bei uns und all den Gremien, Verbänden, Aufsichtsräten und Vorständen denen ich angehöre, der Bär. Kaum ein Abend, an dem ich zuhause bin. Am Donnerstag z.B. werde ich dienstlich im Landtag in Wiesbaden sein.
    Sorry, aber ich habe nicht ohne Grund meine Hobbys meinem Beruf geopfert. Das ist einfach so und ich lebe damit seit 18 Jahren.
    Aber irgendwann wird's klappen.


    Schöne Grüße
    Chief

    Ich will Euch ja nicht noch wuseliger machen, aber ihr könnt Euch - trotz hier (wie in jedem Forum) auch vorhandener Kritik - auf das Auto freuen.
    Wir hatten vorher 5 BMWs (inkl. zwei X5). Die waren nahezu perfekt - aber uns letztendlich außer zu teuer auch zu langweilig.
    Auch nach 3 Jahren fahren wir unseren Indianer noch sehr gerne und genießen auf jeder Fahrt den gebotenen Luxus. Wir freuen uns auf jede "Fernreise", die sich bietet, da das Auto ein klasse Reisewagen ist. Besonders wenn man noch eine Espressomaschine im Auto hat ;) (Vorsicht! "Insider").
    Wir haben ja noch einen Audi TT Roadster (meiner Frau), aber seit wir den Jeep haben, "darf" ich diesen öfter fahren, da sie den Cherokee heiß und innig liebt.
    Wie jeder Mensch, ist er nicht perfekt, aber aaaabsolut liebenswert, da muss ich meiner Frau schon Recht geben.
    Eure Vorfreude ist also absolut berechtigt und ich wünsche Euch (auch im Namen unseres "harten Forum-Kerns", der sich gerade in Paderborn trifft) viel Spaß mit dem Auto (den werdet ihr mit Sicherheit haben) und allzeit gute Fahrt.
    Naja, und ihr wisst ja: Vorfreude ist die schönste Freude!


    Schöne Grüße über den Rhein in die "Palz"


    Chief

    Beste Erfahrungen habe ich mit einer Tageszulassung gemacht. Mit 18 km auf der Uhr bekam ich ca. 25% Nachlass.
    Bei einem ganz neuen Modelljahr funktioniert das natürlich noch nicht. Die besten Konditionen erhält man bei Vorjahresmodellen, wobei dies angesichts der aktuellen Motorenthematik nicht unbedingt zu empfehlen wäre.