Ich habe der E-Mobilität auch lange kritisch gegenübergestanden. Besonders die Hybrids halte ich nach wie vor für eine Übergangstechnologie, die überwiegend den OEMs und Gewerbetreibenden dienen, weniger den Privatbesitzern und noch weniger der Umwelt.
Jetzt habe ich ein batterieelektrisches Auto bestellt und stehe da voll und ganz dahinter.
Fahrverhalten, Gesamtkosten, Leistungsentfaltung usw. haben mich begeistert. Man taucht in eine ganz andere KFz-Welt ein - und stellt dann fest, dass zwar nicht alles Gold ist, was glänzt, aber schon eine gute Ladeinfrastruktur in Mittel-, West- und Nordeuropa besteht und mit dem richtigen Navi oder der richtigen App auch niemand Angst haben muss, liegen zu bleiben.
Es gibt immerhin viel viel mehr Steckdosen als Zapfsäulen auf der Welt und mittlerweile auf fast jeder Autobahnraststätte Schnelllader, so dass man mit einem modernen Stromer nach mehr als 400 km und längstens einer halben Stunde Pause/laden wieder unterwegs ist. Und täglich werden die Ladesäulen mehr und ab 2022 sollen auch noch alle Tesla-Supercharger für alle freigegeben werden.
Meine Wallbox ist in der eigenen Garage bereits installiert, meine PV-Anlage geplant. Bei 90% Kurzstrecke hätte ich schon früher umstellen sollen, aber das passende Auto für uns ist erst seit April auf dem Markt.
Heute hatte ich einen Vorführer da, um meine Wallbox und die Kabellänge zu checken.
Direkt danach habe ich meinen Jeep getankt. Ich freue mich wie ein kleines Kind, künftig nur noch meinen eigenen Strom zu tanken und nie mehr den Diesel-Schmock einatmen zu müssen.
Ein Wort noch zum Thema Stromausfall: Wenn der Strom ausfällt, funktioniert auch keine Tankstelle/Zapfsäule. Aber zumindest meine Wallbox, solange die Sonne scheint. Und mein geplanter PV-Speicher wird auch noch soviel Strom liefern können, dass ich mit einem komplett leeren E-Auto (was es normal nie geben sollte, da die optimale Ladekurve zwischen 10 und 80% verläuft) bis zu einer Ladestation außerhalb des „Katastrophengebietes“ fahren kann.
Im Übrigen habe ich jetzt beobachten können (nur soviel zum Thema gänzlich andere Auto-Welt), dass sich viele private E-Auto-Fahrer gleichzeitig mit dem Thema eigene PV-Anlage beschäftigen, da man billiger und vor allem sauberer nicht Auto fahren kann.
Außerdem bekommt man die 900 € Wallboxzuschuss der KfW ohnehin nur, wenn man einen Vertrag über grünen Strom vorweisen kann.
Nicht zuletzt deshalb, muss mit dem florierenden Ausbau von Ladepunkten (privat wie öffentlich) auch der Ausbau regenerativer Energien mit einer wesentlich stärkeren Dynamik vorangetrieben werden, als dies aktuell der Fall ist.


Elektriker des Vertrauens auf eine EVBox Elvi V2 Wi-Fi eingelassen. Die wird kommende Woche geliefert und ist außerdem fast 600 € günstiger. Das 6m-Kabel ersetzen wir gegen ein 7,50er (wie bei der Mennekes) und machen aus dem 6m-Kabel eine Verlängerung für unterwegs.