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Feiertag?

    @Dilldappe


    Du hast ja vollkommen Recht. Wenn das eigene Fahr- bzw. Nutzungsprofil nicht zu den aktuellen BEVs oder dem eigenen Geldbeutel (bzw. der Bereitschaft, entsprechend zu investieren) passt, sollte man natürlich die Finger davon lassen.
    Wie bereits geschrieben, kann derzeit ja auch gar kein Umstieg von 100% aller Autofahrer/innen erfolgen. Dazu gibt es für viele Stadtbewohner viel zu wenig Möglichkeiten, privat zu laden bzw. noch viel zu wenig öffentliche Säulen/Strom für alle.
    Ich werbe deshalb ja auch nur dafür, wenn das Anforderungsprofil und die finanziellen Möglichkeiten passen, einen BEV als Alternative vorurteilsfrei ins Kalkül zu ziehen. Abgesehen vom fehlenden Sound (der bei meinem Diesel-Jeep durchaus entbehrlich war) sind die Fahreigenschaften mit einem Stromer m.E. nicht zu toppen.

    Danke @Dilldappe, das war ein guter und wahrer Beitrag angesichts des gefährlichen Halbwissens, was sich hier so langsam breit zu machen scheint.
    Nicht zuletzt wegen dem Missbrauch wird ja die Förderung in Kürze auch geändert.
    Genau so gab es Tausende, die sich mit 900 € eine Wallbox haben bezahlen lassen obwohl noch gar kein Kauf eines BEV oder Plug-in-Hybriden geplant war. Traurig, aber wahr. Hätte man vorher bedenken und an Kauf-/Leasingverträge koppeln können.


    Ja, der Strom wird auch teurer, aber das Benzin überproportional teurer.


    Ich fahre jetzt seit einigen Wochen zu 100% elektrisch. Allrad, wohlgemerkt. Ich tanke Strom vom Dach, zahle keine Steuern mehr, bekomme im Jahr 350 € CO2-Abgabe geschenkt und fahre selbst am teuersten Schnelllader nicht teurer als mit einem Diesel.
    Trotz fast 100 PS mehr zahle ich weniger Versicherung (kann ich gerne belegen), habe weniger und viel günstigere Inspektionen (ohne jegliche Flüssigkeitswechsel) und abzüglich der Förderung habe ich für 265 PS 4WD, bei ähnlichen Außenmaßen, kaum mehr bezahlt, als vor 7 Jahren für meinen Cherokee KL.
    Darüber hinaus habe ich ein fantastisches Fahrgefühl, bin lokal emissionsfrei unterwegs und weder auf Scheichs noch auf Russen angewiesen.


    Von daher kann ich die Schlechtrederei mit falschen Fakten nicht mehr kommentarlos hinnehmen.


    Ja, klar, wer sich nach 3-400 km keine 30-40 Minuten Pause gönnt ist derzeit für E-Mobilität nicht geeignet. Aber gerade in einem Jeep-Forum hätte ich erwartet, dass Langstreckenfahren nicht nur aus pausenloser Hast besteht (Berufskraftfahrer ausgenommen - die fahren dann aber auch selten Jeep).


    Auch haben im Innenstadtbereich die 11 und 22 kW Schnarchlader durchaus ihre Berechtigung, da natürlich nicht jeder ein eigenes Haus mit Wallbox hat. Hier kann aber jeder über Nacht sein Auto für kleines Geld vollladen. Die Schnelllader (meistens an der Autobahn) sind wesentlich teurer, da auch die Schnelllade-Infrastruktur wesentlich teurer ist.


    Ich wohne in der Kerngemeinde (5.000 Einwohner) in einer Kleinstadt mit weniger als insgesamt 10.000 Ew. Ich habe in fußläufiger Entfernung einen sogenannten Kommunallader mit 22 kW sowie einen Schnelllader mit 150 kW. Und es kommen in Kürze bei Aldi, Lidl und Shell neue Ladestationen hinzu. Alles im Umkreis von 1 km.


    Wer sich einfach mal ohne Vorurteile objektiv mit dem hier beschriebenen Thema beschäftigt, wird feststellen, dass die Technik und Ladeinfrastruktur wesentlich einfacher und fortgeschrittener ist, als viele hier glauben.
    Auch die Wirtschaftlichkeit.


    Trotzdem wird es natürlich Anforderungsprofile geben, die nicht zur E-Mobilität passen. Das ist ja auch gut so. Alle können nicht gleichzeitig umsteigen, aber man sollte die Umstiegswilligen nicht mit fadenscheinigen Argumenten davon abhalten wollen.

    Ja genau, Volltreffer. Um genau das geht es mir. Auch das Beispiel "Wortkette" ist so ein "und täglich grüßt das Murmeltier" auf das ich gerne verzichten würde.
    Aber alles nicht so schlimm. Das Leben geht auch so weiter…

    Nur mal zur Erinnerung,
    die Wortkette ist eine Idee von mir aus den Kindertagen dieses Forums, um Bewegung und Klicks zu generieren. Das muss man nicht mögen und man muss auch nicht mitmachen, aber es hatte vor einigen Jahren, als hier nur wenige Mitglieder und noch weniger Threads/Posts bestanden seine Existenzberechtigung gehabt.
    Wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt habe, hat sich dieser Thread eigentlich überlebt, wäre aber dennoch schön, wenn wir vor der Löschung die 20.000 vollmachen könnten.

    Egal, ob Hybrid oder Voll-Elektro. Wir sind doch gerade erst am Anfang einer neuen Zeitrechnung, aber in Europa werden derzeit schon mehr Elektrische/Hybriden verkauft, als Diesel. Da kann man von halten was man will, aber man hält diese Entwicklung nicht auf.


    Und was die „German Reichweitenangst“ anbelangt:
    Es gib in Deutschland tausendfach mehr Steckdosen als Tankstellen.


    Ja, es gibt gerade in Innenstädten noch erheblichen Nachholbedarf für die vielen Mieter, aber in ländlichen Regionen sind eigene Wallboxen für ein paar Hundert Euro doch schnell an die Garagenwand getackert.

    Ja, schwierig war es auch, als Carl Benz seinen Sprit noch in der Apotheke holte und die Leute zwischen Nürnberg und Fürth die Eisenbahn für Teufelswerk hielten.


    Ich fahre seit Samstag nun endlich lokal emissionsfrei und freue mich über die tolle Kraftentfaltung ohne Lärm.
    Und die angegebenen WLTP-Reichweiten sind genauso realistisch wie die Normverbrauchswerte der Verbrenner. Das weiß man vorher.


    Jedes BEV kann auf 0% leergefahren werden, da es sowohl nach oben als auch nach unten nicht nutzbare Puffer gibt, um die Akkus zu schützen. Deshalb gibt es immer Brutto- und Nettokapazitätsangaben.
    Und natürlich kann man auch auf 100% laden. Da die letzten 20% aus physikalischen Gründen aber unverhältnismäßig lange dauern, lädt man die in der Regel nur vor Langstrecken auf 100%. Kann man aber immer machen, wenn man das will.


    Von 5 oder 10% auf 8o% ist die optimale und daher empfohlene Range auf Langstrecken, um je nach Auto in 20-40 Minuten Strom für ca. 300-400 km zu laden und dann eine Kaffee- und Pinkelpause zum gleichzeitigen Aufladen zu nutzen.


    Ja, BEV fahren ist schon etwas anders, aber ist das das Jeep-Fahren nicht auch schon immer gewesen?
    Der Wrangler-Fahrer nimmt auf der BAB auch Abstriche in Kauf, um seinen Traum zu leben (fahren).

    Shit Happens!
    Gute Besserung und hoffentlich eine ordentliche Reparatur. Bin auch mal mit der rechten Seite heftig an einem Felsbrocken entlanggeschliffen, hinterher hat man nichts mehr gesehen und vor allem auch nichts gespürt.

    Der 500e Cabrio ist ein tolles Autochen. Wir haben es unlängst als möglichen Zweitwagen getestet. War uns aber auch zu teuer.
    Ein E-Auto sollte natürlich zum Anforderungsprofil passen, aber bei diesen Benzinpreisen wird die Schere schnell immer größer und bei einem Strompreis von 7 Cent pro kWh von der eigenen Photovoltaikanlage bin ich auch vor teuren Strompreisen gut geschützt.


    Mein Neuer kostet brutto ca. 12.000 € mehr als mein Cherokee vor ca. 6 Jahren.
    Ziehe ich die Förderung ab, sind es noch gut 2.500 € mehr - für 265 PS, Allrad, Standklimatisierung inkl. Wärmepumpenheizung, volle Hütte inkl. Panodach, tanken vom Dach und 6 Jahre später.
    WLTP Reichweite ca. 500 km, real, je nach Witterung 250-400 auf der AB und bis zu 600 in der Stadt, durch die Rekuperation.
    Ich finde, das ist nicht nur für uns genau das Richtige, sondern auch grundsätzlich ein gutes Geschäft.
    10 Jahre steuerfrei, günstige Versicherung, kaum Inspektionen (ohne jegliche Flüssigkeiten) für ganz kleines Geld, kaum Bremsenverschleiß.


    Aber das muss jeder selber wissen.


    Ach so, und am Schnelllader auf der Bahn ist das Auto in ca. 35 Minuten von 5 auf 80% wieder aufgeladen. Danach habe ich dann in Deutschland nahezu jedes Ziel erreicht und zwischendurch einen leckeren Espresso getrunken.