Danke @Dilldappe, das war ein guter und wahrer Beitrag angesichts des gefährlichen Halbwissens, was sich hier so langsam breit zu machen scheint.
Nicht zuletzt wegen dem Missbrauch wird ja die Förderung in Kürze auch geändert.
Genau so gab es Tausende, die sich mit 900 € eine Wallbox haben bezahlen lassen obwohl noch gar kein Kauf eines BEV oder Plug-in-Hybriden geplant war. Traurig, aber wahr. Hätte man vorher bedenken und an Kauf-/Leasingverträge koppeln können.
Ja, der Strom wird auch teurer, aber das Benzin überproportional teurer.
Ich fahre jetzt seit einigen Wochen zu 100% elektrisch. Allrad, wohlgemerkt. Ich tanke Strom vom Dach, zahle keine Steuern mehr, bekomme im Jahr 350 € CO2-Abgabe geschenkt und fahre selbst am teuersten Schnelllader nicht teurer als mit einem Diesel.
Trotz fast 100 PS mehr zahle ich weniger Versicherung (kann ich gerne belegen), habe weniger und viel günstigere Inspektionen (ohne jegliche Flüssigkeitswechsel) und abzüglich der Förderung habe ich für 265 PS 4WD, bei ähnlichen Außenmaßen, kaum mehr bezahlt, als vor 7 Jahren für meinen Cherokee KL.
Darüber hinaus habe ich ein fantastisches Fahrgefühl, bin lokal emissionsfrei unterwegs und weder auf Scheichs noch auf Russen angewiesen.
Von daher kann ich die Schlechtrederei mit falschen Fakten nicht mehr kommentarlos hinnehmen.
Ja, klar, wer sich nach 3-400 km keine 30-40 Minuten Pause gönnt ist derzeit für E-Mobilität nicht geeignet. Aber gerade in einem Jeep-Forum hätte ich erwartet, dass Langstreckenfahren nicht nur aus pausenloser Hast besteht (Berufskraftfahrer ausgenommen - die fahren dann aber auch selten Jeep).
Auch haben im Innenstadtbereich die 11 und 22 kW Schnarchlader durchaus ihre Berechtigung, da natürlich nicht jeder ein eigenes Haus mit Wallbox hat. Hier kann aber jeder über Nacht sein Auto für kleines Geld vollladen. Die Schnelllader (meistens an der Autobahn) sind wesentlich teurer, da auch die Schnelllade-Infrastruktur wesentlich teurer ist.
Ich wohne in der Kerngemeinde (5.000 Einwohner) in einer Kleinstadt mit weniger als insgesamt 10.000 Ew. Ich habe in fußläufiger Entfernung einen sogenannten Kommunallader mit 22 kW sowie einen Schnelllader mit 150 kW. Und es kommen in Kürze bei Aldi, Lidl und Shell neue Ladestationen hinzu. Alles im Umkreis von 1 km.
Wer sich einfach mal ohne Vorurteile objektiv mit dem hier beschriebenen Thema beschäftigt, wird feststellen, dass die Technik und Ladeinfrastruktur wesentlich einfacher und fortgeschrittener ist, als viele hier glauben.
Auch die Wirtschaftlichkeit.
Trotzdem wird es natürlich Anforderungsprofile geben, die nicht zur E-Mobilität passen. Das ist ja auch gut so. Alle können nicht gleichzeitig umsteigen, aber man sollte die Umstiegswilligen nicht mit fadenscheinigen Argumenten davon abhalten wollen.