setzt euch mal in einen Seat Leon oder einen Skoda Rapid, einen Dacia oder einen nackten 116i ohne Sonderausstattung (Opel Mokka habe ich bislang vermeiden können).
Vielleicht ist dann der ein oder andere Jeep oder ein Tuareg oder ein DS doch plötzlich premium.
Diese Diskussion führt aber zu rein gar nix. Und auch quietschen kann bei premium vorkommen, denn Fehler passieren und Abnutzung leider auch.
Es gibt keine schwarz/weiß Klassifizierung premium/non premium. Der Übergang ist wie immer fließend und die Welt ist grau, manchmal hellgrau, manchmal dunkelgrau.
Die Kosten eines Verkaufsraums sind nach Umlage auf verkaufte Einheiten und erzielte Marge in der Regel unwichtig. Das Marketingbudget ist bei fast allen Herstellern inzwischen ein großer Bestandteil der Kostenposition eines Fahrzeugs und das liegt nicht am Verkaufsraum.
Interessant am Vorstoß, für Jeep eigene Verkaufsstätten anzubieten, ist eigentlich nur die strategische Positionierung, die man daraus indirekt ableiten kann. Sollten wir das in Deutschland finden, wäre das eine Botschaft, dass FCA jetzt vielleicht doch endlich etwas tun will, um mit dieser Marke größere Erfolge in Europa einzufahren.
Allerdings bin ich bei Grinch, denn solange das mit den Werkstätten nicht vernünftig läuft, Informationen nicht fließen, Termine wegen Personalmangel nicht stattfinden, Autos nach der Reparatur nicht gewaschen werden, solange werden die Effekte der Showrooms schneller verpuffen, als dem Kaufmann, der die Abschreibungen jährlich bearbeitet, lieb ist.