Na dann will ich es mal noch spannender machen.
Hier mein Bericht zum gestrigen Ausflug mit den neuen Reifen.
Unser Jagdaufseher ist mit seinem Jimny immer dabei gewesen.
Ich wollte dem Renegade ja eine Chance geben, und was soll ich sagen, er hat sie nicht genutzt. Aber jetzt mal von vorne.
Anfangs sind wir "leichte" Strecken gefahren.
Alles gut. Danach bin ich mal mit den Hinterrädern in den Sand und vorne ein Hügelchen. Hab gebremst und bin aus dem Stand da hoch
Auch das hat er super gemacht. Ich hatte dieses Mal nicht auf 4WD low gestellt.
Dann ging es zur nächsten Passage wo ich letztes Mal stecken geblieben bin.
Ich bin vorher ausgestiegen und habe mir eine Route durch den Sand gesucht. Auch hier hat der Wagen das gebracht was er sollte... Fahren!
Ich war begeistert, nahezu euphorisch. Als unser Jagdaufseher nicht kam, bin ich wieder Richtung Ausgangspunkt und ZACK, hatte er sich festgefahren.
Die Reifen drehten super schnell durch und der Wagen lag mittig auf. Vorbei der Traum. Unser Jagdaufseher hat es nicht geschafft mich raus zu ziehen. Nun war es mittlerweile dunkel. Auf einmal find der Renni an zu spinnen, Totalausfall des Systems. Nichts ging mehr. Überall blinkten Lampen und es plopten Fehlermeldungen auf. Das Fahrzeug war nicht mehr zu starten oder komplett zu stoppen. Der Kofferraum ging nicht mehr auf usw. Da konnte man mich auch nicht abschleppen (Assistant). Ich meinen Mitpächter angerufen, der einen kleinen Trecker hat. 1,5 Std. Sand gebuddelt, und er war da. Automatik auf N gestellt und ab ging die Post Richtung Wald. Am Ende des Waldes, kurz vor der Straße blockierte noch die Handbremse. Man hat sie los gemacht und sie hat sich nach ein paar Sekunden wieder selbstständig aktiviert. Mein Mitpächter hat das vorne auf dem Trecker nicht mitbekommen und zog den Renni mit aktivierter Handbremse auf die Straße. Nach Hupen, Schreien, Wanrblinkanlage und wilden Gestiken hat er dann endlich angehalten. Nun nochmal den Assistant angerufen und den Ort mitgeteilt, wo ich abgeschleppt werden soll. Wartezeit 30-60 Minuten.
Mittlerweile zeigte der Wagen nun auch noch Ladefehler an. Nach gefühlten 20 Zigarretten später dachte ich, mach mal die Karre an.... und siehe da, der Motor wurde gestartet. Ich konnte vorsichtig sogar ein paar Meter fahren. Nach Rücksprache mit dem Abschlepper sollte ich versuchen zur nächsten Tankstelle zu kommen, was ich dann auch geschafft habe. Als ich so wartete dachte ich, mach mal den ganzen Sand aus den Rädern etc, damit der gute Mann später da auch vernünftig gucken kann (Sensoren etc.). 5 € später war das Werk vollbracht. Der Abschlepper kam und wir machten gemeinsam eine Probefahrt. Alles bestens!
Ich verstand die Welt nicht mehr. Fehlerspeicher wurde ausgelesen und die Sensoren ([definition=1,0]ABS[/definition] usw) sind dermaßen durchgetickt, dass die ganze Karre wohl durcheinander kam. Alle Systeme funktionierten wieder. Wir machten kurz noch einen Abstecher ins Revier, auch da alles bestens mit den verschiedenen Fahrmodi. Der Abschlepper hat den Fehlerspeicher gelöscht und alles gut.
Was ein Auto..
Wir haben dann später bei ner Tasse Bier die Situation nochmals Revue passieren lassen. Der Renni ist zu tief, er hat mit den hinteren Querlenkern (oder so ähnlich... keine Ahnung wie die heißen) den Sand vor sich hergeschoben und so hoch aufgebaut, dass der Wagen da selber nicht mehr drüber kam.
Der Wagen ist also zu tief für die Gegend wo ich jage.
Zu allem Überfluss habe ich gestern noch von Eibach und Trekfinder die Rückmeldung bekommen, dass es keine Fahrwerke für den Wagen gibt.
Ich denke er bleibt max noch 6 Monate bei mir und dann tausche ich den Wagen gegen einen Ranger Raptor oder Wildtrak wieder ein. Ein Wrangler wird es nicht werden.
Sehr sehr schade. Ich mag das Auto eigentlich, kann es aber nicht voll nutzen.
Gruß
Mirko