Nun noch ein paar Worte zum Compass:
1, Compass Trailhawk (Academy)
was mir beim Reinsetzen gleich aufgefallen ist: die Haube ist nicht so gut zu sehen, wie beim Renegade und damit etwas schwerer abschätzbar, wo das Auto vorne endet - im Gelände durchaus ein kleiner Nachteil.
Positiv aber ist das Handling, welches sehr nahe am Renegade dran ist. Der Compass ist definitiv aufwendiger gedämmt als der Renegade. Sowohl der Diesel als auch der automatische Bremseneingriff im Gelände treten deutlich in den Hintergrund.
Trotz Allwetterbereifung reichte der Grip aus, um im losen Sand und Matsch ausreichend Grip zu generieren und den Parcours inklusive Verschränkungspassage und Wasserdurchfahrt (wie schon geschrieben nur 15-20 cm tief) mit einer großen Lässigkeit zu bewältigen. Insgesamt eine durchaus überzeugende Vorstellung.
2. Compass Limited 2,0 D mit 140 PS (Urban Cruise)
dadurch, dass am Samstag wirklich extrem wenig los war und ich der erste Interessent an der Probefahrt war, konnte ich eine gute halbe Stunde die große Runde über diverse Dörfer und rund einen See fahren.
Das Fahrzeug war gut verarbeitet und nahezu voll ausgestattet. Bei etwas feuchtwarmer Umgebung waren die belüfteten Sitze eine Wohltat. Die Haptik der Materialien war gut und auch die Spaltmaße waren recht stimmig für ein Auto, dass aus Amerika importiert wurde (ich glaube, der war aus Mexiko, so etwas hatte jedenfalls mein "Beisitzer" angedeutet.
Federung und Geräuschkulisse sind schon eine gute Klasse komfortabler als der Renegade. Die paar Zentimeter mehr Radstand machen sich auf den Rücksitzen deutlich bemerkbar und auch der Kofferraum ist eine gute Ecke größer als der des Renegade. Die verschiebbare Rückbank ist allerdings derzeit auch für den Limited ein Extra und von den anwesenden Fahrzeugen hatte dieses Extra leider keines - schade, das hätte ich gerne mal ausprobiert.
Der Comass ist doch etwas schwerer als der Renegade. Das merkt man auch bei der Agilität. Der 140 PS Diesel, den ich gefahren habe, war mit der 9-Stufen Automatik gekoppelt. Volle Beschleunigung aus dem Stand war gerade noch OK, aber simulierter Überholvorgang auf der Landstraße von 80 kmh auf 120 kmh fühlte sich schon etwas träge an. Ich würde für ein Langstreckenfahrzeug auf jeden Fall den 170 PS Diesel empfehlen, denn der kompensiert das Trägheits-Gefühl ein wenig. (den hatte ich ja im Trailhawk vorher gefahren)
Die Bedienung U-Connect und Klimaanlage konnte ich nur in Ansätzen während der Fahrt ausprobieren, aber das schien mir prinzipiell alles logisch aufgebaut zu sein. Persönlich bin ich trotzdem ein Fan der wirklich klaren Bedienung der Klimaautomatik im Renegade - das ist schon fast genial einfach und meines Erachtens der Bedienung über den Touchscreen überlegen.
U-Connect und der Anzeigeteil zwischen Tacho und Drehzahlmesser sind aber schon eine grafische Augenweide mit gefühlt deutlich höherer Brillianz und Pixeldichte als im Renegade mit dem 6,5er U-Connect.
Mein Fazit:
Für Singles oder auch Pärchen ohne Anhang bleibt der Renegade eine gute und preiswerte Wahl. Er ist sportlicher und wohl auch etwas robuster. Der Compass hingegen ist für kleine bis mittlere Familien ein tolles Auto, das mehr Komfort und Platz bietet und sicher etwas weniger "speziell" ist. Trotzdem ist es ein echt cooler neuer Jeep und ich hoffe, dass wir bald viele Compass-Eigner hier im Forum begrüßen dürfen!
Gruß Pete