Ich denke, wir sollten dieses nicht immer nur aus unserer "europäischen" oder gar "deutschen" Perspektive betrachten. Mal abgesehen von Kalifornien laufen großvolumig motorisierte Fahrzeuge in den USA immer noch recht gut. Auch sollten wir nicht vergessen, dass ein Amerikaner, wenn er "mal kurz um die Ecke" fährt, schnell mal 50 Meilen zurücklegt. Eine mittlere Kleinstadt hat in den USA etwa die (mindestens) 4-fache Ausdehnung einer vergleichbaren Stadt in Deutschland.
In den USA hatte ich - trotz der Seefahrten von 2 x 6 Monaten in einen 29 Monate-Zeitraum - mal eben 41.000 mls auf der Uhr. Das würde bedeuten, dass eine Familie mit einem Fahrzeug mit Mikromotor nach 5 Jahren gut 100.000 mls auf der Uhr haben würde - für mich wäre das dort auch keine Option.
Der Wrangler mit seinem 2 Liter Motor ist da sicher für ein paar mehr Kilometer prädestiniert, aber trotzdem greifen auch immer noch viele auf den 6-Zylinder Sauger zurück. Marktpolitisch ist es klug, etwas mehrgleisig zu fahren .... und eventuell in eine wirklich zukunftsträchtige Technologie zu investieren und nicht nur in eine Brückentechnologie.
Ich würde wetten, dass das Batterie- oder Hybridelektrisch getriebene Individualauto keineswegs die Lebensspanne haben wird, wie seine Vorgänger, die Verbrennungsmotoren oder die auf das Batteriefahrzeug folgende Generation von Fahrzeugen mit Wasserstoff-basierten Antrieben. E-Motoren haben aber bei letzteren auch eine goldene Zukunft - ganz umsonst war dann die aktuelle Investition hoffentlich also nicht.
Sorry, aber mir graut auch vor den Umweltsünden, die wohl geschehen werden, wenn wirklich 100.000.000 und mehr Fahrzeuge mit LiIon Akkus gebaut werden sollen.
Das Video über die Vorstellung finde ich demzufolge auch gar nicht so schlecht gemacht...
Gruß Pete