Wohnwagen am Jeep Renegade Trailhawk

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  • Hallo zusammen,

    meine Erfahrungen mit meinem Jeep Renegade Trailhawk als Zugfahrzeug für einen 1300 kg Wohnwagen möchte ich gerne mit Euch teilen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ebenfalls weiter.

    Mit meinem alten Auto (Mercedes W169) gab es beim Ziehen meines Sprite Alpine Sport 420CT keinerlei Probleme. Unter allen Bedingungen lief das Gespann perfekt. Nur war mir die Leistung zu gering und das Zugfahrzeug setze mit Wohnwagen schnell auf.

    So entschied ich mich für den kleinen geländegängigen Kraftprotz und war der Überzeugung, nun alle Probleme gelöst zu haben. Das Gegenteil war der Fall: Auf der Autobahn begann das Gespann bei über 95 km/h (Tacho!) zu schlingern. Nicht ein bisschen, sondern heftig. So heftig, dass der Nachfolger zu hupen begann und seinen Abstand vergrößerte. Es gelang mir, das Gespann wieder zu stabilisieren. Das passierte in schwacher Form immer wieder - nur jetzt war ich natürlich vorbereitet.


    In den letzten Wochen habe ich einige Maßnahmen vorgenommen, mit denen ich die kritische Geschwindigkeit auf über 108 km/h (Tacho) steigern konnte, so dass ich nun ein brauchbares Gespann fahre, das bis gut 100km/h (Navi) vernünftig läuft:

    + Härtere Stoßdämpfer mit degressiver Abstimmung hinten eingebaut (Bilstein B8 TerraSport)

    + Höherer Luftdruck in den Reifen (vorne: 2,6 bar, hinten: 3,0 bar)

    + Michelin CrossClimate 3 statt Goodyear Vector wegen der steiferen Flanken

    + Stützlast sehr präzise eingestellt (minimal über der Zulassung: 65kg statt 60kg)

    + Die Beladung des Wohnwagens optimiert (er ist von Haus aus links deutlich schwerer als rechts.

    Ich habe alle Maßnahmen (bis auf Stützlast und Wohnwagen) nacheinander vorgenommen und jede Einzelmaßnahme brachte ca. 2-3 km/h mehr Sicherheit.


    Fazit:

    Der Jeep ist ein tolles Auto und fände ich ihn nicht nach wie vor klasse, hätte ich ihn bereits verkauft. Aber als Zugfahrzeug ist insbesondere der Trailhawk nicht die beste Wahl. Mit den genannten Maßnahmen habe ich ihn aber soweit optimiert, dass das Fahren mit meinem Wohnwagen wieder ungefährlich ist, Spaß macht und ich die Geschwindigkeit erreiche, die laut Zulassung auch gefahren werden darf.

    Trotzdem werde ich auch noch eine aktive Anhängerstabilisierung (Al-ko ATC) in den Wohnwagen einbauen, um zusätzliche Sicherheit zu bekommen, denn bei ganz hässlichen Spurrinnen gab es trotz aller Maßnahmen immer noch ein unangenehmes Schlingern.

  • Merkwürdig. Der Renny hat ab Werk ein Anhängerstabilitätsprogramm, welches eingreift, um das zu verhindern was Du schilderst. Wurde die AHK mit fahrzeugspezifischem Elektrosatz nachgerüstet und muss möglicherweise noch codiert werden, damit das Auto die AHK erkennt?


    Unser einfacher Renny mit 120 PS Diesel hatte noch nie Probleme, läuft mit Anhänger (mit Pferd auch 1,3 Tonnen) seit 10 Jahren supergut. Obwohl wir damit keine 100 fahren. Reifen sind immer Goodyear Vector. Der Trailhawk dürfte das eigentlich sogar noch deutlich besser meistern.

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