Das ist eine Frage der Erfahrung. Mein Renault Espave V6 vor vielen Jahren lief schon deutlich > 200. Zu meinen BMW-Zeiten war ich auch schon > 230 km/h unterwegs. Das erfordert natürlich eine hohe Aufmerksamkeit und auch die entsprechende Autobahn. Z.B. 3 spurig oder mit LKW-Überholverbot. Natürlich gibt es auch immer wieder Deppen (oder LKW), die deutlich zu langsam auf die linke Bahn ziehen. Das muss man vorher im Blick haben, ggf. bremsbereit sein oder auch mal richtig in die Eisen gehen. Da das auf Dauer ziemlich anstrengend ist, macht man das nicht über hunderte von Kilometern - aber wenn's geht, geht's. Ich denke, das machen die meisten so.
Es hat den Vorteil, dass man bei größeren Entfernungen (vorausgesetzt ohne Streckenlimits und/oder Baustellen oder Staus, die es mittlerweile bei uns viel zu viele gibt) schnell voran kommt und auch der gesteigerte Adrenalinspiegel gut gegen Müdigkeit wirkt. Bzw. man Zeitverzögerungen, die man durch Staus und/oder Baustellen erlitten hat, auf freien Strecken wieder gut aufholen kann
In Ländern mit Tempolimit zu fahren ist dagegen herrlich entspannend und spart Sprit. Aber man kommt trotz fast leeren Autobahnen nur sehr schleppend voran und man wird auch schneller müde. Letztens in Belgien, die dortigen 120 habe ich gehasst. Wenn man > 1.000 km zu überwinden hat, ist das schon ziemlich langsam. Die 130 in Frankreich fühlen sich da schon besser an. Aber Frankreich ist ein großes Land und 130 auf fast leeren Autobahnen habe ich auch als Strafe empfunden.
Ich kann nur hoffen, wenn bei uns mal ein generelles Limit käme, dass man mind. 140 oder 150 (besser noch 160) festlegt, weil das wirklich angenehme Reisegeschwindigkeiten sind.
Abstandstempomat rein - und gut ist.

