Das "Defizit", wenn es denn so genannt werden soll, ist der Umstand, dass das maximale Drehmoment bei 3,2 V6 Pentastar (etwa 315 Nm - ich habe jetzt keine exakten Werte zur Hand) erst bei recht hohen Drehzahlen - um die 4.000 U/min - verfügbar ist.
Bei einem halbwegs aktuellen 2,0L DI-Turbodiesel ist das Drehmoment an sich 1. höher (350 - 400 Nm inzwischen keine Seltenheit mehr) und es fällt 2. erheblich früher (2.000 U/min und auch darunter) an.
Das äußert sich in einem gewissen "Bumms" bei Diesel, der schnell "mit voller Kraft" zur Stelle ist. Beim Saugbenziner kommt das Dremonent primär über die Drehzahl (und entsprechend größerem Hubraum). Der (Saug-)Benziner muß - vergleichweise - ausgedreht werden, um auf Leistung zu kommen. Beim Diesel würde regelrechtest ausdrehen keinen großen Sinn machen. Er ist früher mit Leistung da, aber auch früher wieder "am Ende", wenn es um die Drehzahl geht.
Nachteil beim Diesel ist der eingeschränkte Drehzahlbereich, in dem er sich "vernünftig" fahren läßt. Der Benziner bietet - in Sachen Drehzahl - eine deutlich größere, nutzbare Bandbreite. Allerdings benötigt er - als Sauger - auch ein höheres Drehzahlniveau. Ein moderner DI-Turbo-Benziner kann - wenn man so will - das Beste aus beiden Welten miteinander vereinen. Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen und dennoch große, nutzbare Drehzahlbandbreite. Verbrauchstechnisch ist er - noch - spürbar im Nachteil. Die Lücke ist aber schon deutlich kleiner geworden.

