Ich kann das, was Ihr schreibt, durchaus nachvollziehen. Es ist halt auch eine emotionale Sache. Vor Jahren habe ich mal eine Autozeitung abonniert und lese mir auch regelmäßig den Kummerkasten durch. Ähnliche Aussagen kommen da zu nahezu jeder Großserien-Marke. Sobald eine Garantie oder Gewährleistung versuchen die allermeisten Betriebe und insbesondere auch die großen Konzerne, die eigene Verantwortung weit von sich zu weisen, was sicherlich auch an unserem "System" liegt. Für mich ist das nicht markenspezifisch, auch wenn mir die Erfahrungen einiger (weniger) hier zu denken geben.
Ein Beispiel meiner selbst war mein Alfa 156. Was hatte ich am Anfang mit Elektrikproblemchen zu tun. Lichtausfall vorne, hinten, an einer Lampe im Innenraum und noch mal die ganze Runde. Dann der Motortausch (habe ich an anderer Stelle beschrieben - lag nicht an Alfa!), ein nach 4 1/2 Jahren verrosteter Auspuff (der Sportauspuff aus Edelstahl klang danach eh viel besser) etc..... Man hätte meinen können, ich hätte dieses Auto gehasst aber ganz im Gegenteil: ich habe ihn geliebt weil das Fahrerlebniss einfach über fast 11 Jahre extrem viel Spass gebracht hat.
Was war also sachlich gesehen mein bestes Auto? Wahrscheinlich ein Honda Accord. Der war 13 Jahre und 8 Monate in der Familie, hatte nie etwas außer Inspektionen, am Ende immer noch keinen Rost und problemlos TÜV bekommen vor dem Verkauf. Nach weniger als 2 Jahren habe ich ihn günstig an meinen Vater abgegeben. Er hat mich zwar toll transportiert aber eben keinerlei Emotionen geweckt.
Ihr seht, mein Verhältnis zum Auto ist sehr zwiespältig, absolut nich "markentreu" und nicht nur rational geprägt. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit den geplanten Zielort ohne Verzug und Probleme zu erreichen, hätte ich aber schon gerne. Illusionen über einen verbraucherfreundlichen Großkonzern oder auch -Händler habe ich nicht - bei KEINEM!
Gruß Pete

