Rettungsdatenblätter

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  • Hallo zusammen,


    im Zusammenhang mit dem Thread über den brennenden Cherokee in USA ist mir mal wieder das Thema Rettungskarte in den Sinn gekommen. Diese gibt es bei Jeep für die aktuellen Modelle zum Runterladen:


    http://www.jeep.de/rettungsdatenblatter/


    Der ADAC empfiehlt, diese hinter der Fahrersonnenblende im Auto zu deponieren, damit Rettungskräfte, im Fall eines Unfalls, bei dem sich der Fahrer nicht selbst aus dem Auto befreien kann, Informationen darüber erhalten, wo sich Gefahrenstellen bei der Rettung und beim Auftrennen des Fahrzeugs befinden, oder Versteifungen, die ein Öffnen erschweren oder unmöglich machen.


    Ich hatte immer mal wieder drangedacht, mir aber die für den Renegade noch nicht ausgedruckt - das habe ich jetzt nachgeholt. Ich denke, gerade bei unseren eher "exotischen" Autos, die noch dazu an sehr vielen Stellen verstärkt sind und voller Airbags und anderer Gasgeneratoren, kann uns das im Fall des Falles das Leben retten. Einen Golf hat wahrscheinlich jede Feuerwehr schonmal aufgeschnitten - einen Jeep dagegen nicht.


    Gruß
    Tobias

  • Einen kleinen Aufkleber für die Frontscheibe, der auf das vorhandene Rettungsdatenblatt hinweist, kann man sich an vielen Dekra Stellen holen oder hier bestellen:
    http://www.dekra.de/cs/rettungskarte-aufkleber-bestellung
    kommt kostenls nach Hause.


    Das Rettungsdatenblatt für den Renegade mit deutschem Text ist unter dem Fahrzeughandbücher Link vorhanden.
    https://aftersales.fiat.com/eLum/Home.aspx?id_language=3

    Was ich schreibe ist meine Meinung, mein Eindruck. Ich bin kein Fachmann für Autos und Software!
    bis 09/2016 Renegade Limited 140 PS 2.0 D, 4WD LOW 9AT, Sichtpaket (Xenon), Sound & Navipaket (BEATS & 6.5" Navi),
    Zulassung Juni 2015, Software uconnect 16.10.35

  • Man merke: auf das Kühlmittel der Klimaanlage wird nicht hingewiesen.

    gesendet von Pete

    My Omaha Orange
    new-jeep-forum.de/gallery/image/1065/
    Jeep Renegade Trailhawk 2,0 D mit 170 PS und 9 Gangstufen Automatik, Omaha Orange, ROLA Dachkorb Sandbleche + Bergegeschirr nach Lage. Trekfinder Federn (plus 3cm), Spurplatten 5mm, AT-Reifen 225/65 R 17, Zusatzscheinwerfer vorne / hinten am Dachkorb, Reserverad "on top".

  • Irgendwie kann ich mich damit nicht anfreunden. Ich bin ja eher ein Vielfahrer und muss ehrlich sagen, die letzten >20 Jahre hatte ich keinen Unfall, an dem ich beteiligt war. Ich habe auf all meinen Strecken nur ein einziges Mal einen weniger schweren Auffahrunfall am Stauende selbst gesehen. Ich hab zwar manchmal die Ergebnisse von Unfällen gesehen, aber da wo ich war, war es irgendwie immer sicher. Und in den letzten 20 Jahren bin ich bestimmt über 500.000 km gefahren, und ich hab vor dem Cherokee nur BMWs gehabt (und bin auch so gefahren).


    Ist schon irgendwie komisch, sich da Rettungsblätter ins Auto zu legen.

  • Ich sags eigentlich nur ungern, aber die Datenblätter sind selbst bei uns in der Provinz nicht mehr wirklich erforderlich. In jedem ELW (Einsatzleitwagen) ist ein Computer, der in Sekundenschnelle die Datenblätter ausspuckt. An sich genügt aber auch ein Funkgerät oder Handy zur Leitstelle des Kreises. Da werden sie ebenfalls sofort geholfen.
    Ich habe das Thema extra mal mit unseren Feuerwehren besprochen. Das war die Antwort.
    Außerdem muss man bei dem verunglückten Auto erst mal an das Datenblatt herankommen, falls vorhanden. Online geht's in der Regel schneller.

    2015er Cherokee Limited, Vollausstattung, PRIVAT VERKAUFT am 7.11.2021!
    Ich war immer top-zufrieden mit unserem Indianer und bin ausschließlich aus Vernunftsgründen (extrem viele Kurzstrecken) auf ein 4-WD-E-Mobil umgestiegen, zumal ich nur Euro V hatte und nicht mehr in jede größere Stadt fahren durfte.


    Unser Neuer: Škoda Enyaq iV 80x Sportline (Voll-Elektrisch mit 4WD, 265 PS)
    Wallbox 11 kW von Elvi (NL), gespeist von einer eigenen PV-Anlage mit 10 kWp

  • In jedem ELW (Einsatzleitwagen) ist ein Computer, der in Sekundenschnelle die Datenblätter ausspuckt.


    Das Thema hatten wir auch schon mal. Ich hege da nach wie vor enorme Zweifel daran, dass die Feuerwehrleute in der Lage sind, an einem nahezu zerstörten Fahrzeug neben Marke und Modell auch noch die exakte Baureihe identifizieren zu können.

  • Ich seh's so, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Rettungskarte tatsächlich in meinem Auto benötigt wird (hoffentlich!) sehr gering ist, und ja, es mag sein, dass die Feuerwehr ihre eigenen Möglichkeiten hat, an die Datenblätter zu kommen. Aber was stört mich denn dieses gefaltete Blatt Papier hinter der Sonnenblende, wenn es im Ernstfall helfen kann, mein Leben oder das von Mitfahrern zu retten?


    Auch der Computer im Feuerwehrauto kann streiken, wenn er von einer Internetverbindung abhängig ist zum Download der Datenblätter, ist das auf dem Land sogar gar nicht so unwahrscheinlich. Und wie Toy sagt, ich möchte mal wissen, wieviele Leute beim Anblick unserer Jeeps sagen können, was das genau für ein Fahrzeug ist - wenn er dann noch nachts im Graben auf dem Dach oder auf der Seite liegt...? Mir ist mal aufgefallen, dass bei den Jeeps nie die Modellbezeichnung am Heck steht, sondern nur die Ausstattungslinie. Das Modell steht immer auf den vorderen Türen, da muss man aber auch erstmal danach schauen. Was den Zugang zur Rettungskarte angeht, ist genau deshalb ja der Platz hinter der Sonnenblende festgelegt worden, weil zum Fahrer ohnhein ein Zugang verschafft wird und dieser Bereich wohl auch statistisch gesehen am wenigsten beschädigt wird, was ich mir auch vorstellen kann.


    Also lange Rede, kurzer Sinn: Die Rettungskarte stört und schadet in keiner Weise und kann im Ernstfall nur von Nutzen sein - ich habe sie in meinem Jeep jetzt drin, aber ich wünsche uns allen natürlich, dass sie in keinem unserer Autos je zum Einsatz kommen muss.


    Gruß
    Tobias

  • Hinter der Sonnenblende ist Quatsch ... Da ist die Feuerwehr schon im Auto bis die das Teil finden ... Man kann einfach alles übertreiben mit der Vorsorge ...

  • Moin, moin,
    damit mich hier bitte keiner falsch versteht: ich spreche doch nicht gegen diese Rettungskarte. Das kann und soll doch selbstverständlich jeder halten, wie er will.
    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Feuerwehr - ohne diese Karte - nicht völlig hilflos ist und auch dem professionell geholfen wird, der dieses Teil nicht unter der Sonnenblende hat. Und dass unser Auto grundsätzlich ein Jeep Cherokee oder Renegade ist, kann man ja noch relativ leicht erkennen, da es eine Option ohne Typenbezeichnung zu bestellen bei Jeep nicht gibt. Viel schwieriger ist es m.E. bei Autos wie BMW, Audi oder Mercedes, wo es grundsätzlich eine viel größere Typenanzahl gibt und der Verzicht auf die "Beschilderung" bereits bei der Bestellung möglich ist - und man daher im Dunkeln und demolierte Autos wirklich nicht gut identifizieren kann, weil sie sich im Normalzustand schon sehr ähneln.
    Aber, wie gesagt, ich rufe ja nicht zum Boykott auf, sondern wollte lediglich auf die vorhandenen Alternativen der Feuerwehren hinweisen.


    PS. Habe mir die Datenblätter gerade noch mal angeschaut. Dort gibt es nur einen KL und einen Renegade. Es wird nicht zwischen TH und den anderen Modellen unterschieden und das Vorhandensein von Glasdächern wird auch nicht gesondert gewertet, abgesehen davon, dass die Karte für den Reni auch noch in englisch ist.
    Ich werde sie mir für den Cherokee dennoch ausdrucken und ins Auto legen. Beim letzten Mal, als ich hier geschaut habe, gab es die Karten für unsere Autos noch gar nicht.

    2015er Cherokee Limited, Vollausstattung, PRIVAT VERKAUFT am 7.11.2021!
    Ich war immer top-zufrieden mit unserem Indianer und bin ausschließlich aus Vernunftsgründen (extrem viele Kurzstrecken) auf ein 4-WD-E-Mobil umgestiegen, zumal ich nur Euro V hatte und nicht mehr in jede größere Stadt fahren durfte.


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    2 Mal editiert, zuletzt von Chief ()

  • Dem brennenden Cherokkee-Fahrer hat das Ding schon mal nix genutzt.
    Die Karte ist sowieso im Auto mit verbrannt. Wenn er das Teil oben in der Sonnenblende gehabt hätte, wäre sowieso keiner dran gekommen, da die blöde Tür ja nicht auf ging.
    Und die Moral von der Geschichte: Die Retter haben den Mann auch so befreien können :023: An ein Rettungsdatenblatt denkt da eh keiner ...

  • Ganz klar, die Rettungskarte ist nicht für jeden obligatorisch - mancher tut der Allgemeinheit durch sein Ausscheiden aus dem Genpool ja einen nachhaltigen Gefallen!



    Gruß
    Tobias

  • Sagen wir mal so ... die Rettungskräfte brauchen sie nicht (die nehmen immer ihr System zu Hilfe und verlassen sich grundsätzlich nicht auf irgendwas irgendwo hinter Sonnenblenden verstecktem) und für den Rest der Welt haben die Blätter keinen expliziten Nährwert ... ääähh Informationsgehalt ... es ist einfach nichts weltbewegendes drauf auf den Karten ... Seitenairbags werden mit dem Rettungsspreizer einfach durchgeschnitten und die Batterie würde ich auch so da vorne im Motorraum vermuten ... was hast du sonst beim Renegade gefährliches entdeckt?

  • Ich hab' die Rettungskarte im Handschuhfach und hinter der Sonnenblende. Einen Aufkleber der Dekra als Hinweis an der Frontscheibe.
    Stört nicht, schadet nicht und ich möchte auch nicht, das es je bei mir benutzt wird. Aber Verbandskasten, Warndreieck,Warnwesten, Feuerlöscher, Sicherungen, Ersatzlampen, Spannungsprüfer .... packe ich auch immer von einem Auto ins andere. Der Feuerlöscher wird regelmäßig erneuert.
    Gebraucht habe ich zum Glück noch nie etwas bei einem Notfall davon, aber ich fühl mich wohler mit meinem gefüllten Stauraum unter der Kofferraumboden.

    Was ich schreibe ist meine Meinung, mein Eindruck. Ich bin kein Fachmann für Autos und Software!
    bis 09/2016 Renegade Limited 140 PS 2.0 D, 4WD LOW 9AT, Sichtpaket (Xenon), Sound & Navipaket (BEATS & 6.5" Navi),
    Zulassung Juni 2015, Software uconnect 16.10.35

  • Zitat

    Sagen wir mal so ... die Rettungskräfte brauchen sie nicht (die nehmen
    immer ihr System zu Hilfe und verlassen sich grundsätzlich nicht auf
    irgendwas irgendwo hinter Sonnenblenden verstecktem)

    Hier mal aus erster Hand die Informationen einer Feuerwehr zu "irgendwas irgendwo verstecktem":
    http://www.feuerwehr-pentling.de/Rettungskarte.html


    Den Rest des Beitrags lasse ich jetzt mal unkommentiert.


    Gruß
    Tobias

  • Hier mal aus erster Hand die Informationen einer Feuerwehr zu "irgendwas irgendwo verstecktem":
    http://www.feuerwehr-pentling.de/Rettungskarte.html


    Den Rest des Beitrags lasse ich jetzt mal unkommentiert.


    Gruß
    Tobias


    1. Offensichtlich alles etwas ADAC lastig
    2. Klick auf den Link für Jeep führt (natürlich) wieder auf einen 404-Fehler (document not found)


    Glauben wir wirklich, dass die Feuerwehren erst mal unter der Fahrersonnenblende nachschauen? Garantiert werden sie dort nur in 20% der Fälle fündig, was es für die Kollegen zu einer "in der Regel" unnützen Zeitverschwendung macht. Also werden sie m.E. dort schon lange nicht mehr schauen.

  • Wenn unbedingt erforderlich, warum ist solch ein Rettungsdatenblatt nicht automatisch in allen Neufahrzeugen, bei allen Herstellern ... an der gleichen Stelle fest integriert !?
    Dann weiss jeder Mensch wo er schauen muss und alles ist gut ... 8o

  • Na wenns die freiwillige Feuerwehr Pentling schreibt ist das natürlich was anderes ... die Profis aus Regensburg (2km Luftlinie) brauchen die Rettungskarte nicht ... aber häng dir das Teil ruhig rein ... ich habe meine Fahrzeuge grundsätzlich zur Fortbewegung und nicht zum Unfall bauen ... "When your Numbers up then your Number is up" egal ob du eine Rettungskarte dabei hast oder nicht ...

  • Falls hier noch bei manchen Interesse besteht ist das vielleicht was.


    Bin eben zufällig beim Stöbern über digitale QR-Rettungskarten für den Renegade gestolpert.


    https://www.amazon.de/gp/aw/d/B076BQ9K1T/ref=mp_s_a_1_183?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1520618154&sr=8-183&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=jeep+renegade&dpPl=1&dpID=61ANwKUnvVL&ref=plSrch

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