Beiträge von Chief

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Feiertag?

    Ja, bei minus fast 10.000 € sieht da die Welt aber schon wesentlich freundlicher aus. Aber ab dem 31.12.22 ist das in der Höhe leider dann auch vorbei.


    Ich wundere mich ohnehin, auch an anderer Stelle, wie „teuer“ die BEVs gerne beschrieben werden.


    Mein Cherokee KL Diesel hat 2015 laut Preisliste mehr als 50.000 € gekostet. Ein Limited mit nahezu Vollausstattung, 170 PS ohne PanoDach.


    Mein jetziger Skoda Enyaq iV 80x Sportline kostete 2021, bei der Bestellung, brutto ca. 62.000 €.
    Ziehe ich hiervon die 9.750 € Zuschüsse ab, bin ich - 7 Jahre später und inflationsbereinigt - nicht mehr weit auseinander.
    Jetzt habe ich allerdings 265 PS 4WD-Systemleistung, PanoDach, Standklima und viele moderne Assistenten mehr, die es damals so noch nicht gab.
    Der Kofferraum ist größer, 21“ Felgen, Head-Up-Display mit Augmented Reality, Voll-LED-Beleuchtungen mit Matrix-LED-Scheinwerfern und vielen Skoda-typische Annehmlichkeiten wie Sonnenrollos hinten, herausnehmbarer Organizer im Ladeboden, Ski-Durchreiche in der hinteren Mittelarmlehne, umlegbare Rücksitzbänke vom Kofferraum aus usw.


    Gemessen an dem was ich bezahlt habe (nicht am Listenpreis) fand ich den Cherokee damals fair bepreist und war mit dem P/L-Verhältnis im Vergleich z.B. zu Audi und BMW sehr zufrieden. Im Skoda Enyaq bekommt man jetzt - im direkten Vergleich - aber noch mehr Auto fürs Geld, obwohl er ein BEV ist. Meine Meinung.

    So ein ähnliches Problem hatte ich vor Jahren mit meinem ersten BMW X5. Mit 110.000 km. Kulanz wurde abgelehnt, da ich bereits über 100 Tkm auf der Uhr hatte.
    Ich habe dann einen freien Getriebereparateur in unserer Gegend gegoogelt und gefunden. Gerade mal 7 km von mir weg.
    Dort habe ich gesehen - und auch bestätigt bekommen - dass dort nahezu alle defekten Audi und BMW-Getriebe aus der Gegend getauscht bzw. repariert wurden. Dann - über die jeweiligen Autohäuser - und für den doppelten Preis. Die Werkstätten bauten damals nur aus und ein und ließen die defekten Getriebe dort für relativ kleines Geld instandsetzen.
    Beschiss an allen Ecken und Enden.


    Ich habe dann das Getriebe (war beim E53 vor dem Facelift noch von Chevy und nicht von ZF, weshalb diese Defekte ein bekanntes - aber dennoch geleugnetes - Problem waren) direkt von dem Getriebereparateur für den halben Preis reparieren lassen.
    Ausgebaut, geöffnet und alle Zahnrädchen erneuert.


    Kurz danach haben wir den X5 aber verkauft.
    Später habe ich erfahren, dass auch das reparierte Chevy-Getriebe erneut in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist. Dennoch würde ich das jederzeit wieder so machen. Alles andere ist m.E. Abzocke.

    ui, tatsächlich :S wer zahlt soviel für so wenig Auto? :huh:

    Das kann man nicht so einfach beantworten.


    1. wird ja aktuell noch die staatliche Förderung und der damit verbundene Zwangsrabatt der Hersteller abgezogen. Das kann bis fast 10.000 € (wie z.B. bei uns ausmachen). Das preisen die Hersteller, wie allgemein üblich, in Deutschland anteilig mit ein und gilt somit für alle BEVs. Bei den Kleinen fällt das natürlich am ehesten auf.
    2. „So wenig Auto“ bietet der 500e nicht, auch wenn er ein kleiner Knubbel ist. Wir sind ihn (als Cabrio) als möglichen neuen Zweitwagen Probe gefahren. Meine Frau bleibt zwar vorerst bei ihrem 20 Jahre alten Audi TT Roadster Quattro, aber wir waren von dem Kleinen wirklich angenehm überrascht. Er macht einen stimmigen und soliden Eindruck und bietet allen erdenklichen Luxus, der heute bei E-Autos selbstverständlich ist, wie z.B. Vorklimatisierung, Routenplanung mit Ladestationsanzeigen, LED-Beleuchtung usw.


    Er ist zwar ein relativ kleines, aber absolut vollwertiges Auto, in dem ich auch mit 1,86 und > 100 Kilo sehr bequem Platz gefunden haben.

    Das kann gut sein. Für Batterien benötigt man Platz, bzw. Länge. Meine (durchaus mittlerweile vorhandene) Erfahrung mit BEVs bestätigt, dass Akkugrößen grundsätzlich auch von der Gesamtlänge des Unterbodens abhängen. Je kürzer die Autos, desto geringer die Reichweite.
    Das erklärt dann auch, weshalb man in dem (vermutlich urbanen Umfeld) gut und gerne auf 4WD verzichten kann.

    Bei historie und Erbe würde ich dir widersprechen. Im Marketing ist das noch immer unheimlich wichtig. Jede Firma will ihr Gründungsjahr auf die Produkte prägen.
    Wenn Kunden die 35 knacken, wird es ihnen wichtig und die haben Kaufkraft …

    Da bin ich zu 100% bei Dir. Natürlich ist die Pflege der Marke wichtig und je älter und eingefahrener ein Name ist, umso besser …
    … aber das steht ja auch nicht im Widerspruch, neue Autos auf den Markt zu bringen, die das Markenimage erweitern.
    Denkt an den TT von Audi, den Smart von Mercedes oder den i3 von BMW. Allesamt Autos, die nicht dem grundsätzlichen Markenimage entsprachen, aber dennoch zu Trendsettern geworden sind.

    ...ich gehe davon aus, das die 4x4 Modelle mehr und mehr verschwinden, und das ist dann echt Mist :pinch: für die Marke Jeep.


    Chief, auf der anderen Seite hast du recht, wenn der Kleine bezahlbar ist, ist das eine gute Option.
    Dann stellt sich aber nicht mehr die Frage nach der "Historie Jeep", sondern nach günstigem Einstiegsmodel. Die Marke und das damit verbundene, ist dann nicht mehr wichtig...

    Historie ist m.E. heuzutage auf Dauer nicht mehr wichtig. Juckt die jungen Leute doch nicht im Geringsten. Um zu überleben muss doch der Blick nach Vorne und nicht nach Hinten gehen. Siehe den Tod des Landrover Defender. Auch hier ist der Untergang ausgeblieben, da es einfach zeitgemäße Alternativen gibt. Und weltweit gesehen, haben hier Toyota, Nissan und Mitsubishi ohnehin schon die Nase vorne. Sicher nicht wegen ihrer Historie.
    Und wo wäre Jeep in Europa heute ohne den Renegade oder den Compass? Mit dem Wrangler alleine und seinen Derivaten kann heutzutage keine Marke auf Dauer überleben.


    Und 4x4 hat eine ganz große Zukunft im BEV-Bereich. Heute schon. Wenn auch derzeit noch mehr auf Sicherheit und Performance als auf Geländequalitäten ausgelegt, wird auch dieser Bereich, so wie jetzt die Kombis und Cabrios im Kommen sind, bald Teil der BEV-Welt sein, weil es technisch noch wesentlich unaufwändiger und intelligenter zu lösen ist, als in einem Verbrenner.


    (BEV = batterieelektrisches Vehikel, im Gegensatz zu Hybriden oder Brennstoffzellenautos, die auch mit Strom fahren (können).)