Beiträge von wrangler57

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Feiertag?

    Allerdings könnte man das Fan sein schon vermuten wenn der Nickname ein "wrangler" enthält.


    Der JK ist mein 5. Wrangler seit dem YJ. Ich bin wirklich ein Fan und liebe das Einfache und auch etwas Grobe an dem Wagen. Moderne Hi-Tech Schleudern begeistern mich gar nicht. Und ich würde dieses Wrangler Hobby gern im Rahmen des mir zur Vfg. stehenden Budgets weiterführen.
    Ich komm mit den Modernisierungen klar, sofern der robuste und rustikale Charakter erhalten bleibt. Ein bißchen Komfort darf schon sein.
    Das sollte aber auf einem gleichbleibenden Preisniveau passieren. Der Sprung beim Preis JK》JL ist strategisch, um den Markt abzugrasen. Wahrscheinlich würde ich das auch ao steuern, wenn ich so etwas bei FCA verantworten müsste. Ist ja kein Wohlfahrtsunternehmen.
    Das es anders geht, zeigt Suzuki mit dem gerade erneuerten Jimny. Modernisiert, immer noch ein Off Roader und immer noch günstig für die große weltweite Fan-Gruppe.
    Bei den Jeep Händlern stehen die GC Trailhawks mit 258 PS 3.0 V6 volle Hütte für 47.000 € neben den JLs für ~58.000 €. Natürlich nimmt FCA was sie von den Kunden bekommen. Mir würde es leid tun, wenn meine lange Wrangler Laufbahn aufgrund der explodierten Preise enden würde. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich bis zu meinem Lebensende Wrangler fahren. Auch oder erst Recht , wenn meine Bekannten in ihren XC90 und GLE mich dafür belächeln.


    Seid nett zueinander, wir sind hier ja nicht bei Facebook... :-))

    Hallo Ray,


    da hast Du sicher recht, aber rechtfertigt das nach Deiner Einschätzung einen Preis von etwa 60.000 Euro (inkl. AHK etc.)?


    Natürlich, sonst hättest du ihn nicht gekauft.


    Aber wir kennen glaube ich alle das Gefühl, etwas Schönes unbedingt haben zu wollen und dann wird es schnell irrational.


    Ich will den JLU auch haben, er ist toll. Ich sperre mich aber ein wenig gegen diese meiner Meinung nach Geldmacherei von FCA. Richtig fair bepreiste Fahrzeuge gibt es kaum noch auf dem Markt. Das überwiegende Leasing und die Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden machen es ja auch einfach. Mit 45.000 Euro wäre es der JLU meiner Meinung nach gewesen. Bitte nicht blenden lassen von Display, Piepsern und all dem elektrischen Neuem. Auch ein Fiesta für 18.000 Euro hat heute Sitzheizung, beheiztes Lenkrad, Frontscheibenheizung, Lane Assist, Totwinkelwarner, Navi etc. Das sind de fakto Peanuts bei der Kalkulation eines Autos.


    Wer 60.000 Euro cash aus seinem Ersparten für den JLU hinlegt, muss schon ein echter Fan sein. Und so doll ist es noch nicht bei mir. Mir fehlen halt ein wenig die Alternativen zum Wrangler, leider. Wettbewerb belebt das Geschäft und die Preise. Ford hat in der Pressekonferenz zum Bronco 2020 explizit auf den riesigen Wrangler-Markt hingewiesen und dass man diesen Jeep nicht mehr alleine überlassen wolle.


    Grüße

    Und direkt noch einmal eine konkrete Frage:


    Am JKU ärgert mich die Konstruktion des Hardtops: Die "Regenrinne" oben ist zu kurz und nach innen versetzt, d.h. wenn der Wagen auch nur ein wenig nach vorne geneigt steht, läuft das Wasser aus dem Regenwasserablauf unmittelbar in das Wageninnere. Konstruktiv eine Katastrophe. Testen die das eigentlich nicht???


    Beim Neuen sieht die Konstruktion genau gleich aus. Könnt Ihr das (hoffentlich nicht) bestätigen?


    Bei meinem JKU ist auch das Hardtop zB an den hinteren Türen undicht, so dass der Luftzug dadurch pfeift. Besonders im Winter so spürbar, dass die Damen des Hauses bei kalten Temperaturen ungerne mitfahren. Hat sich da was konstruktiv verbessert? Das Hardtop sieht eigentlich bis auf die Position des Wischermotors und der Kabelverbindung Karosse/Hardtop gleich aus. Letzteres hätte man aber auch vor 15 Jahren beim JKU bereits haben können, wenn man mal auf Seiten der Ingenieure nachdenkt.

    Ich möchte noch einmal den Anlass des Thread-Erstellers aufgreifen und die Vorbehalte bezüglich der gebotenen Qualität auch nach meiner Wahrnehmung bestätigen. Die Verarbeitungsschwächen und Schnitzer bei Konstruktion und Material wären aus meiner Sicht gut verzeihlich, wenn der Wagen auch tatsächlich dementsprechend platziert und bepreist würde. Ich fahre JKU und NUTZE diesen als Nutzfahrzeug, dh. Hänger, Wald, Holz, Untersetzung. Der Wagen muss etwas aushalten und das tut er auch. Der ewige Rivale LR Defender ist noch stabiler und robuster aber weniger komfortabel und deswegen ist der JK der perfekte Kompromiss für meine Zwecke. Dass der JK (und auch JL) nicht auf Augenhöhe mit den SUV ist, ist doch wirklich allen klar und das will auch ja auch keiner behaupten.


    Den JKU Sport habe ich neu inkl. Hardtop, großem UConnect Navi und AHK für etwa 35.000 Euro erstanden. Den Rubicon JKU hätte ich damals für 42.000 Euro haben können. Ich sehe die vielen neuen Gimmicks beim JLU und auch das Mehr an Technik, deswegen bin ich gerne bereit einen entsprechenden Aufpreis zum JKU zu bezahlen. Die rund 15.000 Euro Aufpreis wecken aber trotzdem Erwartungen. Und die erfüllt der Wagen nicht. 50.000 Euro sind meine Schmerzgrenze, die ich für ein vergleichsweise grobschlächtiges Nutzfahrzeug ausgeben will.


    Ehrlich: FCA schlachtet die Möglichkeit aus, ein Fahrzeug wie den JLU als Lifestyle Vehikel zu positionieren. Riesen Print Kamagnen zum JLU in Wirtschaftswoche, Focus und großen Magazinen. Hauptzielgruppe ist eben nicht mehr der Nutzfahrzeug-Interessent, sondern der Instagrammer, der im Wrangler ein Accessoire sieht. Vorbild für alle Hersteller ist da wohl das G-Klasse Märchen von MB. Was für ein kompetenter Offroader mit rustikaler/robuster Technik, der in 90% der Fälle zum Boulevard-Posing genutzt wird. Selbst die reduzierten Nutzfahrzeug-Varianten der G-Klasse liegen ja über 80.000 Euro. Mit Sicherheit und Abstand eines der margenstärksten Fahrzeuge im MB-Angebot. FCA hat ganz klar die Maßgabe rausgegeben Marge zu erhöhen. Alfa, Maserati und Jeep sind die Marken, mit denen die Kunden gemolken werden können. Das Geld sitzt einfach sehr sehr locker bei den Kunden. FCA sollte mit der Bepreisung des JKU vom Kunden trotzdem eine Klatsche bekommen, so dass wir wie beim GC Rabatte von mindestens 20-25% in Zukunft sehen bzw. viel Spielraum für den Händler dem Kunden entgegenzukommen. Leider fehlt die Konkurrenz und wenn ich mir die Strategie von Land Rover anschaue, wird auch der neue Defender hochpreisig angesetzt, um Marge zu holen. Die pushen sich also gegenseitig bei den Preisexzessen (kürzlich einen Evoque für 79.000 Euro bepreist gesehen).
    Ich setze ein Stück weit auf den kommenden Ford Bronco, der offiziell nach EU kommen soll, ein Leiterrahmen-Offroader wird und auch mit 3.5 V6 Benziner sowie Diesel kommen soll. Ford sieht sich als bodenständig und die Preise inkl. Werkstatt sind geerdet.