"...Dass im Stau-Bundesland Nordrhein-Westfalen die theoretische Reichweite schrumpft, ..."
Endlich mal ein Artikel, der das Übel beim Namen nennt
Es stimmt sicherlich, dass die Dummheit, Extravaganz und das Geltungsbedürfnis einiger Politiker das eigentliche Übel ist.
Allerdings ist er mit seiner Bewertung auch nicht gerade "im Sinne der Tesla-Fraktion" unterwegs. Wird doch beim E-Antrieb immer der Vorteil in der Stadt hervorgehoben, dass - im Gegensatz zu den normalen Verbrennern - der E-Motor im Stand halt keine Energie verbraucht. Stop and Go sollte eigentlich nicht das Problem sein, eher schon der Drang, möglichst zügig von A- nach B zu kommen. Der Opel Ampera E hat es in einem VOX-Test (fast) durch die ganze Republik mit einer E-Füllung geschafft - bei allerdings praxisfremd niedrigen Geschwindigkeiten und damit oft als Verkehrshindernis.
Bisher hat noch kein E-Auto seine angegebene Reichweite in einem praxisgerechten Test erreicht - somit gilt dort wie auch bei den Verbrennern, dass mehr Ehrlichkeit gepaart mit realistischeren Testverfahren sicherlich zweckdienlicher wäre.
Autos, die man mit weniger als dem angegebenen Durchschnitts-) Wert für den Verbrauch fahren kann, sind komischerweise weder E-Autos noch Hybride noch kleine Turbomotörchen. Den Spritverbrauch wirklich durch den Gasfuß zu beeinflussen geht immer noch am betsen mit einem großen Saugmotor.
Ich verweise da immer wieder gerne auf den Vergleichstest Ford Mondeo mit dem kleinsten angebotenen Motor zu Ford Mustang 5.0. Der Mondeo lag bei einem Spritspartest trotz gleicher Fahrstrecke immer ca. 15% über dem angegebenen Verbrauchsschnitt und der Ford Mustang hat seinen angegebenen Wert in demselben Maße unterschritten - verkehrte Welt.
(Anmerkung: natürlich hat der Mustang trotzdem absolut gesehen noch mehr verbraucht als der Mondeo)
Die Entwickler und Förderer der E-Mobilität müssen definitiv mehr tun, um die Technik praxisgerechter zu gestalten. Ich kann und will es mir jedenfalls zzt. nicht leisten, Versuchskaninchen zu spielen.
Trotzdem sehe ich in der Verwendung z.B. von Nabenmotoren (am Besten an allen Rädern) enormes Potential - auch für Geländefahrzeuge. Es muss halt nur immer genügend "Saft" vorhanden sein.
Wo bleibt eigentlich die Wasserstoff-Technik im KFZ-Bau?
Gruß Pete