Beiträge von JE516

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Feiertag?

    Paulator:

    Sehe den Vorteil an einer Stelle, wo es ja eh nicht weiter geht (gemäß Deinem Versuchsaufbau ja auch nicht weitergehen soll) nicht. Dann orgel ich in den Drehzahlbegrenzer rein...Und?

    Ich verstehe leider nicht, was Du mir sagen willst und was das mit dem 1. Gang zu tun hat. Vielleicht steh ich ja auf der Leitung. Kannst Du das mit anderen Worten oder ausführlicher beschreiben?



    Das ist doch auch der Grundgedanke Deines Versuchsaufbaus. Die Traktion zu eliminieren, damit das System an/über seine Grenzen geht und wegen Überhitzung abschaltet

    Der Grundgedanke meines Aufbaus ist, eine reproduzierbare Situation zu haben, in der die Traktion stark reduziert ist. Damit man das Problem nachvollziehen kann. Das Problem tritt bei mir regelmäßig auch im schwierigerem/rutschigerem Gelände oder Schnee auf, das lässt sich nur schlechter reproduzieren.


    Ich habe leider keinen 2. Trailhawk, mit dem ich das zum Vergleich machen könnte. Mein Händler hat das damals mit einem seiner Trailhawks probiert (der wurde zu einer ähnliche Zeit gebaut wie meiner) und konnte das Problem reproduzieren, aber vielleicht gab es ja ein Problem in der Fertigung, das nur einen Teil der Renegades betrifft.


    Mich würde ja interessieren, ob das Problem bei Euch auch auftritt.
    Ich habe Infos aus 1. Hand, dass es grundsätzlich ein Problem mit der Überhitzung des RDM gibt. Bei mir wurden ja auch schon viele Teile getauscht, was aber nichts gebracht hat.
    Wenn das Problem bei Euch tatsächlich nicht auftauchen sollte, wäre das ja toll, weil das bedeuten würde, dass bei meinem Renegade was faul ist, und deshalb der Allrad so schnell aussteigt.
    Dann könnte ich bei Jepp nachhaken, dass sie noch andere Teile tauschen.


    Aber wenn der Renegade nicht weiterkommt, ist es doch durchaus sinnvoll, dass das System abschaltet. Geht es Dir jetzt darum, dass das System zu früh die Waffen streckt oder dass es ab nem bestimmten Punkt kein Weiterkommen gibt?

    Es wäre sinnvoll, wenn die Software den Bremseingriff ab z.B. 200°C im RDM an der Hinterachse deaktivieren würde, dann würde der Allrad gar nicht überhitzen und ausfallen.
    Es geht darum, dass der Allrad ausfällt und das softwaremäßig verhindert werden könnte.
    Dass man manchmal nicht mehr weiterkommt, ist ja völlig normal.


    Ich könnte Dein Anliegen verstehen, wenn es bei alltäglichen Off-Road Situationen häufig auftreten würde. So wie in dem anderen Thread beschrieben. Das konnte ja durch Anpassen des Ölstandes behoben werden.

    Die Überhitzung basiert auf einer Softwareberechnung der Temperatur im RDM. Ich bezweifle, dass das Auffüllen des Ölstands da irgendeinen größeren Einfluss haben kann, außer es ist viel zu wenig Öl eingefüllt. Im anderen Thread wurde nie erwähnt, dass die Situation, die es damals ausgelöst hat, mit aufgefülltem Öl reproduziert wurde. Es ist also eine reine Vermutung, dass das was gebracht hat.


    Hast Du mal Dein Problem in amerikanischen Foren/Facebookgruppen geschildert? Lese da recht häufig mit, aber dieses Problem trat da nie auf! Da gibt es ne Truppe die waren letztes Jahr in Moab und haben da ordentliche und beeindruckende Geländetouren gemacht. Also wenn jemand regelmäßig und im Grenzbereich im Gelände unterwegs ist dann die...

    Nein, dort hab ich noch nichts geschrieben, das wäre vielleicht noch eine Möglichkeit. Allerdings sind unser Renegade Trailhawk (Diesel) und der US Renegade (Benzin) nicht eins zu eins vergleichbar, da der US-Benziner nur ca. 250 Nm Drehmoment hat und das auch erst bei höheren Drehzahlen. Darum kommt es dort meiner Meinung nach auch viel seltener dazu, dass die Vorderachse schneller dreht als die Hinterachse.


    Was soll ich denen dann sagen? Ich hab jetzt mal meinen Jeep künstlich in eine Situation gebracht, in dem es keinen Vortrieb gab und dann solange georgelt bis alle Lämpchen angingen?

    Wenn man an einer schwierigen Geländesituation ist, man langsam vorwärts kommt, die Traktionskontrolle arbeitet und nach ca. 12 Sekunden fällt der Allrad aus, dann ist das für mich nicht normal.
    Wenn ich mich wo festgefahren habe und jemand zieht mich raus und ich gebe mit Gas, damit das Auto aus der Situation rauskommt und dann kann der Allrad ausfallen, dann ist das schon ein Problem.

    Nun zurück zu meinem Anliegen:


    Ich suche ja nach Renegadefahrern, die bereit sind, einen Test zu machen, um zu sehen, ob sich das Problem auch bei Ihnen reproduzieren lässt.


    Nach allen Infos, die ich habe, müssten alle Allrad-Renegades (zumindest mit Automatikgetriebe) betroffen sein. Jeep hat bei mir ja auch schon einige Teile ausgetauscht, leider ohne Wirkung.


    Was mich wirklich wundert, ist, dass doch einige lieber das Problem vermeiden wollen, anstatt herauszufinden, ob sie betroffen sind. Daher gibt es anscheinend auch nur so wenige Tickets bei Jeep zu diesem Thema.
    Das kann ich einfach nicht verstehen. Ich halte es für einen Mangel, wenn bei einem Jeep (dem Innbegriff für Geländewagen), der über 30.000 € kostet, ein zentrales Merkmal, nämlich der Allradantrieb, nicht zuverlässig funktioniert. Und das, obwohl es softwaremäßig gelöst werden könnte.


    pits-post:
    Vielen Dank, dass Du probiert hast, das Problem nachzuvollziehen. Nachdem du ohne Schlupf weggekommen bist, vermute ich, dass der Untergrund nicht rutschig war. Wenn sowohl vorne, als auch hinten je ein Rad richtig Grip hat, kann das Problem auch nicht auftreten, da dann die Vorder- und Hinterachse gleich schnell drehen und dadurch kein Hitzeientrag in der Lamellenkupplung erfolgt.
    Das Problem tritt überwiegend bei rutschigem Untergrund auf oder wenn aus anderen Gründen die Vorderachse schneller dreht als die Hinterachse.


    Vielleicht würdest Du es noch mal probieren?
    Dann schau Dir doch noch mal meine "Anleitung" im ursprünglichen Beitrag an. Es ist auch gar nicht notwendig, dass mehrere Räder keinen Bodenkontakt haben. Wichtig ist, dass es etwas rutschiger ist, da kann man sich mit dem Wasserkanister schön rantasten.
    Nachdem Du eine Schalter hast, wäre es aber wichtig, dass Du beim Testen nicht zu lange auf der Kupplung bleibst (lieber schnell einkuppeln), damit Dir die Kupplung nicht abraucht.

    Hallo zusammen,


    erstmal vielen Dank für die rege Beteiligung!


    Ich habe das Gefühl, dass es immer noch ein paar Verständnisschwierigkeiten gibt, daher versuche ich es noch mal mit anderen Worten:


    Die Abschaltung des Allradantriebs (aufgrund der Überhitzung des RDM), um Schäden zu vermeiden, ist absolut sinnvoll, es will ja keiner dass das RDM kaputt geht.


    Das Softwareproblem liegt darin, dass die Überhitzung gerade durch den Bremseingriff an der Hinterachse verursacht wird, da die Software den Bremseingriff an der Hinterachse nicht deaktiviert, wenn das RDM z.B. über 200°C heiß wird.
    Die temperaturabhängige Deaktivierung würde dazu führen, dass sich die Hitzeentwicklung reduzieren würde (ein Hinterrad kann durchdrehen => Energie geht nicht in die Kupplung). Dann würde die Temperatur nicht über 250° steigen und der Überhitzungsschutz müsste auch nicht eingreifen.

    Hallo zusammen,


    ich habe den Eindruck, dass das, was ich im Ursprungsbeitrag geschrieben habe, nicht verstanden wird...Wahrscheinlich drücke ich mich irgendwie unverständlich aus.


    Ich hole jetzt mal ein bisschen aus:
    Der Renegade ist (zumindest mit Automatikgetriebe) ein Fahrzeug, dass im Gelände erstaunlich weit kommt. Gerade mit den Trailhawk kann man wirklich anspruchsvolle Sachen fahren (zumindest bei trockenem Untergrund:
    Eine 30-45° steile Böschung hochzufahren, in die man schräg einfährt, so dass ein Hinterrad in der Luft ist, ist bei entsprechendem Untergrund kein Problem.
    Selbst durch eine Verschränkungspassage zu fahren, bei der sowohl ein Vorderrad, als auch ein Hinterrad gleichzeitig in der Luft ist, klappt meistens.
    Auch Stehenbleiben und Anfahren in einem steilen Hang klappt, wenn alle Räder Bodenkontakt haben und der Untergrund entsprechende Traktion bietet.


    Hier mal ein paar Links von youtube:

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    Die Videos sind kein Betrug, ähnliche Sachen bin ich schon selbst gefahren.


    Jetzt stellt sich die Frage, wie der Renegade das macht?
    Wenn einzelne Räder durchdrehen, bleibt das Fahrzeug relativ schnell stehen. Daher bremst die Elektronik die durchdrehenden Räder ein, damit die Kraft über das Differential auf die andere Seite übertragen wird und das Fahrzeug wieder vorwärts kommt.
    Damit das auch funktioniert, sollte man idealerweise in 4WDLOW und die Automatik im Ersten Gang sein. Weiterhin empfiehlt sich der ROCK-Modus, da dort die Bremseingriffe am schnellsten und wirkungsvollsten erfolgen.
    Wichtig ist, dass man in so einer Situation nicht vom Gas runter geht, sonst kommt man nicht weiter. Man muss auf dem Gas drauf bleiben und ggf. mehr Gas/Vollgas geben, damit genügend Kraft da ist, um das Hindernis zu überwinden.


    Wie man in den Videos sieht, muss man manchmal länger auf dem Gas oben bleiben, damit man überhaupt vorwärts kommt.


    Und das ist es, was ich meine mit "10-20 Sekunden auf dem Gas bleiben bzw. Vollgas geben".
    Es geht nicht darum wie ein blöder mit Vollgas in 4WDLOW rumzufahren und sich einzugraben. In 4WDLOW und besonders im ROCK-Modus ist die Gasannahme sowieso so verändert, dass man ganz langsam fahren kann.


    Nun zum von mir im Ursprungsbeitrag beschriebenen Problem:
    Wenn man eine der o.g. oder in den Videos gezeigten Situationen hat und der Untergrund ist etwas rutschiger, kommt man manchmal über das Hindernis. Manchmal fällt aber auch ohne Vorwarnung der Allradantrieb aus (bei mir ist das meistens nach ca. 10-12 Sekunden). Und das ist genau das Problem.


    Jetzt könnte man noch sagen, dass das ja recht extreme Situationen sind und die sollte man bei rutschigem Untergrund nicht fahren:


    Dazu möchte ich 3 Dinge sagen:
    1. Was macht man, wenn man bei Trockenheit losfährt und es - wenn man im Gelände ist - dann zum Regnen anfängt oder man auf eine schlammige Passage stößt?
    2. Das von mir beschriebenen Problem tritt auch bei viel leichteren Strecken auf, das kann man gut nachvollziehen, wenn man wie beschrieben ein bisschen Wasser hinschüttet.
    3. Es geht auch nicht darum, dass ich erwarte, dass der Renegade die Hindernisse bei rutschigem Untergrund überwindet. Es geht darum, dass der Allrad ausfällt(, was nicht sein darf und auch nicht sein müsste, da es softwaretechnisch lösbar wäre). Und das passiert, weil Jeep/Fiat es nicht vernünftig bei rutschigem Untergrund getestet hat.


    So, ich hoffe, das hilft Euch ein bisschen, zu verstehen, was ich meine.


    Wenn sich jemand von Euch bereit erklärt das Problem nachzustellen, schicke ich ihm/ihr auch gerne per e-mail ein paar Videos von meinem Renegade zu auf denen man das Ganze sieht. Einzige Bedingung ist, dass die Videos nicht weitergegeben oder veröffentlicht werden, da ich Jeep nicht Schaden möchte.

    Hallo zusammen,


    @Wendy:
    danke für den Tipp, werde mich in den nächsten Tagen mal auf die Suche machen, was es dort für Foren gibt.


    @Toy4ever:
    Die Aussage vom "Stand der Technik" kommt vom Deutschen Jeep Kundenservice und der beruft sich auf meinen Händler, der der Meinung ist, das das so ist, da er ja auch mit seinem Renegade das Problem reproduzieren konnte. Mein Eindruck ist, dass der Jeep Kundenservice selbst nicht wirklich viele Informationen hat und nicht viel machen kann.


    Die Temperatur im RDM ist ein errechneter Wert, da es keinen Sensor gibt, der die Öltemperatur oder die Temperatur der Lamellenkupplung misst.
    Wenn die Meldung SERV4WD angezeigt wurde und auch gespeichert wurde (das passiert anscheinend nicht immer) und man die Fehlermeldungen beim Jeep-Händler/-Werkstatt auslesen lässt, steht da, wenn es an der Überhitzung des RDM liegt, ein Code wie DTCM C2230-98 ETM_ACTIVE_OVERHEAT_PROTECTION und bei v_ClutchTemp steht ein Wert über 250°C.


    Ob die Kupplung tatsächlich so heiß wird, kann ich nicht sagen, jedenfalls greift der Überhitzungsschutz bei der errechneten Temperatur von über 250°C ein. Letzteres wurde mir auch von einem Jeep-Techniker bestätigt.


    Blackhawk:
    Vielen Dank für den Tipp mit der OBD-2 Schnittstelle und der Software, ich hatte schon überlegt mir da was in dem Bereich zu suchen. Das wäre natürlich eine Notlösung, falls Jeep sich hier komplett sperren sollte...Evtl. melde ich mich mal bei Dir, da Du Dich ja - im Gegensatz zu mir - damit auszukennen scheinst.


    Pete:
    Was meinst Du mit mit Temperatur des vorderen Getriebes? Die Temperaturanzeige des Getriebes im Multifunktionsdisplay bezieht sich auf das Automatikgetriebe, da sind unter Last Werte zwischen 80 und 95° C normal. Das hat aber nichts mit der PTU oder dem Vorderachsdifferential zu tun.

    Hallo Wendy,


    vielen Dank für Deine nette Nachricht und die Unterstützung im anderen Forum!
    ich bin froh, dass hier im New-Jeep-Forum die Mitglieder sehr freundlich sind.


    Die Abschaltung des Allradantriebs aufgrund der Überhitzung dient dem Schutz der Bauteile, dadurch soll ja gerade nichts kaputt gehen. SERV4WD hört sich gleich nach einem Schaden an.
    Jeep hat leider keinen Extra-Text für die Überhitzung in der Software hinterlegt, drum kommt eben die Meldung SERV4WD.


    Mit einem Handschalter wäre es aber sicher schwieriger, das Problem zu reproduzieren, da man ja beim langsamen Fahren mit viel Kupplungseinsatz fahren müsste, was nicht gut für die Kupplung wäre.


    Ich möchte den Weg über die Zeitschriften/Sendungen nur als letzten Weg gehen, da ich Jeep eigentlich nicht Schaden möchte.


    Ich hoffe, dass sich noch ein paar Renegade-Fahrer mit Automatikgetriebe finden, die bereit sind, das Problem nachzustellen und dann ein Ticket bei Jeep aufmachen, dann könnte etwas Bewegung in die Sache kommen.


    Es kommt schon irgendwie ziemlich blöd, wenn man mit einem Jeep im Schnee oder auf einem rutschigerem Feldweg fährt und plötzlich fällt der Allrad aus. Da verliert man schon das Vertrauen in das Auto...


    Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt...

    @blob:
    Der Tipp aus dem anderen Forum bringt nichts, da
    in 4WD LOW alles bis auf den Bremseingriff sowieso deaktiviert ist.
    Der Bremseingriff ist ja grundsätzlich wichtig und richtig, verursacht aber unter anderem in der oben genannten Problemsituation die Überhitzung der Lamellenkupplung.
    Als Problemlösung müsste Jeep nur den von mir oben genannten Punkt c) umsetzen.
    Wobei Punkt a) auch wichtig wäre, damit man überhaupt weiß, wie warm/kalt die Lamellenkupplung ist.

    Pete: Ich habe den anderen Thread schon seit längerem verfolgt, mich aber entschieden, einen neuen aufzumachen, da dieser eigentlich dazu dienen soll, herauszufinden, ob alle Renegades davon betroffen sind, was ich nach allen Informationen, die mir vorliegen, annehmen muss.


    Auch eine Jeep-Werkstatt müsste ein Ticket bei Jeep aufmachen können, ich habe direkt vor Ort auch nur einen Fiathändler, der einen Jeep-Service anbietet.


    Ich weiß, dass das Problem bei Dir nicht mehr aufgetreten ist. Ich wette aber, dass es auch bei Deinem Renegade auftritt, wenn er entsprechend belastet wird.


    Es wäre super, wenn Du mich unterstützen könntest und versuchen würdest, das Problem zu reproduzieren.
    Sowohl mein Händler als auch der deutsche Jeep Kundenservice sind der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Jeep Italien reagiert, steigt, je mehr Renegade-Besitzer das Problem melden.


    Vielen Dank schon mal im Voraus.

    Liebe Renegade-Fahrer,


    ich habe seit Mai 2017 einen Renegade Trailhawk, den ich mir gekauft habe, nachdem ich 2 Jahre lang unzählige Tests gelesen und Videos angesehen habe und 2 Mal den Renegade Trailhawk im Gelände Probe gefahren bin.
    Leider konnte ich da nicht feststellen, dass es ein Softwareproblem im anspruchsvolleren Gelände/Matsch/Schnee gibt, da es da nie so Nass war und auch kein Schnee lag...
    Ich habe mich für den Renegade entschieden, da er für mich das perfekte Auto mit einer guten Portion Geländefähigkeit sein sollte.
    (Ich bin seit ein paar Jahren ein großer Fan der Marke Jeep, da wir einen Cherokee/Liberty KK haben, der unglaublich gut im Gelände ist.)


    Als ich das erste mal mit meinem neuen Jeep auf einem matschigeren Feldweg unterwegs war, kam der Renegade nicht mehr weiter und ich wollte die verschiedenen Fahrmodi testen. Ich schaltete also auf MUD und LOW und gab für ca. 10-15 Sekunden Gas, die Traktionskontrolle griff mehrfach ein, der Jeep bewegte sich ein wenig vorwärts und plötzlich kam die Meldung SERV4WD und der Allrad war nicht mehr verfügbar.


    Seitdem war ich viele Male mit dem Renegade in der Werkstatt und es wurden Softwareupdates eingespielt, der Elektromotor am Hinterachsdifferential (GKN nennt es RDM = "Rear Drive Module", Jeep nennt es RDU, ich vermute mal "Rear Drive Unit") getauscht, dann das komplette RDM und zuletzt das DTCM (Drive Train Control Module). Jedesmal danach musste ich wieder testen und gebracht hat es leider nichts (subjektiv hatte ich manchmal das Gefühl, dass es ein bisschen besser ging, aber das war wohl Einbildung).


    Beim Renegade (und ich vermute auch beim Compass, da er die gleiche Technik verwendet) gibt es anscheinend ein Softwareproblem, das dazu führt, dass die Lamellenkupplung im RDM überhitzen kann:
    Wenn die Vorderachse Schlupf hat, kann die Lamellenkupplung, die als Drehmomentbegrenzer fungiert, nicht genug Drehmoment an die Hinterachse leiten. Die Hinterachse dreht daher langsamer als die Vorderachse und die Lamellenkupplung muss die Energie aufnehmen, was in Wärme umgewandelt wird. Wenn die Temperatur im RDM 250 °C überschreitet (dieser Wert wird errechnet), schaltet sich zum Schutz der Bauteile der Allradantreib ab und es erscheint die Meldung SERV4WD.
    Die Software versucht zwar das Drehmoment zu reduzieren und wenn beide Hinterräder Grip haben, funktioniert das auch meistens und man kommt vorwärts. Wenn es allerdings einseitig rutschig/matschig oder glatt wegen Schnee/Eis ist, versucht die Traktionskontrolle das einseitig durchdrehende Rad an der Hinterachse abzubremsen. Wenn dann aber das andere Hinterrad auch durchdreht, kommt die Hinterachse teilweise zum Stillstand, so dass innerhalb von 10-15 Sekunden so viel Hitze entsteht, dass die Kupplung im RDM überhitzt und der Allrad ausfällt.


    Mein Händler, bei dem ich den Renegade gekauft habe, hat die Sache auch mit einem seiner Trailhawks ausprobiert und konnte das Problem auch an seinem Renegade nachvollziehen. Er macht das Ticket auch immer wieder auf und anscheinend ist das Problem auch bei Jeep Italien angekommen. Allerdings scheint das Problem zu sein, dass zu wenige Renegadefahrer wissen, das es das Problem gibt bzw. das Problem nicht melden, weil es nur selten auftritt, und daher will man der Sache wohl nicht nachgehen.
    Parallel dazu habe ich vor ein paar Wochen den Deutschen Jeep Kundenservice kontaktiert, die mir heute mitgeteilt haben, dass das anscheinend derzeit der Stand der Technik ist und sie mir nicht weiterhelfen können, da es an Jeep Italien liegt, ob da was getan wird oder nicht.


    Da ich hoffe, dass auch Ihr einen Jeep haben wollt, auf den man sich im Gelände verlassen kann, bitte ich Euch um Eure Hilfe:


    Ich beschreibe Euch im Folgenden, wie man das Problem gut reproduzieren kann:
    Bitte packt Euch 10 Liter Wasser ein und fahrt mit Eurem Renegade ins Gelände und sucht Euch z.B. einen Wald-/Feldweg der bergauf geht und eine leichte Verschränkung hat oder eine Böschung, die der Renegade bei trockenem Untergrund überwinden kann.
    Schaltet auf 4WDLOW und MUD oder ROCK und geht manuell in den 1. Gang, damit der Renegade bei Schlupf nicht in den 2. Gang hochschaltet. Am zentralen Display bitte auf Hinweise schalten, dort werden die Fehlermeldungen angezeigt.
    Anschließend testet Ihr die Stelle ein paar Mal bei trockenem Untergrund.
    (Wie Ihr sicher wisst, muss man unbedingt auf dem Gas oben bleiben bzw. mehr Gas/Vollgas geben, damit die Traktionskontrolle vernünftig arbeiten kann und man das Hindernis überwindet. Normalerweise müsste das klappen, wenn die sehr Stelle schwer ist, kann es sein, dass auch hier schon die Meldung SERV4WD kommt.)
    Anschließend schüttet Ihr an alle vier Stellen, wo die Räder kurz vor dem Hindernis stehen würden, etwas Wasser hin, damit der Boden rutschig/schmierig wird. Dann wieder testen. Wenn es feucht genug ist und Ihr ca. 10-20 Sekunden auf dem Gas drauf bleibt und die Traktionskontrolle arbeiten lasst, müsste die Meldung SERV4WD kommen.


    Wenn die Fehlermeldung bei Euch kommt, macht bitte ein Foto von der Fehlermeldung, da diese anscheinend nicht immer gespeichert wird.
    Bitte fahrt zu Eurer Werkstatt und meldet den Fehler und besteht darauf, dass sie ein Ticket bei Jeep aufmachen. Wahrscheinlich werden dann Updates eingespielt und sie wollen wie bei mir Teile tauschen. Bleibt dran und lasst sie das Ticket nicht zu machen.
    Wendet Euch bitte parallel an den Jeep Kundenservice damit auch über diese Schiene die Meldungen an Jeep gehen.


    Ich habe Jeep aufgefordert
    a) eine Anzeige der Temperatur des RDM im Display zur Verfügung zu stellen, damit man als Fahrer überhaupt feststellen kann, wie heiß das RDM ist und wann eine Überhitzung bevorsteht (die Temperaturwerte sind ja im System vorhanden)
    b) die Fehlermeldung im Falle der Überhitzung von "SERV4WD" auf "Überhitzung des Hinterachsdifferentials" (oder so ähnlich) zu ändern, damit man weiß, warum der Allradantrieb ausfällt.
    c) zumindest als Notlösung den Eingriff der Traktionskontrolle an der Hinterachse zu deaktivieren, sobald die Temperatur im RDM einen gewissen Grenzwert überschreitet, damit die Energie über das durchdrehende Rad an der Hinterachse abgegeben werden kann.


    Wenn wir uns alle ins Zeug legen, haben wir eine Chance, dass uns Jeep ernst nimmt und dieses Softwareproblem behebt!
    Es darf nicht sein, dass bei einem Jeep der Allradantrieb ausfällt, besonders, da man es ja softwaretechnisch lösen könnte.


    Bitte haltet diesen Thread sauber und postet nur konkrete Nachfragen, Eure Testergebnisse oder was auch wirklich etwas mit dem Problem zu tun hat.
    Bitte kontaktiert mich per PM, wenn Ihr mehr Infos braucht oder Videos, die ich gemacht habe, sehen wollt (da ich sowas nicht in Youtube stellen möchte, da ich ein Fan der Marke bin und Jeep nicht schaden möchte). Gerne können wir auch per PM einen gemeinsamen Termin in einem Offroadpark ausmachen, um das ganze zu testen.


    Vielen vielen Dank schon mal im Voraus für Eure Unterstützung!