Ich habe ja bereits an anderer Stelle des Öfteren darauf hingewiesen, dass ich in meinem Cherokee, im Vergleich zu den vorher von mir jahrelang gefahrenen BMWs (5er Limo, 5er GT und 2x X5 - immer mit xDrive) außer ein paar PS eigentlich nichts wirklich vermisse - außer dem Komfortöffnen und -schließen der Türen, Fenster und des Panoramadaches (falls vorhanden) mittels Fernbedienung; indem man einfach den Öffnen/Schließen-Button gedrückt hält. Ist das Auto, Fenster, Dach noch auf, dann verriegelt das Auto und die Fenster und das Dach gehen zu, die Außenspiegel werden angeklappt. Umgekehrt kann man bereits im Anmarsch das Auto entriegeln (das kann der Cherokee natürlich auch) aber auch gleichzeitig alle Fenster sowie das Dach öffnen und die Spiegel ausfahren.
Die Sache mit den Spiegeln ist vernachlässigbar, was ich bei dieser Hitze aber vermisse, ist das durchlüften, bevor man überhaupt ins Auto eingestiegen ist.
Durch die gute Wirkungsweise der Klimaanlage lässt sich natürlich auch damit leben, da aber Töchterchens Opel Astra und der mehr als 13 Jahre alte Audi TT meiner Frau über diese Funktion verfügen, habe ich mir so meine Gedanken gemacht, warum die komfortsüchtigen Amerikaner und die hitzegewohnten Italiener bei einem 50.000 € teurem Auto nicht auch so etwas anbieten?
Die Antwort liegt für mich seit heute klar auf der Hand: Remote Start! Der Amerikaner im Allgemeinen öffnet mit seinem FOB nicht Fenster und Dach, sondern er startet gleich das ganze Auto - und lässt es erst mal laufen. Heizung bzw. Klimaanlage erledigen dann den Rest. Über die ökologische Sinnhaftigkeit liese sich bestimmt trefflich streiten, aber damit kommen die erst gar nicht auf die Idee, das auch irgendwie anders zu lösen. Naja, vielleicht gelingt es uns ja, diesen Wunsch weiter nach Toledo zu tragen, zumal es den Start des Autos über Fernbedienung bei uns ja gar nicht gibt. Aber für mich ist jetzt klar, weshalb in Amiland scheinbar keiner diese Komfortöffnen/-schließen-Option auf dem Plan gehabt hat.
Zusammen mit der automatischen Sperre (über den Kabelanschluss) das unbeabsichtigte Öffnen der Heckklappe zu verhindern, wenn ein Fahrradträger montiert ist, haben wir doch schon zwei schöne Verbesserungsvorschläge, die wir an die geeignete Stelle weiterleiten sollten.
Im letzten Heft des JOC wird der leitende Jeep-Mitarbeiter, der jetzt für zwei Jahre in Turin ist, vorgestellt, der genau für solche Kundenwünsche verantwortlich zeichnet. Da müssen wir mit unserer Botschaft noch nicht einmal über den großen Teich. Der Mann heißt Bob Kwiecinski und ist Jeep-Produktplaner in der FCA-Zentrale in Turin.

