_blank

Abgasproblematik

  • Stimmt, die machen es!

    Ich beobachte schon seit Jahren hier im Land die E-Auto Entwicklung, schon lange vor dem Dieselskandal. Leider kann man über diesen langen Zeitraum nicht von deutlicher Entwicklung sprechen. Modellübergreifend inkompatibele Ladesäulen unterschiedliche Bezahlsysteme ...
    Und wie ich die Politik hier im Land bisher so kenne, wird man statt tatsächlicher Förderung der Nutzung, die Kosten auf die Nutzer umlegen um den Herstellern und Betreibern der Infrastruktur Gewinne zu garantieren. Wie bei uns Ökostrom funktioniert zeigt sehr gut für wen sich was lohnt.
    Was ich schreibe ist meine Meinung, mein Eindruck. Ich bin kein Fachmann für Autos und Software!
    bis 09/2016 Renegade Limited 140 PS 2.0 D, 4WD LOW 9AT, Sichtpaket (Xenon), Sound & Navipaket (BEATS & 6.5" Navi),
    Zulassung Juni 2015, Software uconnect 16.10.35

    Mein Renegade: 4x4, Diesel, 140 PS, Limited, 9-Stufenautomatik, Xenon, BEATS-Audio

  • Ganz so krass würde ich es nicht sehen.
    Ich/wir haben ja als Zweitwagen auch in diese Richtung investiert (Toyota Auris Hybrid), bei diesem Fahrzeug hängt aber trotzdem noch ein Benzin-Motor drinne.
    Fährt aber wirklich sehr angenehm - könnte später einmal sicher mit so was auch als SUV leben.

    Übrigens, ich war jetzt einige Tage geschäftlich in Italien - allerdings nicht gefahren, sondern geflogen.

    Dort habe ich einen Geschäftspartner getroffen, der fährt einen Tesla schon ein paar Jahre.
    Der kam seinerzeit um die 100 000 Euronen (lt. seiner Aussage, welches Modell das war, keine Ahnung).

    Aber seither hat er jetzt 120 000 km runter ohne jegliche Probleme oder Wartungskosten.....!!!
    Und er schwört auf das Ding...!

    Jedenfalls seine Worte.
    - seit 08/2012 SUV-Fahrer -
    - ab 06/2014 mehrere Jeeps (Cherokee und Grand Cherokee) in Folge -
    - seit Ende 06/2017 ein 280 PS-SUV von Alfa

    Mein Auto: seit 30.06.2017 - sehr sportliches SUV in Vesuv-grau, Benziner mit 280 PS

  • Toy4ever schrieb:

    Interessant ist, dass die Deutschen mal wieder nur am Meckern und Jammern sind, dass E-Autos nie hier her passen. In der Zeit haben die Norweger schon die komplette Infrastruktur gebaut und verkaufen inzwischen mehr als 50% E-Autos. Denen geht der Dieselskandal mit all seinen Auswirkungen nicht auf den Zeiger, sondern am Hintern vorbei.

    Die machen‘s einfach......
    Das bestreitet ja auch niemand. Der Unterschied zwischen NOR und DE ist aber der Strom, und zwar in der Art der Erzeugung und beim Preis. Die Norweger erzeugen ihren Strom zu 98% durch Wasserkraft und er kostet auch nur die Hälfte.

    Wir Deutschen zahlen den zweithöchsten Strompreis Europas und unser Strombedarf wird zu fast 50% durch Kohle erzeugt.

    Der von den Ökonazis geforderte Umstieg auf Elektroautos wäre bei uns nur eine Verlagerung des Problems.

    @Toy: verstehe mich jetzt nicht falsch, wenn es bezahlbare Autos mit der Leistung (Reichweite) des Tesla geben würde und der Strom etwas billiger wäre, würde ich auch umsteigen :)

    Gesendet von meinem G8441 mit Tapatalk

    Mein Auto:

  • Grundsätzlich hast Du ja Recht, lieber Robert, aber man kann alleine schon von der Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur her Deutschland nicht mit Norwegen vergleichen.
    Und jedes E-Auto, dass mit Atom- oder Kohlestrom bei uns (noch) gespeist wird, kann nicht die Lösung sein. Soweit ich weiß, ist Norwegen bezüglich Wasserkraft usw. hier deutlich besser aufgestellt.
    Ich sitze selbst im Vorstand eines regionalen Energieunternehmen, das jetzt jeder Kommune im Kreis kostenlos eine Ladestation zur Verfügung stellt; wohlwissend, dass noch nicht einmal die Hälfte aller Autos in Deutschland genug Strom zur Verfügung stünde, wollten diese elektrisch fahren.
    Hinzu kommt das Parkplatzproblem in den Innenstädten (um die es bei der Dieseldiskussion ja hauptsächlich geht). Wo sollen die ganzen Mieter in den großen Wohnblöcken denn alle ihre Autos laden, wenn sich ihr gefundener Parkplatz mehrere Straßen weiter weg befindet?
    Wir, in den ländlichen Regionen und mit Eigenheim haben da leicht reden, aber bei uns gibt es keine Feinstaubproblematik.
    Sicher ist es nie zu spät, um (auch politisch) umzusteuern, aber man darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, denn in Norwegen gibt es auch viele "Errungenschaften", Preise und Steuern, auf die wir gerne verzichten. Aber alles auf einmal geht nunmal nicht - höchstens im Paradies. ;)
    2015er Cherokee Limited, Vollausstattung, PRIVAT VERKAUFT am 7.11.2021!
    Ich war immer top-zufrieden mit unserem Indianer und bin ausschließlich aus Vernunftsgründen (extrem viele Kurzstrecken) auf ein 4-WD-E-Mobil umgestiegen, zumal ich nur Euro V hatte und nicht mehr in jede größere Stadt fahren durfte.

    Unser Neuer: Škoda Enyaq iV 80x Sportline (Voll-Elektrisch mit 4WD, 265 PS)
    Wallbox 11 kW von Elvi (NL), gespeist von einer eigenen PV-Anlage mit 10 kWp

    Mein Cherokee: 2015er Cherokee Limited, granite-crystal, 170 PS Diesel, 9-Gang-Automatik, AD I, Navi-& Soundpaket, Fahrassistenz- und Winterpaket., Nappaleder in schwarz

  • Mein Chef fährt einen Tesla und um ihn aufzuladen, hat er sich extra eine Starkstromdose in der Garage setzen lassen. Ansonsten wäre das aufladen zu langsam oder nur über die schnellen Charger möglich.
    Dieses Prinzip kann sich nicht jeder leisten.
    Die anderen kleinen Eautos wie zoe oder Smart fahren noch nicht mal so weit, was bedeutet, dass im Stau stehen in der Rushhour morgens und abends, dazu führt das Auto jede Nacht voll aufzuladen.
    Kann auch nicht jeder.
    Haben Innenstädte echt massive Probleme mit der Luft, dann Park & Ride außerhalb und gute Verbindung in die City. Durchgangsverkehr sollte mit Umgehungsstraßen reduziert werden. Und Zack, wird wieder Natur zerstört, Lebensraum vernichtet.
    Schwierig
    Jeder sollte Fahrten bedenken, Kurzstrecken vermeiden, öfters laufen oder zu Fuß gehen. Beim kleinen beginnen
  • Oh, wollte gerade editieren - jomaot hat zu früh geliked - also separater post

    Edit:
    Wir gehören zu denen, die zwar ein Kraftwerk in der Nähe haben, aber trotzdem ohne Chance dastehen, das Auto zu Hause über die Steckdose betanken zu können. Damit fällt ein Akku-Fahrzeug aus.
    Das nächste Auto muss auch wieder betankbar sein. Gerne auch mit Strom, wenn einmal Volltanken bei max. 10 min. liegt.

    Ich kann mir vorstellen, dass Wasserstoff / Brennstoffzelle ebenso eine brauchbare Lösung sein könnte.
    Allerdings glaube ich auch nicht, dass man innerhalb der nächsten 10 Jahre in der Lage sein wird Deutschland/Europa komplett umzustellen. Wo soll der Strom oder der Wasserstoff in der Menge herkommen?
    Da hilft nur permanentes Ausbauen von Strom und Wasserstofftankanlagen, ohne irgendwo zu Verzögern, weil man das Eine oder Andere für Besser hält.
    Entweder läuft später mal Beides parallel wie heute Benzin und Diesel, oder der Markt wird sich für eine Art entscheiden. Ging doch damals bei den Videorecordern auch. Betamax und VHS.
  • Ich höre überspritzt gesagt immer nur Diesel-Verbot hier, naja aber nicht wirklich, dann Elektro-Zwang da, aber nun doch etwas später (Stichwort E-Mobil Quote - ich lach mich tot über so viel Einfalt der Entscheidungsträger). Aber nie was Klares, und immer Wischwaschi von allen Seiten, bis eben hin zum Betrug durch diverse Hersteller. Der Dumme ist dabei aber interessanterweise kaum der Entscheider oder Betrüger, sondern es sind die Autokäufer. Unfassbar das. Wenn ich ein Auto kaufe und wenn es einmal die Typprüfung bestanden hat dann will ich es fahren solange ich will, oder wenn es mir jemand wegnehmen will soll er mich dafür entschädigen.

    Mal als Ansatz: Wenn nachgewiesen ist welche Antriebstechniken uns umwelttechnisch und gesundheitlich schaden, warum gehen wir nicht einfach her und beschliessen einen Zulassungsstop für genau diese Problemfälle. Schön mit Übergangsfrist aber dann hart - also als Beispiel: Ab 1. 1. 2022 gibt es in Deutschland keine Zulassung mehr für Diesel-PKW. Gar keine. Wie seit Jahren z.B. in China praktiziert. In Peking steht trotzdem jeden Tag der weltweit längste Stau - es scheint also immer noch genügend Alternativen zu geben... Ich lasse dahin gestellt ob das Dieselverbot in China das Luftproblem dort signifikant verbessert hat.

    Aber mit dieser Vorgehensweise muss sich auch keiner Sorgen wegen bereits getätigter Investitionen machen, es müssen auch keine Werte verschrottet werden. Und doch wird das Problem gelöst. Dann muss auch keiner irgendwem vorschreiben welchen Antrieb er kaufen soll, sondern ich würde erwarten dass der Markt das von alleine über Funktion (Reichweite), Verfügbarkeit, Preis, etc regelt. Und vielleicht kommt ein ganz anderer Antrieb als Elektro dabei heraus...
  • jomaot schrieb:

    Wenn nachgewiesen ist welche Antriebstechniken uns umwelttechnisch und gesundheitlich schaden
    Yep... hat nicht Peter mal eine Statistik geliefert, nach welcher wir so ziemlich in der saubersten Zeit seit den letzen (10?,20?,30?) Jahren leben? Oder war die nur über den Diesel, dass der in den letzten Jahren immer sauberer geworden ist.

    Ich kann nur jedem, der der Meinung ist, dass unser Luft schlecht wäre, empfehlen, einmal nach Ho Chi Minh City (Saigon) zu fahren. Die ganzen Mopeds haben natürlich keinen Kat. DAS ist schlechte Luft!

    Und ganz ehrlich - ich versteh es langsam nicht mehr. Ich kann in keiner Großstadt so saubere Luft erwarten, wie ich sie auf dem Land oder z.B. in Norwegen habe. Das widerspricht sich einfach.
    Wenn ich unbedingt saubere Luft möchte oder gesundheitlich brauche, dann muss ich eben aufs Land ziehen und mir eine entsprechende Arbeit suchen. Jeder will nur die Vorteile genießen.
    Natürlich soll die Luft sauber bleiben/werden. Aber alles im Rahmen. Für mich ist es unverständlich, dass sich die von uns gewählten Volksvertreter so viele Gedanken über die Luft machen können, während an Diabetes (mit Folgekrankheiten) doch wesentlich mehr Leute sterben, bzw während es einfach wichtigere Themen gibt. Wenn die Politiker in andere Themen genau soviel Energie stecken täten, dann hätten wir sooooo viele Probleme weniger.
  • Ein Teil der Belastung der Innenstädte mit Feinstaub und NOx ist allerdings auch hausgemacht und das Resultat von politischen Fehlsteuerungen und Bequemlichkeit der Stadtbewohner. So sind z.B. die Kosten für den ÖPNV in vielen Städten und dem dazugehörenden Umland ( es gibt ein paar rühmliche Ausnahmen) viel zu hoch; verbunden mit ausfallenden Verbindungen und nervigen bis aggressiven Mitfahrern schreckt dieses viele möglichen Nutzer ab. Auch ist in den Städten eine Wohnortnahe Versorgung mit Lebensmitteln und Alltagsguetern kaum noch vorhanden, stattdessen haben die Kommunen grosse Einkaufszentren ermoeglicht, fuer deren Erreichbarkeit ein Auto noetig ist, da sie selten vernünftig an den ÖPNV angebunden sind. Und auch das morgendliche Elterntaxi zur Kita oder Schule ist oekologisch mehr als grenzwertig, auf der meist nur bis zu 1km langen Strecke pustet der kalte Motor natürlich Höchstwerte aus dem Auspuff. Auch das Einkaufen per Internet statt in dem oertlichen Fachhandel fuehrt nicht nur zu einem Sterben des Handels sondern erzeugt einen immensen Zusatzverkehr. Diesen Beispielen liessen sich sicher noch einige hinzufügen. Insofern sollte vor Fahrverboten für die Pendler zunächst erst einmal innerhalb der Städte aktiv an einer Verminderung des ueberfluessigen Verkehrs gearbeitet werden, dies wäre eine wirkliche Herausforderung für die Stadtpolitik.

    Mein Renegade: Renegade Trailhawk, 2.0 Diesel, 170 PS, Colorado rot, alle pacs ausser Schiebedach, Navi&Sound, elektrische verstellbare Sitze

  • bumlux schrieb:

    Yep... hat nicht Peter mal eine Statistik geliefert, nach welcher wir so ziemlich in der saubersten Zeit seit den letzen (10?,20?,30?) Jahren leben? Oder war die nur über den Diesel, dass der in den letzten Jahren immer sauberer geworden ist.

    ...


    Für mich ist es unverständlich, dass sich die von uns gewählten Volksvertreter so viele Gedanken über die Luft machen können, während an Diabetes (mit Folgekrankheiten) doch wesentlich mehr Leute sterben, bzw während es einfach wichtigere Themen gibt. Wenn die Politiker in andere Themen genau soviel Energie stecken täten, dann hätten wir sooooo viele Probleme weniger.
    Die Statistik veröffentlicht das Bundesumweltamt - tatsächlich eine staatliche Behörde im Gegensatz zum Abmahnverein DUH:

    Stickstoffemissionen nach Quellkategorien

    Demnach wurde bundesweit der Stickstoffoxid-Ausstoss von 1990 bis 2015 um ca. 59% reduziert.

    Vom NABU gibt es noch einen Vergleich des jährlichen Schadstoff-Ausstoßes zwischen einem Kreuzfahrtschiff und x Autos (z.B. Größenordnung für Stickoxide 1 : 420.000, für Feinstaub 1: 1.000.000). Und wenn man den Passagieren so zuhört sind sie Autofahrern unerreichbar überlegen weil sie am Ziel angekommen mit E-Bikes die Gegend erkunden und keine Verbrenner beanspruchen - Da lach ich mich schon wieder tot - gefährliches Thema hier :S

    Und zum unteren Absatz, ist die Liste endlos. Will ich gar nicht näher drauf eingehen... denn welche Steuern kann man schon einem schwerst oder gar tödlich erkrankten Menschen aufbrummen...