Eines vorweg: Ich bereue den Kauf des Cherokees nicht. Er strahlt Solidität aus und fährt sich auch so. Ich fühle mich mit ihm auf der Autobahn, wie auch auf holprigen innerstädtischen Straßen sehr wohl.
Grundsätzlich kein Klappern oder Knistern (Ausnahme folgt weiter unten!). Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich-straff (für ein SUV), ohne jedoch Komforteinbußen hinnehmen zu müssen, für mich ein sehr gelungener Kompromiss.
Ich kaufte den Wagen auch wegen seines V6-Motors. Laufruhe und Leistung sind superb und in den von mir bislang vorgefundenen Situationen mehr als ausreichend; dies noch „nach alter Väter Sitte“ unter den Restriktionen des „Einfahrens“.
Die weichen Ledersitze sind ausreichend straff gepolstert und bieten mir genügend Seitenhalt; zudem sind sie ein schöner Kontrast zum derberen Standardleder in unserem Hauptfahrzeug. Bislang kann ich nirgends Abnutzungserscheinungen erkennen.
Natürlich bin ich kein Autotester und alle Eindrücke sind auch ein Stück weit subjektiv, bzw. werfen auch mal Fragen auf. Dennoch habe ich in gut 30 Jahren genügend Fahrzeuge unterschiedlicher Klassen bewegt, um die eine oder andere Sache beurteilen zu können.
Und ich könnte mich hier noch über viele Dinge lobend auslassen, von der gut justierbaren Sitzposition, der noch mindestens als befriedigend zu wertenden Übersichtlichkeit des Fahrzeugs und der Art & Weise, wie die zahlreichen Assistenzsysteme ansprechen. Das variable Audiosystem mit seinem sehr guten Sound und DAB-Radio
Immer wird man auch Kleinigkeiten (Bedienung / Technik / Qualität) finden können, die man aus anderen Fahrzeugen anders = besser (?) in Erinnerung hat. Dabei spielt natürlich auch die Gewohnheit vertrauter Handgriffe, Abläufe sowie der Umgebung eine wichtige Rolle. Ich empfinde es jedenfalls als sehr positiv, dass ich (186cm bei 95kg) mich nach wenigen Fahrten in dem Indianer schon sehr heimisch und gut aufgehoben fühlte. Dies immer auch unter Berücksichtigung des (tatsächlichen) Preises des Wagens.
Dabei gleite ich im Cherokee entspannter und gelassener über Bahn & Land als in unserem druckvolleren/drehmomentstärkeren 530d. Und es macht sogar auf eine besondere Art Spaß!
Doch wohl viel Licht, da zumindest auch ein wenig Schatten …
Nachdem die Gläser der Hauptscheinwerfer über mehrere Tage beschlagen waren (bis zu 50%) und zudem in den Tagfahrleuchten deutliche Tropfenbildung erkennbar ist, erfolgte die Vorführung beim Verkäufer, der nun prüft, ob ein Austausch in Betracht kommt. Der Beschlag der Hauptscheinwerfer ändert sich sehr stark innerhalb einiger Tage; habe aber noch nicht festgestellt, dass er gänzlich verschwunden war. Auch nicht nach einer Nachtfahrt bei trockenem Wetter und 3h Xenon-Brenner. Die Feuchtigkeit in den LEDs sieht dagegen fast immer unverändert aus; weiß auch nicht, ob das irgendwohin verdunsten kann. Dieses Phänomen kenne ich nicht von 3 bisherigen Fahrzeugen mit Xenon-Licht bzw. auch nicht jetzt bei den LED-Scheinwerfern des Tourings.
Bei dem anstehenden Termin in der Werkstatt stehen zudem folgende Punkte auf der Liste:
Deutlich wahrnehmbares Knarzen/Quietschen des vorderen (beweglichen) Teils des Panoramaglasdachs. Bei geöffnetem Rollo stört es mich schon sehr, da ich nicht immer und überall mit Musik unterwegs bin. Geöffnet oder hochgestellt ist nichts zu hören, abgesehen von einem gelegentlichen Klappern des aufgerollten Rollos im hinteren Bereich. Die Geräusche lassen sich bereits durch leichten Druck auf das geschlossene Dach im vorderen Bereich (unterhalb des versenkbaren „Windschotts“) reproduzieren.
Während der Fahrt treten sie bei Bewegung der Karosserie ab 5 km/h auf und werden erst ab ca. 70 km/h von anderen (Fahr-) Geräuschen überlagert. Das Auftreten hat nichts mit Schlaglöchern oder Ähnlichem zu tun (wie das leichte Klappern/Vibrieren des aufgerollten Rollos), sondern beginnt bei Fahrtantritt auf ebener Straße und wird verstärkt durch Kurvenfahrten, wie in Kreisverkehren oder leicht welligem Asphalt. Hoffe, dies ist zu beseitigen...Bei dem Laguna Grandtour meines Schwiegervaters aus 2007 mit reichlich KM gibt es manch seltsames Geräusch, aber das Panoramadach gibt keinen Mucks von sich…
Dann fiel mir schon nach zwei - drei Tagen ein nicht reproduzierbares Knacken bzw. ein Versatz (von der Vorderachse kommend!?!) auf, welches auftrat beim Einlenken bzw. Rückwärtsfahren in die Garage.
Zunächst dachte ich, da sei vielleicht ein kleiner Stein oder eine Trinkdose unters Rad gekommen. Als sich dieses Knacken, verbunden mit einem spürbaren Ruckler an verschiedenen Orten (beim Einparken etc.) wiederholte, bin ich anfangs tatsächlich ums Auto gegangen, um zu schauen, ob ich über irgendetwas gefahren bin oder sich ein Minischlagloch im Boden befindet. Wenn dieses Knack-Phänom bei eingeschlagener Lenkung auftaucht, fühlt es sich auch ein wenig an, als ob das Fahrzeug sich minimal zur Seite bewegen/neigen würde. Vielleicht am ehesten vergleichbar mit dem langsamen Überfahren eines (abgeflachten) Bordsteins (nicht im rechten Winkel, sondern eher parallel).
Leider kann ich dieses Probelm(?) Niemanden auf Kommando vorführen – es tritt aber eher auf, wenn der Wagen stand/kalt ist oder nachdem er einige KM ohne Stopp/Go bewegt worden ist. Sowohl beim Rückwärtsrangieren, wie auch bei starkem Lenrkadeinschlag und Vorwärtsbewegung bis max 5 km/h.
Was mir dabei auch auffiel, ist dass das Lenkrad bei Geradeausfahrt nicht 100%-ig gerade steht, sondern ganz minimal nach links weist. Das Fahrzeug fährt aber spurstabil geradeaus und hält die Richtung beim Abbremsen; kein Verzeihen, oder Ähnliches. Dieser „Mini-Schiefstand“ würde mich auch nicht wirklich stören, wenn ich jetzt nicht so auf alles geachtet hätte und überlege, ob es mit dem Knacken in Verbindung stehen könnte.
Der Werkstattmeister hatte es notiert, kann sich aber keinen Reim drauf machen, zumal er bei der Probefahrt mit mir (zu Recht) nichts Wahrnehmen konnte; auf die minimal abweichende Lenkradstellung ging er nicht weiter ein bzw. konnte sie nicht erkennen...
Weiterhin fällt mir nun in diesem Zusammenhang auf, dass sich der Wagen beim Anfahren zusehends seltsam verhält:
Das betrifft mittlerweile einen deutlichen Schaltruck beim Wechsel in den 3. Gang (Modus Auto, beim hoch schalten). Bei kaltem Fahrzeug meist stärker/öfter; aber auch nach längerer Fahrt, insbesondere, wenn nach dem Abbremsen der Wagen noch mit 10-15 km/h läuft und erneut (sanft!) beschleunigt wird. Dies war in mittlerweile 5 Fällen so stark, dass ich Angst um die Mechanik hatte. Bei testweise etwas sportlicheren Beschleunigungsvorgängen oder im Modus Sport tritt das Problem indes kaum oder nur stark vermindert auf.
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Fragen für den weiteren Kontakt zum Werkstattmeister:
Ganz ähnlich verhält es sich bei Sand/Mud, zumindest, wenn diese Einstellung bei festem Untergrund gewählt wird.
