Offroadpark Motorsportzentrum Jänschwalde

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    • Offroadpark Motorsportzentrum Jänschwalde

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      Vom 31.7.-3.8.2020 war ich mit einer kleinen Jeep Wrangler Truppe im Motorsportzentrum Jänschwalde. Wer den Weg in den äußersten Osten Deutschlands in die Nähe von Cottbus auf sich nimmt, wird mit einem schönen, sandigen Offroadgelände belohnt, das durchaus Abwechslung bietet.

      Es gab vor einiger Zeit einen Besitzerwechsel.

      Es gibt im Grunde 3 Hauptstrecken:

      1. Leichte Feldwege,

      2. einen sandigen Trail (blaue Strecke) durch den Kiefernwald mit vielen verschiedenen Sandhügelwellen, die im Schwierigkeitsgrad von leicht bis unpassierbar für Geländewagen reichen (dann nur noch für Quads/ATV machbar), der sich auch mehrfach verzweigt.

      3. eine rote Strecke, die sich in Kurven durch den Kiefernwald zieht und mit „Steilkurven“ aufwartet, also für Neigungsfetischisten schön ist. Aber keine Angst, mehr als 23 Grad Seitenneigung waren es laut meiner Anzeige nicht.

      Das Ganze wird durch ein Schlammloch ergänzt, von dem einem aber eher abgeraten wird, da sehr tief sowie zu Beginn auch noch eine brackige Wasserdurchfahrt, die je nach Wasserstand, auch mit Vorsicht zu genießen ist. Beides kann umfahren werden.

      Highlight ist der Sandbunker, in dem man sich schön austoben kann und auch durchaus für LKW (MAN KAT) seine Tücken hat. Da mussten an dem Wochenende 2 zusammen einen dritten rausziehen.

      Abseits der Strecken darf nicht gefahren werden, keine eigene Streckenziehung erlaubt.

      Da es auch Motorsportzentrum heißt, gibt es eine extra Motocross und Quad/ATV Strecke. Allerdings düsen dieselbigen auch durchaus auf den anderen Strecken rum. Es hielt sich aber in Grenzen.
      Für Kinder stehen auch Kinderquads und ein extra Quadsandstreckenbereich zur Verfügung. Mietpreis pro Std. 30€. Natürlich inkl. Helm, Sturmhaube und Körper-Schutzpanzer.

      Außerdem sind ein paar verbeulte Jimnys auf dem Gelände anscheinend anmietbar.

      Der Park ist für reine SUVs, insbesondere mit Straßenbereifung und wenig Bodenfreiheit aus meiner Sicht nur bedingt bis gar nicht geeignet. Die Strecken, die man dort damit fahren könnte, sind langweilig und lohnen die Anreise nicht. Ein Porsche Cayenne mit modifiziertem Fahrweg hatte im Sandbunker keinen Spaß mehr. Musste sich mehrfach bergen lassen oder kam an den Steigungen nicht ganz hoch.

      Für Sandbunker und die Sandhügeltrailstrecke sollte man auf jeden Fall Bergeausrüstung (kinetisches Berge-Seil oder Bergegurt) oder eine Winde dabei haben oder jemanden der all dies hat.
      Mit meinem kurzen Wrangler JL (255 BFG MTs, Standardfahrwerk, alle Sperren im Einsatz, 1.2 bar Reifendruck) und als noch nicht so geübtem Fahrer musste ich mich 3x rausziehen lassen. 1x im Trail , 2x im Sandbunker.

      Da man durchweg auf meist recht losem Sand unterwegs ist, sollte man einen Reifendruckablasser dabei haben und für hinterher einen Kompressor, um wieder auf Normaldruck aufpumpen zu können. Nächstgelegene Tankstelle ist nämlich 9 km entfernt in Peitz. Einkaufsmöglichkeiten /Supermärkte/ Banken auch dort dann verfügbar. Auf dem Gelände gibt es keine Fahrzeugwaschgekegenheit.

      Die Preise sind moderat. Aktuelle Preise siehe Homepage. Achtung, nur Barzahlung möglich. Nächster Geldautomat ist 9km entfernt in Peitz. Das Betreiberehepaar ist sehr nett und hilfsbereit.

      Für Übernachtungen steht ein Fahrerlager unter Kieferbäumen zum Zelten zur Verfügung. Bei Regen durchaus matschig. Eine Wiese ohne Bäume gibt es auch noch. Außerdem können Blockhütten bzw. Zimmer in Blockhütten angemietet werden. Deren Qualität kann ich nicht beurteilen. Habe ich nicht genutzt oder angesehen.

      Die Sanitäranlagen im Fahrerlager zum Zelten sind - na ja - runtergekommen. Duschen zwar vorhanden, aber wir haben es vorgezogen, sie nicht zu benutzen. Toiletten waren gerade noch akzeptabel. Da sind dringend neue Sanitärcontainer nötig.

      Im Aufenthaltsgebäude werden auch Getränke (gekühlt) und einfache Speisen angeboten.

      Drohnenflüge im Gelände sind laut Betreiber nicht erlaubt/erwünscht.

      Insgesamt war es ein schönes Wochenende. In der Nähe gibt es noch einen Badesee mit Sandstrand, Parkplatz und Imbiss. War eine gute Gelegenheit, um sich bei der Hitze zu erfrischen und auch das Thema Duschen auf dem Gelände galant zu umgehen.


      PS:Wer noch Zeit und Interesse hat, kann im naheliegenden Braunkohletagebauareal Besucherterrassen besuchen und den ganz großen Baggern mal bei der Arbeit zusehen.
      Da ich dies aber erst kürzlich im Westen in Garzweiler gemacht hatte und zeitlich nicht passte, kann ich da leider keine weiteren Infos zu geben.